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Seit dem 25. Mai dürfen wir ja alle wieder, und nicht nur die Schwimmsportler, an den Strand und ins Meer. Ob die Pools der Hotelanlagen dann ebenfalls wieder geöffnet werden dürfen? Diese Frage steht bei beiden Fällen im Raum: Ist das Schwimmen im Meer oder Pool überhaupt gefährlich? Letztlich geht es eher um die Ansammlung der Besucher am Meer, die sich dicht an dicht im Sand oder um den Pool drängeln als um die Gefährlichkeit des Wassers als potentiellem Überträger.

Chlor killt den Virus
Schauen wir zunächst auf den Pool. Von dem mit Chlor angereichertem Wasser geht keine Gefahr aus, denn das Virus wird dadurch zuverlässig inaktiviert. Oder wie man beim deutschen Umweltbundesamt (UBA) sagt: “Das Wasser in konventionellen Schwimmbädern/Pools (Frei- oder Hallenbäder) unterliegt einer ständigen Aufbereitung. (…) Filtration und Desinfektion sind wirksame Verfahren zur Inaktivierung von eingetragenen Mikroorganismen (z.B. Bakterien und Viren).”

Ohne Chlor sei es gefährlicher
Wer Bäder mit biologischer Aufbereitung wie Schwimm- und Badeteiche besucht, sollte aber genauer hinschauen. Sie enthalten laut Umweltbundesamt “kein Desinfektionsmittel, daher geht von derartigen Bädern ein gewisses Infektionsrisiko aus, auf welches der Badegast generell vor Ort hingewiesen werden sollte. Ob diese Mengen für eine Ansteckung ausreichen, steht aber noch nicht fest. Ebenso nachweisbar sei das Coronavirus im noch nicht aufbereiteten Abwasser”, erklärt Janne Vehreschild, der beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung eine Arbeitsgruppe zu den Risikofaktoren bei Covid-19 leitet. Der Experte: “Ob diese Mengen für
eine Ansteckung ausreichen, steht aber noch nicht fest.”

Unbedenklich im Meer
Unbedenklich sei dagegen das Baden und Schwimmen in größeren Naturgewässern wie dem Mittelmeer. Die Gefahr einer Ansteckung sei wegen der Verdünnung im Wasser und dem Salz äußerst gering: Steigende Wassertemperaturen und erhöhte Sonneneinstrahlung im Sommer werden zu einer noch stärkeren Inaktivierung möglicherweise in das Wasser eingetragener Viren führen. Natriumchlorid ist ebenfalls ein Feind des Virus. Gleiches gilt für den salzigen Sand. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe keine Hinweise dafür gefunden, dass das Coronavirus über den Wasserweg übertragen werde. Grundsätzlich jedoch sollten Menschen mit Atemwegsinfekten oder Durchfall nicht baden, um andere nicht zu gefährden, mahnt das UBA. “Dies gilt völlig unabhängig davon, um welche potenziellen Krankheitserreger es sich im Einzelnen handelt.”
Quelle: Apotheken Umschau

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