Die Haut wird im Winter besonders beansprucht, denn durch warme Heizungsluft und niedrige Außentemperaturen wird ihr viel Feuchtigkeit entzogen. Zeitgleich werden durch die Kälte wesentliche Schutzfunktionen der Haut gedrosselt. Die ohnehin empfindliche Gesichtshaut ist besonders betroffen, denn sie lässt sich nur schwer durch Kleidung oder Accessoires schützen. Aber auch andere Körperteile, wie Finger, Ellenbogen, Knie und Füße sind in der kalten Jahreszeit anfälliger. Was also tun, um dem Reizklima etwas entgegen zu setzen?

Funktionsweise und Schlussfolgerung

Der Aufbau der Haut lässt sich von außen nach innen grob in Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut unterteilen. Die Oberhaut soll die unteren Hautschichten vor Umwelteinflüssen schützen. Die Talgdrüsen in der Lederhaut versorgen sie mit Fett, das einen Säureschutzmantel darstellt. Wenn dieser Schutz fehlt, wird die Haut trocken und rissig, je nach Schweregrad der Austrocknung kann es auch zu Juckreiz und Ekzembildung führen. Dieser Mechanismus wird im Winter durch die kalten Temperaturen begünstigt, weil sie die Talgproduktion hemmen. Hinzu kommt, dass viele Menschen sich seit Monaten coronabedingt häufiger die Hände waschen, um Infektionen vorzubeugen. Auch zu heißes Wasser und zu langes Duschen können die Hautflora aus dem Gleichgewicht bringen. Dies trocknet die Haut zusätzlich aus. Nun ist es wichtig, der Haut von außen den notwendigen Schutz in Form von Pflegesubstanzen zukommen zu lassen. Besonders betroffen sind übrigens Senioren, weil die Talgproduktion im Alter nachlässt.

Pflegende Wirkstoffe

Hautpflegeöle wie Mandelöl, Jojobaöl oder Macadamiaöl schützen und pflegen die Haut in den kalten Wintermonaten und halten sie geschmeidig. Calendula, Arnika und Kamille wirken entzündungshemmend und beruhigend, während Mineralien, Vitamine und Antioxidantien die Selbstschutzmechanismen der Haut aktivieren. Trockene und rissige Hautpartien werden nach der Pflege mit rückfettenden Wirkstoffen wie Urea wieder streichelzart. Gleichzeitig wird dadurch der Bildung von Hornhaut entgegengewirkt. Bei extrem rauen oder juckenden Hautstellen hilft es Wundsalbe auf die beanspruchten Hautstellen aufzutragen. Anhaltende Trockenheit, starker Juckreiz oder schmerzhafte und stark gerötete Hautstellen können jedoch auch auf Hautkrankheiten hinweisen. In diesem Fall sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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Quelle: medicalpress

Muskeln entspannen mit Vollbad, Wärmepad und Co

Nasskaltes Wetter, eisiger Wind und nicht warm genug angezogen – im Herbst und Winter leiden viele Rückengeplagte gleich doppelt: Durch Zugluft und Kälte zwickt es noch viel häufiger als in den wärmeren Monaten. Wie kann man üblen Verspannungen oder Rückenschmerzen im Winter am besten vorbeugen? Oft ist es gar nicht die Kälte, die einen Hexenschuss oder andere Muskelschmerzen auslöst, sondern der Bewegungsmangel. Dass das den Bandscheiben, Knien und der Hüfte nicht wirklich gut tut, kann sich auch die entspannteste Couchpotato denken. Aber egal, ob kalter Luftzug oder Bewegungsmangel – wenn es im Kreuz oder anderswo schmerzt, hilft im Winter am besten Wärme! Hier ein paar Tipps:

  • Zwiebellook für Draußen, damit man sich im warmen Inneren “schälen” kann.
  • Sport macht müde Muskeln warm und durchblutet sie, denn dies ist die beste Vorbeugung gegen Schmerzen.
  • Zum Aufwärmen in die Sauna, denn dort werden Muskeln aufgewärmt und das Immunsystem trainiert.
  • Wannenwonnen mit spannenden Bade-Zusätzen wie Moor-Essenzen, Nadelhölzer oder Rosmarin, die Schmerzen nachhaltig lindern können.
  • Solebäder oder ätherische Öle wie Cajeput oder Zypresse sorgen für eine verbesserte Durchblutung.
  • Wohlige Wärme den ganzen Tag über dank Wärmepflaster und -umschläge.
  • Abendrituale für eine entspannte Nacht mit Massagen und durchblutungsfördernden, wärmenden oder schmerzlindernden Ölen für Muskeln und Gelenke.
  • Warmer Tee und Wärmflasche

Quelle: medicalpress

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