Bernat Quetglas – Exzellenter und bemerkenswerter Dirigent

Am 25. September übernimmt Bernat die musikalische Leitung in der halb szenisch dargestellten Oper „Don Giovanni“. Zusammen mit Dr. Herbert Plum und Magí Garcías, hat Bernat, zum 250sten Geburtstag von Ludwig van Beethoven, in Pollença im letzten Jahr ein Festival auf die Beine gestellt. Zum Gedenken an den 230. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart finden in diesem Jahr im Claustre de Sant Domingo an allen vier Samstagabenden Konzerte statt, die den wichtigsten Genres des Komponisten gewidmet sind.

Die Kommunikation beim Dirigieren

„Mit der rechten Hand kommunizieren, den Takt markieren und das Tempo anzeigen. Mit der linken Hand unterstütze ich Phrasen in der Akzentuierung, der Intensität, dem Sound, den Farben. Die Hände sind der Katalysator. Mit dem Gesicht kommuniziere ich Gefühle. Es gibt viele Techniken und jeder Dirigent hat seinen eigenen Code.“ Aber „das A und O“ sagt er, „sind die Proben, denn dort wird alles besprochen, die Sprache untereinander festgelegt.“ Dennoch „live kann alles geschehen und es hängt vom Charisma des Dirigenten, der Kapazität jedes einzelnen Orchestermusikers und dem gemeinsamen Fluss ab“. Er ist dankbar darüber, das er ein fast festes Ensemble (zwischen 30-40 Musikern) im Kammerorchester leitet und sagt, dass es „immens wichtig ist für den Sound und die Liebe zu den Kompositionen, weil man sich kennt und schätzt und um die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen weiß.“

Was steckt hinter dem Dirigieren?

„Unendlich viele Stunden des Studiums, viele Partituren lesen, viele Bücher. Die Mission des Dirigenten ist es die Kompositionen in sich zu tragen, das größte Wissen der Partituren zu besitzen. Mozart, Beethoven, man muss als Dirigent nichts Neues erfinden, um anders als andere Dirigenten zu sein, denn alles ist in den Partituren enthalten, um die Ehrlichkeit des Komponisten in ihren Partituren zu übertragen.“

PALMA – MUSICA – BERNAT QUETGLAS DIRIGE A LA SIMFONICA JOHANNES PALASHKO

Er begann mit vier Jahren

Der 28-jährige gebürtige Mallorquiner hörte mit vier Jahren auf einem Konzert eine Musik, die er sofort mochte. Daraufhin schenkte sein Vater ihm eine Violine und er wurde unterrichtet von dem spanischen Komponisten, Violinisten und Pädagogen Bernat Pomar (Palma, 1932-2011). Später studierte er Bratsche am Konservatorium von Palma. Auf das Dirigieren wurde er aufmerksam, als zum Unterricht der Professor nicht kam. Er musste die Stunde übernehmen und das Orchester dirigieren. Die Liebe zum Dirigieren wurde geboren. Also studierte er 2011 Komposition und Orchesterleitung im „Real Conservatorio Superior de Música de Madrid“ und schloss an der Universität Alfonso X in Madrid den Meisterstudiengang als Orchesterdirigent mit Auszeichnung ab. Er bewundert den großen, immer bescheiden gebliebenen, italienischen Dirigenten Claudio Abbado und plant im nächsten Jahr sich in Weimar weiterzubilden.

Mit einer sehr feinen Sensibilität, seinem expressivem Ausdruck, der präzisen und balancierten Beweglichkeit in der Klanggebung, beherrscht Bernat seine Profession. Er liebt es mit exzellenten Musikern große und kleine Werke zu verkörpern, denn „zusammen mit den Musikern bilden wir eine Einheit, wundervolles wird geboren, einfach symphonisch!“

Kontakt:
www.bernatquetglas.com

Festivalinfos/ Kartenverkauf:
www.mozartmallorca2021.com
www.docplum-meets-wolfgang-amadeus-m.eu

Nermin Goenenc, Roman Hillmann.
Fotos : Roman Hillmann, Bernat Quetglas/privat

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