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Wenn bei Renovierungsarbeiten alte Keramikfliesen oder Kacheln übrig bleiben, stellen sich Heimwerkerinnen und Heimwerker häufig die Frage, was sie mit den Resten anfangen sollen. Oft wäre es einfach zu schade, sie wegzuwerfen. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick und Kreativität lassen sich die Fliesenreste gut für das Upcycling von Möbeln benutzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem modernen Fliesentisch, einem Mosaik-Tisch im mediterranen Look oder einem kleinen Beistelltisch? Dies könnte auch eine perfekte Geschenkidee sein.

Der Tisch als Basis
Zuerst benötigt man einen passenden Tisch als Basis. Alte Holztische eignen sich für diesen Zweck besonders, da sie häufig sehr robust sind, und oft auf Dachböden oder in Kellerräumen verschwunden sind, weil ihr rustikaler Look nicht mehr in Mode ist. Im Prinzip ist es egal, welche Form er hat. Bei runden Tischplatten ist es deutlich einfacher, mit kleinen Mosaikmustern statt mit großen Fliesen zu arbeiten. Wer keinen passenden Tisch daheim hat, kann sich natürlich auch ein günstiges Exemplar kaufen. Bevor man die Fliesen aufklebt, kann auch der Tisch noch ein wenig aufgehübscht werden, beispielsweise, indem er abgeschliffen und neu lackiert wird.

Fliesenstücke ordnen
Ist der Tisch gefunden, geht es an die Fliesen. Praktisch ist es, sich erst einen Überblick zu verschaffen und die Fliesenstücke nach Farbe, Form und Größe zu ordnen. Bei gleichbleibenden Mustern ist es vergleichsweise einfach zu entscheiden, wie man die Fliesen später auf dem Tisch zusammenlegen will. Bei Mosaiktischen ist etwas mehr Feingefühl gefragt. Zerbrochene Fliesenstücke lassen sich zum Beispiel wie bei einem Puzzle anordnen. Auch Bilder lassen sich so umsetzen. Häufig hilft es, etwas herumzuprobieren, bis das Muster so aussieht, wie es einem gefällt. Dafür sollte man sich also Zeit lassen. Das Fliesenmuster soll immerhin später das Highlight des Tisches sein.

Die Fliesen aufkleben
Hat man sich für ein Muster entschieden, geht es ans Eingemachte: Die Fliesen werden aufgeklebt. Dafür sollte die Tischplatte möglichst glatt sein, damit der Kleber gleichmäßig gut haftet. Vielleicht sollte man Holztische ein wenig abschleifen. Es macht auch Sinn, den Untergrund gründlich zu reinigen. Im Anschluss wird ein Fliesenkleber mit z.B. einer Kelle aufgetragen. Im ersten Schritt wird der Kleber gleichmäßig verteilt. Im zweiten wird er mit einem Zahnspachtel gekämmt, damit eine gleichmäßig gerillte Struktur entsteht. Im Anschluss werden die Fliesen aufgeklebt. Bei Mosaiken ist es am besten, wenn man in der Mitte des Musters anfängt. So kann man sicher sein, dass die Mitte des Bildes tatsächlich auch in der Mitte des Tisches liegt. Dabei sollte man vor allem bei kleineren Fliesenteilen darauf achten, dass sie gleichmäßig in den Kleber gedrückt werden. Der Fugenabstand sollte einige Millimeter betragen

Fugen füllen
Nachdem der Kleber getrocknet ist, kann mit dem Verfugen begonnen werden. Besonders gut eignet sich dafür ein sogenanntes Fugenbrett. Die Holzkanten werden mit Kreppband vor Verschmutzung geschützt. Der Fugenmörtel wird so lange diagonal über die Fugen gestrichen, bis sie gefüllt sind. Sehr ordentlich wird das Ergebnis, wenn nach einem kurzen Antrocknen des Mörtels die Fläche mit einem Schwammbrett abgezogen wird. Ansonsten können die Mörtelreste auch mit einem Tuch oder Schwamm abgewischt werden. Nach dem Trocknen kann die Fliesenfläche dann endgültig von Mörtelresten befreit werden. Wer will, kann auch die Kanten des Tisches mit dünnen Fliesenscheiben verkleiden. So entsteht ein individuelles Möbelstück, auf dem man nur zu gerne seine Zeitung oder seine Tasse mit Kaffee abstellen mag.
Quelle: Deavita

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