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Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte

(Eduard Mörike)
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Blumen blühen, die Sonne strahlt. Der Frühling ist in vollem Gange. Doch vielen Menschen fallen erst einmal die Augen vor Müdigkeit zu. Das Phänomen nennt man Frühjahrsmüdigkeit. Manche sagen aus Spaß: Der Winterschlaf geht nahtlos über in die Frühjahrsmüdigkeit, die Sommerträgheit, den Herbst-Blues und schon ist man wieder im Winterschlaf… Doch so schlimm ist es nicht.

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern ein Zustand, der vor allem durch den Wechsel verursacht wird. Die Tageslänge und die Menge an Licht beeinflussen alle Organe und Körpersysteme bis hinein in die einzelnen Zellen.
Zwischen den Jahreszeiten kommt es somit zu einer Variante des Jetlags. So erklären sich auch die anderen “Müdigkeiten” der verschiedenen Jahreszeiten.

Was passiert im Körper?
Der Körper ist im Frühjahr das Tageslicht und die Sonne quasi (noch) nicht gewohnt – auch wenn wir hier auf unserer schönen Sonneninsel diesbezüglich mehr verwöhnt werden als andere. Die Kälte des Winters weicht wärmeren Temperaturen, worauf der Organismus mit erweiterten Blutgefäßen reagiert. Dies hat ein Absacken des Blutdrucks zur Folge – und Müdigkeit. Darüber hinaus kann es auch zu Schwindelgefühl, Kreislaufschwächen, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit kommen.
Wenn das Wetter ein wenig verrückt spielt und es zu aufeinander-folgenden Warm-Kalt-Perioden kommt – auf Mallorca gab es im März Wechsel von 27 Grad an dem einen und 15 Grad an dem anderen Tag –, tritt auch das Phänomen häufiger auf. Hinzu kommt der geringe Serotoninspiegel (Glückshormon) und der erhöhte Melatoninspiegel. Dieses Hormon steuert den Tag-Nacht-Rhythmus. Das Ungleichgewicht der beiden Hormone sorgt ebenfalls für ein wenig Unordnung im Körper, der mit Müdigkeit darauf reagiert. Man isst im Gegensatz zum Winter nun leichtere Kost, allerdings bringen kalorien-, fett- und kohlenhydratärmere Speisen auch weniger Energie, Vitamine und Proteine. Auch dies kann während der Umstellung zur Schlappheit führen.

Wer ist betroffen?
Wetterfühlige Menschen sind anfälliger als Menschen, die mit den Jahreszeitenwechseln weniger Probleme haben. Auch wenn die Temperaturunterschiede auf Mallorca nicht so groß werden können wie in deutschen Gefilden, so spürt der Körper sie sehr wohl. Auch Menschen mit generell niedrigem Blutdruck haben mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen. Darunter sind mehr Frauen als Männer und eher ältere Menschen als Jüngere.

Was kann man tun?
Bewegung hilft. Vor allem Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne. Je schneller man, d.h. der Körper sich an die steigenden Temperaturen gewöhnt, desto rascher verfliegt auch die Müdigkeit. Das Licht kurbelt außerdem die Serotoninproduktion an und sorgt somit für gute Laune. Sport ist generell gut für die Fitness und lässt den Blutdruck steigen. Wer sich allerdings über einen längeren Zeitraum erschöpft fühlt, sollte bei einem Arzt mögliche andere Ursachen abklären. Verstärkte Müdigkeit kann auch ein Symptom für Schilddrüsenunterfunktion oder Depression sein. Gegen Kreislaufbeschwerden helfen Gymnastik und Wechselduschen, wobei man stets mit dem kalten Wasser aufhören sollte.
Außerdem sollte man auf seine Ernährung achten. Viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot und leicht verdauliche Proteine sind jetzt angesagt. Das Ganze aufgeteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten. Geben Sie Ihrem Körper ein wenig Zeit, zwingen Sie ihn nicht zu Höchstleistungen, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Körperrhythmus.

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