Nachhaltig und aus Holz oder Bambus: Die etwas anderen Uhren

Die Zeit ist reif – für Holzuhren. Während herkömmliche Produzenten ihre Zeitmesser in Plastikgehäuse verpacken und mit Chemie vollstopfen, haben sich junge Hersteller für nachhaltige Uhren höheren Umweltstandards verpflichtet. Unter den Vorreitern einer grünen Zeitmessung befinden sich vor allem junge Wilde wie die Firmen Kerbholz (seit 2012), Wewood (seit 2010), Holzkern (seit 2015) oder Styrman & Crew (seit 2016), die nachhaltige Akzente setzen wollen und vor allem Uhren aus Holz und Stein herstellen. Erhältlich sind die Uhren u.a. im Avocadostore (www. avocadostore.de) oder direkt beim Hersteller

http://www.we-wood.com

Holzuhren aus Holzabfällen: Aufforsten mit Wewood
Als der Designer Alessandro Rossano zum ersten Mal auf den Gedanken kam, Holzabfälle aus der Industrie in Uhren zu verwandeln, wusste er noch nicht, dass seine Kreationen bald von Los Angeles bis Kapstadt nachgefragt sein würden. Die WewoodUhren, die Rossano schuf, verfolgen den Anspruch, Stil und Umweltschutz zu vereinen. Die leichten und allergenfreien Chronographen werden dabei vornehmlich aus Abfällen gefertigt, die bei der Möbelproduktion abfallen. Verschiedene Holzsorten geben dabei unterschiedliche Farbtöne ab, Ahorn sorgt beispielsweise für beige Töne, das Tropenholz Guajak für ein dunkles Grün. Das Uhrwerk der Holzuhren stammt vom japanischen Hersteller Miyota. Übrigens: Für jede verkaufte Wewood-Uhr pflanzt die Umweltorganisation “American Forests” einen Baum. Diese Zeitmesser dürften damit die einzigen Uhren sein, bei deren Verkauf mehr Holz entsteht, als bei der Produktion verarbeitet wurde. Der Preis: ab 85 Euro,

Schlankes aus Süddeutschland: Holzuhr Slim von Kerbholz
Hersteller Kerbholz bewirbt sein Modell Slim als die „dünnste Holzuhr der Welt“. Und wirklich: Mit gerade mal 7 mm Höhe ist diese elegante Uhr so dünn wie ein Pfefferminzblättchen. Das gemaserte Naturholz-Gehäuse wurde von Hand gefertigt und steht für einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Planeten. Auch bei den Transportwegen wird an die Umwelt gedacht: Die “Slim”-Reihe wird an einem Traditionsstandort in Süddeutschland zusammengebaut. Zwar stammen leider nicht alle Bestandteile der Uhr aus der Region selbst, Hersteller Kerbholz lässt aber Bäume in Lateinamerika pflanzen und sorgt auf diesem Weg dafür, dass die verwendeten Rohstoffe erhalten bleiben. Dabei arbeitet die Firma mit dem etablierten Vereinen Primaklima und Plant for the Planet zusammen. Seit 2017 spendet der Uhrenhersteller außerdem 10% seines Gewinns an den gemeinnützigen Verein „Designing to Sustain“: Dieser verwendet das Geld unabhängig und nachvollziehbar, um damit verschiedene UmweltschutzProjekte zu finanzieren. So ticken nachhaltige Uhren! Der Preis: ca. 200 Euro,

http:// www.kerbholz.com

Uhren aus Holz & Stein: Naturnahe Zeitmesser von Holzkern
Die Wiener Uhrenmarke Holzkern gibt es seit 2015. Nach eigener Aussage werden die Holzuhren in Handarbeit und in limitierten Kleinserien gefertigt. Anders als der Name des Labels nahelegt, besteht weniger das Innenleben, sondern vielmehr das Gehäuse der schicken Zeitmesser aus Holz. Wie bei allen Holzuhren verfügt jedes Stück über (s)eine eigene sichtbare Maserung und ist so als Unikat zu erkennen. Die Zifferblätter der Holzkern-Chronographen bestehen entweder aus flachen Steinscheiben oder sind ebenfalls aus Holz. Für die Metallteile der Produkte kommt nickelfreies Edelstahl zum Einsatz. Die Uhrwerke wiederum werden von etablierten Herstellern wie Ronda aus der Schweiz oder Citizen bzw. Seiko aus Japan bezogen. Die Uhrenmarke bietet über 300 Designs an. Neben Armbändern aus Holz gibt es auch Modelle mit Armbändern aus (veganem) Leder, außerdem werden Solaruhren angeboten. Der Preis: 130-350 Euro,


www.holzkern.com

Bamboo Revolution:
Nachhaltige Uhren aus südafrikanischem Bambus Nicht auf Holz, dafür ausschließlich auf den natürlichen Rohstoff Bambus setzt das südafrikanische Label mit dem sprechenden Namen “Bamboo Revolution”. Die eleganten, minimalistischen Uhren aus Kapstadt werden mit Armbändern aus Naturleder versehen, die umweltschonend mit Pflanzenfarbe gegerbt wurden. Während die meisten Zeitmesser von Bamboo Revolution als Unisex-Modelle angeboten werden, existiert auch eine limitierte Edition von nachhaltigen Uhren, die sich an Damen richtet: Das charakteristische Bambusgehäuse wird dort mit Armbändern aus handgenähtem Straußenleder kombiniert – auch wenn das vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist. Der Preis: ab 85 Euro,

http://www.bamboorevolution.world

Nicht aus Holz, dafür schön & schlicht: Uhren von Styrman & Crew
Die Liebe zu Meer und Umwelt schlägt sich auf jeden Fall in den Farben und Materialien nieder, aus denen die jungen Unternehmer Fabian und Nicolas von “Styrman & Crew” ihre nachhaltigen Uhren herstellen, die allerdings keine Holzuhren sind. Für die Armbänder ihrer so schlichten wie schönen Zeitmesser verwenden Styrman & Crew nachhaltiges Bioleder, das nach ECARF, IVN und Biokreis zertifiziert ist. Die Bänder, die mit Früchten und Rinde statt mit Chemikalien gegerbt werden, sind in so wohlklingenden Farben wie Korallenrot, Pazific und Caribic erhältlich. Etwas Besonderes haben sich Styrman & Crew auch für ihre Verpackungen einfallen lassen: Die Schachteln, in denen die Uhren ausgeliefert werden, stammen aus dem recycelten Holz balinesischer Fischerboote. Der Preis: ab ca. 160 Euro,
Quelle: Utopia

http://www.styrmanandcrew.de

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