Epicondylitis:Was ist ein Tennisarm?

Sport ist Mord – sagte angeblich schon Englands früherer Premier Winston Churchill. Das ist natürlich Quatsch, aber Sport kann durchaus Verletzungen nach sich ziehen. Beispiel: Tennis und der umgangssprachlich sogenannte Tennisarm, medizinisch Epicondylitis radialis humeri. Wobei diese Schmerzen eher weniger auf das exzessive Betreiben der Ballsportart, sondern aufs Heimwerken oder eine handwerklich berufliche Überanstrengung zurückzuführen sind.

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Überlastung von Sehnen

Der Auslöser dafür befindet sich im Bereich der Hand- und Fingermuskulatur und deren äußeren Ansätzen am Oberarmknochen (Humerus). Dies wird als „Sehnenansatzreizung der Handgelenks-Streckmuskulatur” bezeichnet. Es ist dennoch tatsächlich die typische Armbewegung beim Tennis, die den Beschwerden ihren Namen gibt. Alternativ existiert auch der Golferellenbogen, bei dem eher die Innenseite des Ellbogens betroffen ist. Durch Überbeanspruchung oder das Tragen schwerer Gegenstände mit gestreckten Armen erleiden die Sehnen im Bereich des Ellenbogens Schaden und es kann zu Bänderdehnungen oder sogar -rissen kommen.

Wenn es chronisch wird…

Die Ursache eines Tennisarms stellt immer eine chronische mechanische Überlastung dar. Chronisch bedeutet, dass sich ein Zustand über einen längeren Zeitraum entwickelt hat und eine mechanische Überlastung bezeichnet eine aktive körperliche Bewegung, die die Gelenke, Bänder und Sehnen, die sie unterstützen, überlasten.

Mit einer kontinuierlichen Häufung solcher kurzzeitigen Überlastungen entsteht eine steigende Belastung, die eines Tages zu andauernden Problemen führt, die dann nur langwierig und mit viel Schonung und Therapie wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werden können. Manchmal ist sogar dies nicht mehr möglich und es muss eine Dauertherapie durchgeführt werden.

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