Die einen mögen‘s schlicht einfarbig, die anderen bevorzugen Muster und spezielle Techniken, um ihre Eier besonders kreativ zu gestalten. Die aktuelle Situation bedeutet für viele Menschen, dass sie dafür in diesem Jahr auch Zeit haben – und Kinder müssen ja auch beschäftigt werden…

Farben
Es ist fraglich, ob man in der aktuellen Situation Ei-erfarben bekommt, aber wer weiß, was geschieht. Letztlich ist es aber kein Problem: Man kann zum Färben auch auf natürliche Farbstoffe zurückgreifen. Der Effekt stellt sich nicht so schnell wie bei speziellen Eierfarben ein, aber wir haben ja aktuell Zeit…
• Beige bis Dunkelbraun – Zwiebelschalen (jetzt schon anfangen zu sammeln) müssen zuvor 30 Minuten ausgekocht werden
• Rosa bis Rot – Rote Bete
• Gelb – Gelbwurz: kann man schon während des Eierkochens hinzufügen
• Gelb bis Gelbgold – Birkenblätter, müssen zuvor 30 Minuten kochen
• Grün – Spinat
• Violett – rote Rüben
• Orange – Möhrensaft
• Rosa – Püree aus Erd- oder Preiselbeeren
• Graublau – Püree aus Blaubeeren oder Holunder
• Hellblau – Saft aus Rotkohl (gekochte Eier sollten darin lange verweilen)

Abstraktes Muster
Bereiten Sie die Farben wie gewohnt vor (z.B. in einem Einweg-Muffinbackblech), legen Sie Küchenpapier bereit und stellen Sie ein Ei in eine beliebige Farbe. Halten Sie es für einige Zeit fest, nehmen Sie es wieder heraus und tupfen Sie die feuchte Farbe mit Küchenpapier ab. Stellen Sie es anschließend in einer anderen Position in die nächste Farbe. So machen Sie beliebig oft weiter, bis Ihnen das abstrakte Osterei gefällt. Sie können auch Handschuhe tragen, um sich die Hände beim Halten nicht einzufärben.

Mit Gummiband
Die nächste Idee ist ebenfalls äußerst einfach. Sie färben dafür die Eier wie gewohnt, nur dass Sie vor-her auf beliebige Weise Gummibänder (oder Schnur) drumherum binden. Sie können nicht nur unterschiedliche dicke Bänder verwenden, sondern diese auch auf verschiedenste Weise um das Ei wickeln und so beispielsweise nur in der Mitte Streifen erhalten oder aber überall auf dem Ei. Eine schöne Idee ist auch, das Ei erst in einer hellen Farbe einzufärben und wenn diese getrocknet ist, den Gummi zu verwenden, um es dann in eine andere Farbe zu legen. Wenn Sie die Bänder nun entfernen, ist die erste Farbe noch zu sehen. Natürlich lassen sich so auch mehr als zwei Farben kombinieren, indem Sie beispielsweise die zuvor erwähnte Technik verwenden.

Mit Pflanzen und Blüten
Suchen Sie nach Blüten, Kräutern, Gräsern, Blättern – und einer alten Feinstrumpfhose. Nehmen Sie ein Ei und legen Sie das gewünschte Blatt oder die eine Blüte auf eine beliebige Stelle (manche Blüten haften besser, wenn Sie sie vor in Wasser tauchen). Stülpen Sie das Ei dann in ein Stück Feinstrumpfhose und binden Sie mit einem Doppelknoten oder Schnur/Draht alles fest zusammen. Seien Sie dabei vorsichtig, dass Ihr Blatt/Ihre Blüte nicht verrutscht. Kochen Sie das Gemüse (siehe ersten Tipp), bis das Wasser eingefärbt ist. Geben Sie Essig ins Wasser und kochen Sie darin für 30 Minuten die Eier. Lassen Sie sie dann weitere 2 bis 3 Stunden darin ziehen. Anschließend können Sie Strumpfhose und Pflanzen entfernen.

