Es geht um den richtigen Umgang mit Kerzen, speziell mit Duftkerzen. Einfach nur anzünden und am Ende wieder ausblasen wäre da eindeutig zu wenig. Licht, beziehungsweise eine Kerze, muss man auch putzen und pflegen. Früher gab es die sogenannten Lichtputzer, die unter anderem in Theatern die Kerzen am Brennen halten und so für eine gleichmäßige Beleuchtung sorgen sollten. Dafür mussten regelmäßig die Dochte gekürzt werden. Dies machte man mit der Dochtschere.

Heute ist das bei den meisten Kerzen nicht mehr nötig – bei voluminösen Duftkerzen aber noch immer sinnvoll. Vor dem Anzünden sollte man den Docht auf circa fünf Millimeter stutzen, damit die Kerze nicht rußt und gleichmäßig abbrennt. Sollte sich dennoch in der Mitte ein Trichter bilden, könnte das daran liegen, dass man sie zu kurz brennen lässt. Erst nach zwei bis drei Stunden – je nach Durchmesser – hat sich die oberste Wachsschicht komplett verflüssigt. Gelöscht wird die Kerze dann am besten, indem man den Docht kurz ins flüssige Wachs dippt – oder ein Löschhütchen zum Einsatz bringt. Das raubt der Flamme einfach den Sauerstoff und vermeidet so Rauch, Ruß und herumfliegende Glutkrümel. Und lässt den Rosenduft noch ein Weilchen unverqualmt im Raum schweben, wenn die Kerze schon verloschen ist.

So gibt es von der schwedischen Firma Byredo (siehe auch Seite 41) eine passende und darüber hinaus auch stilvolle Dochtschere. Und die schon 1607 gegründete Firma Skultuna hat das Löschhütchen, oder wie es so hübsch auf englisch heißt “Candlesnuffer”, Flora auf dem Markt – aus poliertem Messing und in der Form einem Narzissenkelch nachempfunden. Designt wurde es von dem schottischen Designer Nick Ross. Mehr Abstand zur heißen Flamme hält man mit Skymning von Svenskt Tenn. Hierbei wurde ein Messinghütchen mit einem Nussbaumstab kombiniert.

www.byredo.com, www.skultuna.com und www.svenksttenn.se

Mehr Abstand zur heißen Flamme hält man mit „Skymning“ von Svenskt Tenn (120 Euro): Das Messinghütchen ist an einem Nussbaumstab befestigt. (Foto: Svenskt Tenn)

Dochtscheren – hier von Diptyque, über Ludwig Beck (28 Euro) – sind idealerweise unten gekröpft und endet in einer kleinen Plattform, die die glühende Dochtschnuppe auffängt. (Foto: Diptyque)

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