Klage gegen GM wegen Verkauf von Fahrerdaten an Versicherungen

General Motors sieht sich erneut einer rechtlichen Auseinandersetzung wegen seiner Datensammlungspraktiken gegenüber. Der Generalstaatsanwalt von Arkansas, Tim Griffin, hat GM und seine Tochtergesellschaft OnStar verklagt und behauptet, der Automobilhersteller habe Fahrerdaten illegal an Dritte verkauft, die sie dann an Versicherer weitergaben. Die Klage wirft GM vor, Verbraucher getäuscht und auf ihre Kosten profitiert zu haben, indem sie Versicherern erlaubten, diese Daten zu nutzen, um Prämien zu erhöhen oder Deckung zu verweigern.

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Ein Muster des Datenverkaufs

Die im Februar eingereichte Klage behauptet, GM verkaufe seit 2015 Fahrerdaten über vernetzte Fahrzeugsysteme wie myChevrolet, myCadillac, myGMC und myBuick. Im Gegensatz zu herkömmlichen Versicherungstelematikprogrammen, für die Benutzer sich anmelden müssen, indem sie ein Gerät installieren, habe GM diese Daten angeblich ohne ausdrückliche Zustimmung gesammelt.

Nahaufnahme der OnStar- und SOS-Tasten an einem Chevrolet-Fahrzeug, Lafayette, Kalifornien, 3. Mai 2024.

Smith Collection/Gado/Getty Images

Griffin behauptete, dass Verbraucher getäuscht wurden, indem sie glaubten, dass OnStar hauptsächlich die Fahrzeugsicherheit und -leistung verbessert, während es tatsächlich genutzt wurde, um Einnahmen durch den Verkauf von Daten zu generieren. Ein Sprecher von GM reagierte auf die Anschuldigungen und sagte Consumer Affairs, „Wir prüfen die Beschwerde. GM verpflichtet sich, die Privatsphäre der Verbraucher zu schützen.“

Die Klage aus Arkansas fordert finanzielle Entschädigung für betroffene Verbraucher und injunktive Maßnahmen, um weitere Datenverkäufe zu verhindern.

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GMs rechtliche Probleme häufen sich

Diese Klage ist die neueste in einer Reihe von rechtlichen Herausforderungen gegen GM in Bezug auf den Datenschutz. Im Januar einigte sich der Automobilhersteller mit der Federal Trade Commission (FTC) über ähnliche Vorwürfe. Im Rahmen dieser Vereinbarung verpflichtete sich GM, für fünf Jahre keine Geolokalisations- oder Fahrverhaltensdaten zu verkaufen und vor der Erfassung solcher Daten in Zukunft klare Verbraucherzustimmung einzuholen.

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GMC Hummer Elektrofahrzeuge auf dem Fertigungsband in General Motors‘ Factory ZERO Elektrofahrzeugmontagewerk in Detroit, Michigan, USA, am Mittwoch, 17. November 2021.

Emily Elconin/Bloomberg via Getty Images

Unterdessen reichte der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, im August 2024 eine Klage gegen GM ein und beschuldigte das Unternehmen, Fahrdaten von mehr als 1,5 Millionen Texanern illegal verkauft zu haben. Dieser Fall steht noch aus.

Neben rechtlichen Schritten auf Landesebene sieht sich GM auch mit 27 Sammelklagen konfrontiert, die zu einem Verfahren mit mehreren Bezirken zusammengefasst wurden. In diesen Klagen wird behauptet, dass GMs Datenpraktiken zu höheren Versicherungsprämien für Verbraucher geführt haben und dass einige Fahrzeughalter der Datensammlung nie zugestimmt haben.

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Ein breiteres Branchenproblem

Eine amerikanische Flagge weht in der Nähe der General Motors Co. Beschilderung vor dem Weltzentrum des Unternehmens in Detroit, Michigan, USA, am Dienstag, 12. Juni 2018.

Jeff Kowalsky/Bloomberg via Getty Images

GM ist nicht das einzige Unternehmen, das wegen seiner Datenpraktiken in der Kritik steht. Im Januar verklagte Texas Allstate und seine Tochtergesellschaft Arity, weil sie angeblich Fahrerdaten von Smartphones ohne Wissen der Verbraucher gesammelt haben. Der regulatorische Druck könnte zunehmen, da Versicherer und Automobilhersteller genauer darauf überprüft werden, wie sie Fahrerdaten behandeln.

Abschließende Gedanken

Die moderne Fahrzeugvernetzung ermöglicht eine wachsende Palette von Funktionen zur Verbesserung der Lebensqualität für Fahrer, aber die Technologie kann ein zweischneidiges Schwert sein, da vernetzte Fahrzeuge effektiv zu rollenden Überwachungsmaschinen werden – detaillierte Reisemitschriften, Beschleunigungsdaten und sogar GPS-Standorte ohne klare Transparenz sammelnd. Während Automobilhersteller behaupten, dass solche Daten die Sicherheit und den Komfort verbessern, verdeutlichen Klagen wie diese das Potenzial für Missbrauch.

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Im Verlauf dieser Fälle könnten wichtige Präzedenzfälle für den Datenschutz in der Automobilindustrie geschaffen werden. Wenn GM haftbar gemacht wird, könnten die finanziellen Auswirkungen erheblich sein und möglicherweise zu Entschädigungen für betroffene Fahrer und strengeren Vorschriften darüber führen, wie Automobilhersteller Daten sammeln und teilen.

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