Mit Küchenpapier
Sicher haben Sie schon einmal festgestellt, dass die winzigen Noppen auf so manchem Küchenpapier schöne Motive und Muster formen. Diese können Sie sich zu Nutzen machen. Sie brauchen gekochte Eier, Küchenpapier, Ostereierfarben (Lebensmittelfarben oder natürliche Farben), Gefrierbeutel, Gummibänder und optional auch Handschuhe. Bereiten Sie zunächst wie gewohnt die Farben vor, legen Sie Küchenpapier in eine Back- oder Auflaufform und tropfen Sie verschiedene Farben darauf. Sind Sie mit dem Farbschema zufrieden, ziehen Sie die Handschuhe an, legen Sie ein Ei auf das Papier, wickeln Sie es darin ein und fixieren Sie alles mit Gummibändern. Anschließend verstauen Sie das eingewickelte Ei in einem Gefrierbeutel, den Sie ebenso noch einmal mit Gummibändern schön festbinden können. Lassen Sie die Farbe nun ein paar Stunden wirken. Dabei werden nicht nur die Farben übertragen, sondern auch die Muster vom Papier.

Mit Reis
Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber. Sie geben Reis und ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in einen verschließbaren Gefrierbeutel (für 200g Reis etwa 7 bis 8 Tropfen). Verschließen Sie den Beutel und vermengen Sie alles durch Kneten gut miteinander, um den Reis einzufärben. Dann legen Sie gekochte kalte Eier in die Beutel, verschließen sie wieder und drehen und wenden sie darin vorsichtig, bis sie eingefärbt sind. Dabei entsteht ein hübsches unregelmäßiges Muster. Anschließend können Sie jedes Ei in eine weitere Farbe geben für mehrfarbige Designs oder Sie belassen es bei einer Farbe.Mit KlebebandBereiten Sie die Farben vor und legen Sie das erste Ei (gekocht oder ausgepustet) für etwa 10 Sekunden in eine beliebige Farbe. Nehmen Sie es heraus und trocknen Sie es mit Küchenpapier ab. Schneiden Sie Quadrate aus dem Klebeband und kleben Sie sie gut auf das Ei (z.B. wie im Bild 4 Reihen aus je 3 Quadraten). Legen Sie das Ei erneut in dieselbe Farbe, diesmal für etwa 15 bis 20 Sekunden und trocknen Sie es anschließend wieder ab.Schneiden Sie dann ganze Streifen Klebeband ab und kleben Sie sie entlang der Quadrate. Zusätzlich dazu wickeln Sie ein weiteres Stück Band rund um das Ei, sodass es sich mit den anderen überkreuzt. Färben Sie es erneut in derselben Farbe für 30 Sekunden, nehmen Sie es heraus, trocknen Sie es ab und entfer-nen Sie das Klebeband. Fertig sind die fröhlichen Eier!
Mit Öl
In Tassen mischen Sie warmes Wasser, 2 EL Essig, 1 El Öl und Eierfarbe (eine pro Schüssel). Da Öl und Wasser sich nicht mischen lassen, bleibt das Olivenöl auf der Oberfläche schwimmen. Tauchen Sie das Ei mit einer Gabel in die gewünschte Farbe ein und lassen Sie es darin, bis die Farbe wirkt. Herausnehmen, mit Papiertuch überschüssiges Öl abwischen.

Mit Serviettentechnik
Hierfür benötigen Sie die oberste Lage von hübschen Servietten, aus denen Sie die gewünschten Motive ausschneiden oder herausreißen. Als Klebstoff kann man Eiweiß vom Eigelb trennen, zum Eiweiß 1 EL Zucker geben und zusammenschlagen. Unter dem entstehenden Schaum bleibt eine dünne Flüssigkeit – der natürliche Klebstoff. Tragen Sie die Flüssigkeit zuerst auf das Ei, dann auf das Serviettenstück das sie aufs Ei drücken. Alles wird mit einer weiteren Klebe-Schicht bestrichen.

Der nötige Feinschliff
Egal für welche Technik zum Eier färben Sie sich ent-scheiden, die Muster kommen zum Schluss erst so richtig schön zur Geltung, wenn Sie sie zum Glänzen bringen. Wie das funktioniert? Geben Sie ein klein wenig Pflanzenöl auf ein Tuch und reiben Sie damit die Eier ein ,alternativ funktioniert auch eine Speckschwarte. Zum Schluss wischen Sie noch ein weiteres Mal mit einem sauberen und trockenen Tuch nach und schon können Sie sie im Osternest oder Osterkörbchen arrangieren.

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