Schon seit Wochen ist er omnipräsent: der Kürbis mit seinen verschiedenen Ausführungen. Gerade erst war er “Hauptdarsteller” zu Halloween am 31. Oktober. Wobei sich der Zierkürbis als Dekoration oder hübsches Accessoire auf herbstlichen Tischen eignet. Die essbaren Kürbisse wiederum sind eine kulinarisch spannende Zutat. Man kann ihn als Beilage wie Kartoffeln verwenden, damit Raviolis füllen, eine Suppe, Desserts, Kuchen, Marmeladen oder Chutneys daraus zaubern, Brot und Gebäck damit backen oder ihn mit Ingwer und Zimt einlegen. Als Gewürze passen dazu besonders gut Muskat, Chili, Ingwer oder exotische Mischungen mit Nelke, Anis, Kardamom.

Gut gelagert

Kürbisse kann man nach dem Kauf etwa zwei Wochen bei Zimmertemperatur lagern, damit sie voll ausreifen und ihre Schale hart wird. Reif lagert man sie am besten kühl und trocken bei Kellertemperaturen von 10 bis 13 Grad. Temperaturen unter 0 Grad vertragen Kürbisse nicht. Gefriert das Fruchtfleisch, beginnt es zu faulen. Schneidet man den Kürbis in Scheiben, sollte man diese innerhalb von drei bis vier Tagen essen. Aufbewahrt werden sie am besten im Gemüsefach des Kühlschranks oder zumindest lichtgeschützt, da das reichlich enthaltene Beta-Carotin sehr lichtempfindlich ist. Gedämpftes oder im Ofen gegartes Kürbisfleisch kann im Gefrierschrank als Basis für Pürees, süße und herzhafte Kuchen, Füllungen etc. aufbewahrt werden. Am besten eignen sich dazu Kürbissorten mit festem, mehligem Fruchtfleisch.

Auch gesund

Das Fruchtfleisch und die Kerne vom Kürbis enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Im Fruchtfleisch stecken zum Beispiel reichlich Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe:

  • Betacarotin – die Vorstufe von Vitamin A wirkt antioxidativ und hilft, freie Radikale zu bekämpfen.
  • Kalium – wichtig fürs Herz.
  • Kalzium – ein unverzichtbarer Bestandteil von Knochen und Zähnen.
  • Magnesium – wichtig für Nerven, Muskeln, Herz und den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, außerdem am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt.
  • Eisen – verantwortlich für den Sauerstofftransport, die Speicherung von Sauerstoff in den Muskeln und den Energiestoffwechsel.
  • Unlösliche Ballaststoffe regeln die Verdauung, lösliche Ballaststoffe können die Blutfettwerte senken und Cholesterinwerte regulieren.

Die Kürbiskerne und das daraus gewonnene Kürbiskernöl sind ebenfalls reich an Vitaminen und Mineralstoffen:

  • Die Kerne kurbeln die Produktion des Glückshormons Serotonin an.
  • Omega-3-Fettsäuren können den Blutdruck senken, wirken entzündungshemmend und beeinflussen den Fett-Stoffwechsel positiv.
  • Vitamin E und Linolsäure im Kürbiskernöl können einen erhöhten Cholesterinspiegel senken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Rezept: Kürbiskekse

Selbstgebackene Kürbiskekse sind ein leckere Nascherei an verregneten Herbsttagen. Genutzt werden entweder Hokkaido- und Butternut-Kürbisse. Weil sie einen leicht süßlichen Geschmack haben, eignen sie sich gut als Basis für Süßspeisen und Gebäck.

Zutaten für 12 Kekse

1 Butternut-Kürbis, 130 g Mehl, 50 g brauner Zucker, 2 TL Vanillezucker, 1 (Bio-)Ei oder Ei-Ersatz (z.B. ein Esslöffel geschrotete Leinsamen, die man in drei Esslöffeln Wasser einweicht), 1 TL Zimt, 1 TL Backpulver, 1 TL Natron, 2 EL Rapsöl, optional Schokodrops und Kürbiskerne.

Zubereitung

Den Butternut-Kürbis in kleine Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel zusammen mit reichlich Wasser in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Ca. zehn Minuten bei mittlerer Hitze köcheln, bis sie gar sind. Das Wasser abgießen und die Kürbiswürfel mit einem Pürierstab in einer großen Schüssel zu einem glatten Brei mixen. Das Mehl, den Zucker, das Ei (oder veganen Ei-Ersatz), Zimt, Backpulver, Natron und Rapsöl hinzufügen. Die Zutaten gründlich zu einem klebrigen Keksteig verrühren und optional ein paar Schokodrops unterrühren.

Mit einem Esslöffel zwölf Kleckse Keksteig auf ein Backblech mit Backpapier geben. Wichtig: Darauf achten, dass genügend Platz zwischen den Kürbiskeksen ist, da sie sich beim Backen etwas ausdehnen. Die Kekse bei 180 Grad für etwa zehn bis fünfzehn Minuten im Ofen backen – man kann auch Kürbiskerne obenauf legen. Die Kekse sollten noch leicht weich sein, wenn man sie herausnimmt.

