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Andrea Keller, Gründerin von Keller Dog Academy, ist 49, in einem kleinen niedersächsischen Dorf geboren und wuchs mit Hunden auf. „Schon damals sagte mir mein Bauchgefühl, das belohnen besser ist als strafen.“ Auf dem Hundetrainingsplatz wurde sie müde belächelt, als sie ihrem Hund mit dem Leckerli-Beutel winkte und nicht im Kasernenton mit ihm sprach. Zunächst lernte sie Zahntechnikerin, doch später folgte eine Ausbildung zur Dogwalkerin. Desweiteren folgten etliche Seminare und intensive Coachings. Nach etwa vier Jahren hat sie dann den Trainerschein absolviert: „Weil ich gemerkt habe, dass ich mehr will, als nur das Dogwalken oder eine Hundepension zu leiten.“

Hundeseelen muss man verstehen
Stattdessen geht es ihr um Aufklärung. Aus Unsicherheit oder falschen Informationen – wie sie meint, auch verschuldet durch die TV Sendungen – seien so viele Menschen mit dem Verhalten ihrer Hunde überfordert und unglücklich. Daraus folgernd wurde sie immer mehr zum „Sprachrohr“ der Hunde. Sie half in Folge Hundehaltern, ihre Hunde zu verstehen, und in Tierheimen konnte sie „schwer zugängliche Hundeseelen aus ihren Angstzuständen holen und ihnen helfen, ihre traumatischen Erlebnisse nicht weiter zu verfestigen.“
Hundecoach mit Mission
Aktuell ist sie seit April mit ihrem Wohnwagen und ihrer 14-jährigen Hündin Möhrchen, die sie aus einem Tierheim geholt hat, in Spanien unterwegs. Sie begleitet das Mensch-Hundeteam mit einem intensiven und ganzheitlichen, natürlich individuellen Coaching. Sie gibt Infoabende und bietet dank ihres Wohnwagens, eine mobile Hundebetreuung mit Training an. Es gibt verschiedene Kurse an und in naher Zukunft auch Seminare, die sie gemeinsam mit renommierten Dozenten und Referenten abhält. Diese sind für Trainer und interessierte Hundehalter gedacht. Auch Aufklärung in Schulen und Kindergärten liegt ihr am Herzen: “Denn gerade bei den Kindern ist es wichtig die Weichen der Achtsamkeit und des Respekts richtig zu stellen. Tierschutz beginnt in meinen Augen schon dort!”

Andrea Keller mit Möhrchen

Training mit Belohnung
Ihr Erziehungsmodell basiert auf der Philosophie das gute Verhalten zu verstärken. Im richtigen Moment mit der richtigen Belohnung. Sie arbeitet ohne jegliche Straf- oder Schreckreize. Mit liebevoller Konsequenz und dem Markersignal hat sie stattdessen ein schnelles und verständliches Trainingskonzept erarbeitet. „Man muss nicht die Symptome bekämpfen, sondern den Ursprung ermitteln und beheben.“ Dafür erstellt sie zunächst sozusagen eine Anamnese: sie beobachtet das Tier, fragt seinen Halter und lässt sich die Probleme erklären. Darauf folgt das Coaching. „Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich in der Regel zwei bis fünf Treffen benötige. Dann lasse ich die Hundehalter mit Lesestoff und sehr viel Imput allein, bin aber jederzeit für Fragen erreichbar.“ Nach ein paar Wochen kommt sie zur Kontrolle und zum Vertiefen wieder.

Unterschiede Deutschland-Spanien?
In Spanien hinke man in der Hundeerziehung ein wenig hinterher, meint Andrea Keller. „Hier wird immer noch, wie vor 20 Jahren, an der Leine geruckt und gerissen. Eine völlig veraltete Methode. Das man mit Gewalt oder Druck nur oberflächlich etwas verändert, wird nicht mitgeteilt.“ Die Emotionen würden bleiben und der Hund folgt lediglich aus Angst vor der Strafe. Das macht gerade bei Angsthunden mehr kaputt, als man sich vorstellen kann.“ Stachelhalsbänder und sonstige sogenannte „Erziehungshilfen“ lehnt sie somit auch komplett ab. „Man muss die Bedürfnisse aus der Sicht der Hunde sehen. Achtsamkeit ist so unglaublich wichtig. Denn nur wenn ich eine gesunde und enge Bindung zum Tier habe, kann ein Training Erfolg haben.“ Als Hundecoach betreut sie übrigens alle Rassen.
Haus- und Hundesitting
Möglich ist auch eine Kombination von Haus- und Hundesitting oder -training. „Oft kann man den Hund nicht mit in den Urlaub nehmen. Aber viele Hunde bekommen ohne ihre Besitzer Angst, verweigern das Essen, kommen aus der Tierpension verstört zurück. Da ist eine erfahrene Betreuung wichtig und alles bleibt so, wie es der Hund gewohnt ist. Stressfrei.“ Bei Bedarf erfolgt zusätzlich ein Training für den Hund, und das Haus ist bewohnt und wird gleichzeitig „bewacht“.
Kontakt: Keller Dog Acadamy www.kellerdogacademy.com Unter Keller Dog Academy auch bei Instagram und Facebook Mail: keller-dog@gmx.de

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