Abgesehen von den offensichtlicheren sportlichen Hinweisen (achten Sie auf das Alcantara-Lenkrad, die Mikrofaser-Sitze und die vielen roten Akzente) ist das Interieur des Brabus identisch mit dem des Standardmodells #3.
Es handelt sich um eine geräumige und luftige Umgebung, mit viel Platz in jeder Reihe zum Ausstrecken und einem hinteren Kopfraum, der nicht übermäßig durch das abfallende Dach beeinträchtigt wird, sowie einem 370-Liter-Kofferraum, der angenehm geräumig ist, wenn auch nicht überwältigend.
Das minimalistische Cockpit wird von einem 12,8-Zoll-Touchscreen dominiert, der nahezu jede Funktion außer der Windschutzscheibenheizung und den Türgriffen hostet, der während der Fahrt von einem 9,2-Zoll-Fahrerdisplay und einem 10-Zoll-Head-up-Display unterstützt wird.
Die physischen Schalter beschränken sich auf einige Tasten am Lenkrad und eine Reihe von berührungsempfindlichen Symbolen unter dem Touchscreen, aber im Gegensatz zum Volvo EX30, mit dem es seine SEA-Plattform teilt, hat der #3 zumindest Fensterschalter auf beiden Seiten der Kabine.
Der #3 ist lobenswert serienmäßig ausgestattet, und die verschiedenen Ausstattungsvarianten beziehen sich hauptsächlich auf Batteriekapazität und Leistung, aber der Brabus fügt dem Basismodell eine Prise zusätzlicher Ausstattung hinzu – nämlich seine belüfteten Vordersitze, die ausfahrbare Kofferraumabdeckung, die beleuchteten Einstiegsleisten und das beheizte Lenkrad.
Bemerkenswert ist, dass nur der Einstiegs-#3 Pro mit der kleineren 49-kWh-Batterie über eine verschiebbare Rücksitzbank verfügt – nützlich zur Erhöhung der Kofferraumkapazität.
Insgesamt handelt es sich um eine komfortable und ordentlich ausgestattete Kabine, obwohl die sportlicher aussehenden Sitze des Brabus etwas fester sind und die übermäßig breite Mittelkonsole – eine unnötige Konzession an die Konvention auf dieser reinen EV-Architektur – den Knieraum für die vorderen Insassen beeinträchtigt.
Der eigentliche Knackpunkt sind jedoch die unterdurchschnittlichen Ergonomie des #3: Es gibt nicht genügend Tasten für wichtige Funktionen und die Touchscreen-Benutzeroberfläche wirkt schlecht durchdacht und veraltet. Die Menüs sind unlogisch angeordnet und die Symbole können schwierig zu entziffern sein, was es schwierig macht, sich zwischen Klimasteuerung und Apple CarPlay zu bewegen oder sogar die Seitenspiegel bei 70 mph anzupassen, zum Beispiel.
Unterdessen steht das Cartoon-Gepardenmaskottchen des #3 untätig – fast spöttisch – an der Seite. Die Tatsache, dass es manchmal einen Fallschirm trägt, um einen komödiantischen Effekt zu erzielen, ist kein großer Trost, muss gesagt werden.