Immer mehr Menschen sind von Demenz betroffen. Demenz ist nicht immer Schicksal, das man annehmen oder hinnehmen muss. Inzwischen gibt es Risikofaktoren, die der Einzelne beeinflussen kann. Dazu gehören: Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel, zu wenig oder zu viel Schlaf, sogar bestimmmte Medikamente und auch eine ungünstige Ernährungsweise.

Studie basiert auf 20 Jahre andauernden Befragungen Welche Ernährungsform den kognitiven Verfall bremsen und damit das Demenzrisiko reduzieren kann, wurde in einer Studie untersucht, die im Oktober 2019 in einem amerikanischen Fachjournal erschienen war. Darin zeigte sich, dass insbesondere eine pflanzenbasierte Ernährung – wenn man sie im mittleren Alter praktiziert – im späteren Leben mit einem signifikant niedrigeren Risiko für Demenz einhergeht. Die Studie überprüfte Daten von über 60.000 Menschen aus Singapur. Dafür wurden Erwachsene im Alter von 45 bis 74 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 20 Jahren hinweg immer wieder zu ihrer Lebens- und Ernährungsweise befragt. Über 14 Prozent der über 70-Jährigen zeigte Demenzsymptome

Pflanzenbasierte Ernährung
Konkret wurde auch nach pflanzenbasierter Ernährung befragt. Als Orientierung dienten die Richtlinien verschiedener, aber sehr ähnlicher Ernährungsformen, z. B. der pflanzenbasierten mediterranen Ernährung oder auch der DASH-Ernährung. DASH steht dabei für Dietary Approaches to Stop Hypertension. Es handelt sich also um eine Ernährungsform, die ursprünglich zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks eingesetzt wurde. Je konsequenter nun die Studienteilnehmer die Regeln einer pflanzenbasierten Ernährung eingehalten hatten, umso besser konnten sie sich vor kognitivem Verfall schützen, nämlich um bis zu 33 Prozent (im Vergleich zu jenen Personen, die sich am wenigsten an Richtlinien einer pflanzenbasierten Ernährung orientiert hatten).

Die Regeln der pflanzenbasierten Ernährung
Die Richtlinien sind daher nicht einmal besonders streng und können im Grunde von jedem Menschen problemlos umgesetzt werden, der Spaß an einer gesunden Ernährung hat:
• Als Grundnahrungsmittel dienen Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse.
• Will man tierische Lebensmittel integrieren, dann seien etwas Fisch und fettarme Milchprodukte möglich.
• Fleisch sollte besser nur selten und wenn, dann in Form von Geflügel gegessen werden.
• Fertigprodukte isst man möglichst gar nicht, was automatisch zu einem niedrigeren Salzkonsum führt.
• Alkohol trinkt man besser nicht und wenn nur in kleinen Mengen. Hochprozentiges wird komplett gemieden.
• Was die Wahl des richtigen Fetts angeht, so solle man insbesondere Öle aus vorwiegend einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und/oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren
(z. B. Hanföl, Rapsöl, Leinöl) verwenden. Gesättigte Fette solle man bestmöglich reduzieren.

Pflanzenbasierte Ernährung hilft generell
Sehr praktisch an der pflanzenbasierten Ernährung ist, dass sie nicht nur das Demenzrisiko reduzieren kann, sondern sich auf alle Bereiche der Gesundheit positiv auswirkt – ob es sich nun um Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Gelenkerkrankungen, chronisch entzündliche Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Altersbeschwerden oder das Krebsrisiko handelt. Nicht zuletzt gilt die konsequent pflanzenbasierte Ernährung auch als die beste Ernährung für die Zukunft, für Umwelt, Tier- und Klimaschutz.
Quelle: Zentrum der Gesundheit

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