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Wer auch zu den hübschen hiesigen Umzügen der Heiligen Drei Könige eine Alternative sucht, der kann nach Alcoy, etwa 60 Kilometer nördlich von Alicante fahren. Dort findet der älteste Umzug dieser Art in ganz Spanien statt-immerhin seit 1866. Am Sonntag vor dem 6. Januar – dem Dreikönigsfest – nehmen als Hirten verkleidete Kinder mit ihren Herden an einer Prozession teil, um das neugeborene Jesuskind mit Geschenken zu ehren. Diese Kinderparade trägt den Namen „Les Pastoretes“. Von diesem Moment an steigt die Vorfreude unaufhaltsam bis zum 4. Januar, wenn ein königlicher Abgesandte die kurz bevorstehende Ankunft von Kaspar, Melchior und Balthasar verkündet. Hierzu verliest er in der ganzen Stadt eine Bekanntmachung. Er wird von kleinen Eseln, den so genannten „Burretes“, begleitet, die Briefkästen transportieren, in denen die Kinder ihre Wunschzettel an die Heiligen Drei Könige deponieren. Am folgenden Tag, dem 5. Januar, findet in der Dämmerung (18 Uhr) endlich das große Ereignis statt: Auf Kamelen reitend und mit zahlreichen Geschenken halten die Heiligen Drei Könige spektakulär Einzug in Alcoy.
Geführt von Fackelträgern („Antorcheros“), die ihnen den Weg leuchten, ziehen sie durch die Straßen der Stadt bis zum Platz der Heiligen Drei Könige mit dem gleichnamigen Denkmal, während weihnachtliche Musik ertönt und königliche Pagen („Els Negres“) den Kindern ihre Geschenke überbringen. Über rote Holzleitern steigen sie auf die Balkone und zu den Fenstern der Häuser – eine einzigartige und von Magie erfüllte Nacht. Diesen Trip kann man mit einem Aufenthalt in der Provinzhauptstadt Alicante verbinden, wo man die Altstadt und das Viertel Santa Cruz duchschlendern und die mittelalterliche Festung Santa Bárbara besuchen kann, eine Arroz a banda schmaust und den berühmten Turrón aus Alicante probiert.

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