Waren Sie schon einmal im Palma Aquarium (www. palmaaquarium.com) und haben sich dort die im Medusarium gehaltenen Quallen angeschaut! Es sind faszinierende, schillernde fast mythische Wesen. Doch wenn man auf sie ohne schützende Glastrennung live triff t, dann ist das mit der Faszination schnell vorbei. Die Überfischung, aber auch der Wegfall natürlicher Feinde auf Grund der Meeresverschmutzung (Quallen überleben alles) sind Gründe für die intensive Quallen-Vermehrung.
600 Millionen Jahre
Etwa so lange gibt es Quallen schon und zwar in etwa 3.000 verschiedenen Arten von einem Millimeter Größe bis zu mehreren Metern Durchmesser. Es seien die überlebensfähigsten Tierchen der Welt, sagen Forscher. Sie haben weder Hirn noch Herz oder Blut, aber Nerven und Sinneszellen. Damit können sie z.B. zwischen hell und dunkel unterscheiden. Und spezifi sche Automatismen führen dazu, dass sie Opfer “erkennen”, Geschlechts-partner finden oder Gefahren ausweichen. Außerdem sind Quallen kleine Wundertiere. Verlieren sie einen Fangarm oder wird der Quallenschirm beschädigt, so können sie diese quasi reparieren bzw. das fehlende Körperteil wieder nachbilden. Einzig die Trockenheit ist ihr natürlicher Tod, denn immerhin besteht eine Qualle zu 95 Prozent aus Wasser.

Begegnung der schmerzhaften Art
Auf Grund von zahlreichen Wasser-, Wind- und Strömungsanalysen lässt sich in etwa lokalisieren,wo die lieben Tierchen am Ende landen, denn sie treiben auf dem Meer und können sich lediglich durch Pumpaktionen nach unten oder oben und nur wenig seitlich bewegen. Es sind demnach keine Angreifer, sondern man trifft “zufällig” auf sie. Man sollte demnach vorsichtshalber in gefährdeten Zonen nicht bei anlandigem Wind schwimmen gehen. Denn je nach Quallenart kann dieser “Zufall” sehr schmerzhaft werden. In dieser Saison wurden bereits die gefährlichen Portugiesischen Galeeren sowie die weitaus harmloseren Segelquallen gesichtet.
Nicht anfassen!
Auch Tiere, die die Wellen an den Strand gespült haben und dort sterben, sollte man nicht anfassen, denn das Nesselgift wirkt auch nach ihrem Tod. Sind Sie betroff en, sollten Sie die etwaig verbliebenen Tentakelreste mit der Pinzette entfernen und dann die Stelle mit Salzwasser reinigen, NICHT mit Süßwasser. Auch für die schmerzlindernde Kühlung sollten daher keine Eiswürfel pur auf die Stellen gehalten werden, sondern immer nur in einer Tüte verpackt. Bitte nicht reiben und keinen Sand drüber streuen – wie ab und an fälschlicherweise empfohlen wird.

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