Rezept: Gefüllter Kürbis

Zutaten (für 2 Personen)

2 kleine Kürbisse, 1 Karotte, 1 Birne, 1 EL Kürbiskerne, 2 EL Grünkern, 1 TL klein geschnittener Knoblauch, 50 g Lauch, 2 Zweige glatte Petersilie, 1 TL Currypaste, 30 ml Rapsöl, 20 ml Kürbiskernöl, Salz, Pfeffer, 1 Büffel-Mozzarella (oder veganer Mozzarella-Ersatz), optional Hackfleisch für Nicht-Vegetarier.

Zubereitung

Grünkern über Nacht einweichen. Die Kürbisse (Hokaido, Sweet Dumpling oder Mandarinen-Kürbis) gut waschen und das obere Drittel mit dem Stielansatz abschneiden. Das faserige Fruchtfleisch und die Kerne entfernen. Die ausgehöhlten Kürbisse innen mit Rapsöl einreiben, salzen und pfeffern. Karotten, Birnen und Lauch in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Knoblauch und fein gehackte Petersilie sowie den eingeweichten Grünkern ebenfalls in die Schüssel geben.

Kürbiskerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten, grob hacken und zu den anderen Zutaten geben. Alles gut mischen, mit Salz und Pfeffer würzen, Currypaste nach Geschmack und Schärfe unterrühren und die Kürbishälften damit befüllen. Auf ein Backblech stellen und 20 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen. Etwas Kürbiskernöl auf die Füllung geben, die Kürbisse mit einer Scheibe Mozzarella (Käse-Ersatz) abdecken und weiter backen, bis der Käse zerlaufen ist. Wer es fleischig macht, einfach angebratenes Hackfleisch unter die Füllung mischen.

Ofenlachs auf Kürbis

Zutaten (für 2 Personen)

1 Stück Ingwer (2 cm lang), 100 ml Orangensaft, 3 EL Sojasauce, 2 Stücke Lachsfilet (à 200 g), ½ kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g Fruchtfleisch), 1 Brokkoli, Salz, 2 EL heller ungeschälter Sesam, 1 EL Sesamöl, außerdem Öl für das Backblech

Zubereitung

Den Ingwer schälen und sehr fein hacken oder durch die Knoblauchpresse drücken. In einem tiefen Teller mit Orangensaft und Sojasauce mischen. Den Lachs abbrausen und trocken tupfen. Eventuelle Gräten mit den Fingerspitzen aufspüren und mit einer Pinzette herauszupfen. Den Lachs bis zur Verwendung in die Marinade legen, dabei zwischendurch immer wieder wenden.

Den Backofen auf 200° vorheizen. Ein Backblech großzügig einölen. Den Kürbis waschen, die Kerne und das faserige Fruchtfleisch entfernen, unschöne Stellen an der Schale abschneiden und das Kürbisfruchtfleisch mitsamt Schale in dünne Spalten schneiden. Den Brokkoli putzen, waschen und in Röschen teilen. Den Stiel schälen und grob würfeln. Kürbis und Brokkoli im Öl auf dem Blech wenden, nebeneinander verteilen und salzen. Das Gemüse im heißen Backofen (Mitte) 30 Minuten backen. Den Lachs aus der Marinade heben, salzen und ebenfalls auf das Blech legen. Die Marinade über das Gemüse träufeln und alles noch 10 Minuten backen, bis der Lachs gar ist. Das Blech herausnehmen, Lachs und Gemüse mit Sesam bestreuen und mit Sesamöl beträufeln. Sofort servieren.

Rezept: Vegetarischer Flammekuchen

Zutaten (für 4 Portionen)

Für den Belag: 100 g Ziegenfrischkäse, 10 ml Milch, 200 g Hokkaido-Kürbis, 1 rote Zwiebel, 1 Apfel, 1 TL Kürbiskerne, 1 Bund Petersilie, Salz, Pfeffer

Für den Teig: 400 g Weizenmehl, 2 TL Salz, 2 EL Olivenöl, 240 ml Wasser

Zubereitung

Für den Teig, Mehl, Salz, Olivenöl und Wasser zu einem glatten Teig verkneten und daraus eine Kugel formen. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Apfel und Kürbis jeweils entkernen und gemeinsam mit der Zwiebel in feine Streifen schneiden. Petersilie hacken. Ziegenkäse mit der Milch in einer Rührschüssel glatt rühren. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ovalen Teigfladen ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Teigfladen mit der Käsecreme bestreichen und dünn mit Apfel, Kürbis und Zwiebel belegen. Salzen und pfeffern. Mit Kürbiskernen bestreuen. Im Backofen für ca. 10 Minuten bei 200 Grad knusprig backen, bis der Rand leicht gebräunt ist. Aus dem Ofen nehmen und mit Petersilie bestreuen. Sofort servieren.

Quellen Rezepte: Utopia, NDR, Küchengötter, Edeka

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