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Sie ist beeindruckend, die hohe Kunst, aus großen und mächtigen Bäumen kleine Varianten für das heimische Wohnzimmer zu ziehen. Kein Wunder also, dass viele selbst einen Bonsai pflegen wollen. Doch die Begeisterung schwindet schnell, denn die Pflege erweist sich als gar nicht so einfach. Aber wer sich gut zuvor informiert und mit Geduld sein Bäumchen pflegt, dem wird es auch nicht eingehen. Beherzigen sie unsere Tipps, dann sind Sie schon einen Schritt weiter.

Zwerge aus Japan
Der Bonsai kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet wortwörtlich „Baum in der Schale“. Das ist nicht überraschend, sieht man der Pflanze doch an, dass Sie einen Mini-Baum darstellen soll, außerdem wächst sie in einer Schale. Wer jedoch denkt, dass es sich um eine ganz bestimmte, besonders kleinwüchsige Baumart handelt, irrt sich. Es ist tatsächlich so, dass jede beliebige Baumart gewählt werden kann, um einen Bonsai zu ziehen. Ob Obstbaum, immergrünes Gehölz oder Zierbaum spielt dabei keine Rolle. Damit aus dem Pflänzchen eine Miniatur wird, die optisch einem ausgewachsenen Baum gleicht, ist viel Pflege notwendig. Je nach Wuchsgeschwindigkeit und ob Sie den Bonsai aus Samen züchten
oder einen Setzling verwenden, kann dies mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Im Großen und Ganzen ist das Züchten eines Bonsais keine besonders einfache Sache. Davon sollte man sich allerdings nicht entmutigen lassen, denn es gibt auch geeignete Bonsai-Sorten für Anfänger.

Der richtige Platz
Das erste, was Sie tun werden, wenn Sie mit Ihrem neuen Bonsai nach Hause kommen, ist natürlich, ihm einen schönen Platz zu suchen. Leichter gesagt als getan, denn schon bei der Platzwahl kann man viel falsch machen. Jede Pflanze benötigt Licht, um gut wachsen zu können. Jetzt fällt Ihnen wahrscheinlich gleich das Fenster ein. Und das ist auch gar nicht so falsch, denn der Fensterplatz ist für gewöhnlich der hellste in der Wohnung. Jedoch sollte man unbedingt darauf achten, dass das Bäumchen nicht direkt in der Sonne steht, da die meisten Bonsai direkte Sonneneinstrahlung nicht vertragen. Die Süd- und Westfenster sollten somit vermieden werden. Alternativ stellt man den Baum in einem geeigneten Abstand zum Fenster auf. Ein Tipp ist das Drehen: So wie sie sich beim Sonnenbaden drehen, sollten Sie auch den Bonsai drehen, damit er von allen Seiten Licht bekommt. Wussten Sie, dass es den Bonsai nicht nur als klassische Zimmerpflanze gibt, sondern auch für den Garten? Das ist eine wichtige Eigenschaft, über die Sie sich unbedingt informieren sollten, bevor Sie sich für eine Sorte entscheiden. Ein typischer Gartenbonsai wird auf Dauer drinnen nicht gut wachsen können, im schlechtesten Fall sogar eingehen. Im Gegensatz dazu freuen sich Zimmerbonsai in den wärmeren Monaten über einen Platz im Freien. Schließlich handelt es sich um Baumarten, die von Natur aus draußen wachsen. Das macht die Pflanze widerstandfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Auch die Luftfeuchtigkeit sollte hoch genug sein, denn trockene Heizungsluft bekommt den Zwergen nicht gut.

Gießen, aber richtig
Langanhaltende Feuchtigkeit im Substrat hat faulende Wurzeln zur Folge, was auf Dauer unvermeidlicherweise zum Absterben des Bonsais führt. Schaffen Sie sich einen Bonsai für Anfänger an, merken Sie sich folgende Regel: Gegossen wird erst dann, wenn sich die Erde richtig trocken anfühlt. Vermeiden Sie auch unbedingt Staunässe. Spezielle Bonsaierde, in die der gekaufte Bonsai gepflanzt wurde, ist für gewöhnlich ausreichend durchlässig. Das dazugehörige Schälchen mit Unterteller macht dann den Rest. Überschüssiges Wasser kann abfließen und ist danach nicht mehr im Kontakt mit der Erde. Tipp: Die trockene Bonsaierde nimmt meist nicht besonders schnell das Gießwasser auf. Stattdessen läuft es über und an den Seiten herunter. Um dies zu vermeiden, können Sie die Erde erst mit Wasser besprühen und einige Minuten warten, bis die Feuchtigkeit aufgesogen wurde. Jetzt ist das Bewässern gleich viel einfacher und Sie können den Bonsai gießen.

Auf die Art kommt es an
So wie es auch bei anderen Pflanzen pflegeleichte und anspruchsvollere Arten gibt, so sind auch die Miniaturbäume mal mehr, mal weniger pflegebedürftig. Deshalb sollten vor allem Anfänger die Bonsaisorte gut auswählen. Hier bieten sich beispielsweise die Birkenfeige, der Geldbaum, der Falsche Tee, die Chinesische Ulme oder die Zimmertanne an. Für die eigene Zucht können es Laien auch mit Wacholder, Kiefer, Hainbuche, Fächerahorn oder Winter-Linde versuchen. Erkundigen Sie sich über die Bedürfnisse der Sorte, um dem Mini-Baum alles Notwendige bieten zu können. Die Bewässerung, Düngermenge und der Standort können je nach Art variieren. Dann steht dem gesunden Mini-Baum für das Wohnzimmer nichts mehr im Wege.
Quelle: Deavita

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