Entwarnung auf der „Costa Smeralda“

Ein Coronavirus-Verdacht hat am gestrigen Abend das Kreuzfahrtschiff „Costa Smeralda“ gezwungen, im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia vorübergehend in Quarantäne zu liegen. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau hatte über Symptome wie Fieber und Atemprobleme geklagt, wie ein Sprecher der Reederei erklärte. Sie wurde isoliert und auf das in Teilen Chinas grassierende Virus untersucht. Den Rest der 7.000 Passagiere durften vorab nicht an Land. Das Schiff hatte in dieser Woche auch in Palma de Mallorca angelegt, weshalb der Vorfall auch hierzulande von großem Interesse war. Nach stundenlangem Warten gab es am Abend Entwarnung: Die Frau war nicht am Coronavirus erkrankt, das haben entsprechende Tests ergeben. Die Passagiere durften das Kreuzfahrtschiff verlassen.
Die Balearenregierung hatte schon zuvor ein Sicherheitsprotokoll verfasst, das zum Tragen kommen soll, wenn auf der Insel ein Coronavirus-Verdacht besteht. Darin legten sie fest, wie sich Krankenhäuser in einem solchen Fall verhalten sollen: So müssen beispielsweise Coronavirus-Patienten im selben Krankenhaus behandelt werden, in dem sie auch untersucht wurden. Zudem müssen entnommene Proben an das Palma-Krankenhaus Son Espases geschickt werden. Nach Angaben der Regierung sei eine isolierte Behandlung in jedem Krankenhaus auf den Balearen möglich, da sie alle über Quarantäne-Stationen verfügen.

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