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Die ganze Welt – nun ja, ein Teil der Welt – radelt schon fröhlich auf der Insel. Das sollten Sie auch. Falls Sie aber bislang Ihr Rad eher in der Garage stehen hatten, sollten Sie es zuvor genau überprüfen. Denn in einer Winterpause kann viel geschehen…

Reifenprüfung
Bei langer Nichtbenutzung entweicht auch dem besten Schlauch Luft. Also wieder frisch aufpumpen. Vorher noch genau prüfen, ob die Reifen an den Flanken brüchig geworden sind oder vielleicht auch durch Gegenstände wie Glasscherben, Nägel etc. Beschädigungen abbekommen hat. Bei dieser Gelegenheit können auch Felgen und Speichen auf Beschädigungen hin überprüft werden. Für den korrekten Reifendruck hilft beispielsweise ein Reifendruckmesser wie der „Airmax Pro“ von Schwalbe oder eine Luftpumpe mit Manometer. Der zulässige minimale und maximale Reifendruck ist an der Reifenflanke angegeben.

Bremsen kontrollieren
Verschlissene Bremsbeläge verlangen einen rechtzeitigen Austausch. Bei mechanischen Felgenbremsen zeigen Kerben in den Bremsklötzen, ob noch Reserven vorhanden sind. Falls nicht: Die Bremsklötze wechseln! Ein weiterer Indikator für einen anstehenden Austausch sind u. a. kratzende Geräusche beim Bremsen.
Scheibenbremsen sind immer verbreiteter und funktionieren wetterunabhängig besser. Wer sich hier technisch unsicher fühlt, sollte lieber den Fachmann einen geübten Blick darauf werfen lassen. Generell ist bei allen hydraulischen Bremssystemen der Gang zum Fachhändler ratsam.

Licht testen
Die Lichtanlage ist bei Früh- und Spätfahrern im Jahres-Dauereinsatz, da sie morgens und abends immer mit Licht unterwegs sind. Falls einem mal kein Licht aufgeht, sollte man die Leitungen und Kontakte prüfen. Das durchgebrannte „Birnchen“ ist heute Schnee von gestern. Moderne LED-Leuchten halten zuverlässig ein Fahrradleben lang. Zudem: Ist der Scheinwerfer fest verschraubt? Trifft der hellste Teil des Lichtkegels ca. zehn Meter vor dem Rad auf den Boden? Gerade moderne LEDBeleuchtung kann den Gegenverkehr blenden, ist sie falsch eingestellt.

Gut geölt und geschmiert
Zur Reinigung der Kette lässt man sie am einfachsten durch einen trockenen Lappen laufen. Für gröbere Verschmutzungen nutzt man eine spezielle Kettenbürste, die durch die Form ihrer Nylonborsten das Säubern von Kette, Kassetten und Kettenblättern vereinfacht. Vom Schmutz befreit, wird die Kette anschließend geschmiert. Dies geht auch mit einem
Spray. Wenn Sie dabei langsam die Räder drehen, verteilt sich das Mittel besser. Überschüssiges Schmiermittel sollte danach entfernt werden, da es als Schmutzfänger wirkt.

Verschraubt und geputzt
Zum Ende des Checks sollten nochmals die Schrauben an allen wichtigen Bauteilen wie Vorbau, Lenker, Kurbel und Kettenblättern auf ihren richtigen Sitz hin überprüft werden. Mit einem Multitool können die lockeren Schraubverbindungen wieder festgezogen werden. Nun fehlt nur noch der richtige Glanz fürs Rad. Gröberen Dreck entfernt man am besten mit Handfeger oder Bürste, an schwer zugänglichen Stellen können auch eine alte Zahnbürste oder ein Borstenpinsel Hilfe bieten. Anschließend mit lauwarmem Wasser und einem strapazierfähigen Lappen das Fahrrad reinigen. Spezielle Fahrradreiniger helfen hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen. Hochdruckreiniger sind beim Radputz übrigens tabu: Sie können Schmutz und Feuchtigkeit in die Lager pressen und diese dadurch beschädigen. Abschließend erfolgt eine Schutzpolitur. Sie pflegt die Oberflächen, schützt vor UVStrahlen und sorgt für einen langanhaltenden Glanz. So wirkt selbst ein alter Drahtesel wie neu.
Quelle: u.a. Pressedienst Fahrrad

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