Elektroautos, Feuer und Wasser

- Anzeige -

Elektroautos sind die Autos der Zukunft – auch wenn die Akzeptanz in der Bevölkerung immer noch zögerlich ist. Kein Wunder, sind die Autos doch teurer und Ladestellen knapp.

Allein der Konzern Volkswagen investiert in den kommenden fünf Jahren knapp 60 Milliarden Euro für die Zukunftsthemen Hybridisierung, Elektromobilität und Digitalisierung. Dies entspricht gut 40 Prozent der Investitionen in Sachanlagen und der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Planungszeitraum. Im Vergleich zur vergangenen Planungsrunde des Konzerns stellt dies einen Anstieg um etwa zehn Prozent dar. Rund 33 Milliarden Euro davon will man alleine für die Elektromobilität ausgeben.

Sicherheit bei Unfällen und Brandschäden Wenn bei einem Elektroauto die Batterie zu brennen beginnt, sind alle traditionellen Maßnahmen das Feuer zu löschen zumeist sinnlos, da sich in den Stromspeichern eine Kettenreaktion in Gang setzen kann. Die Akkus bestehen aus einer Vielzahl von Batteriezellen, die im Fall des Falles durch permanente Kurzschlüsse von Zelle zu Zelle das Feuer immer wieder erneut entfachen. Deshalb verfrachtet die Feuerwehr die Wagen sicherheitshalber in einen mit Wasser gefüllten Container, wo sie drei Tage bleiben. Zudem muss man mit einem weiteren Problem fertig werden: Teile eines solchen Wagens stehen unter Strom, der für Rettungskräfte gefährlich werden kann. Allerdings den Schluss zu ziehen, E-Fahrzeuge seien generell unsicher oder gerieten schneller in Brand als Autos mit Verbrennungsmotor, ist falsch. Lithiumionen-Batterien sind im Fahrzeug gut geschützt und fangen schwerer Feuer als etwa Benzin- oder Dieseltanks.

Dennoch: Fängt der Akku einmal an zu brennen, kann das zum so genannten thermischen Durchgehen führen. Hierbei erhöht sich die Temperatur in der betroffenen Zelle in Sekundenbruchteilen um mehrere 100 Grad, bis das Gehäuse zerstört wird, der Brand auf die benachbarten Zellen der Hochvoltbatterie übergreift und seine Stärke vervielfacht. Auf solche Phänomene müssen sich die Feuerwehren vorbereiten. Doch Feuer ist nicht die einzige Gefahr, der sich die Rettungskräfte bei Elektroautos stellen müssen. Der Austritt brennbarer oder giftiger Gase aus einer beschädigten Batterie, elektrische Schläge oder die Entstehung von Lichtbögen sind bei Unfällen mit Elektro- und Hybridfahrzeugen möglich. Der Weiterbildung von Feuerwehrleuten und Sanitätern in Bezug auf alternative Antriebe in Fahrzeugen kommt deshalb eine entscheidende Rolle zu.
Quelle: ampnet/hrr

- Anzeige -