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Workshops zu gesunder Ernährung auf Mallorca

Beatrice und Franziska Trebuth leben für ihren Beruf. Sie sind Expertinnen für Traditionelle Chinesische Medizin, mit dem Fokus auf die besondere Ernährung nach TCM. Das eingespielte Mutter-Tochter-Team bietet auf Mallorca im Frühjahr und Herbst Kurse an, für alle, die auf einer landestypischen Finca diese heilsame Ernährungsform näher kennenlernen möchten. EL AVISO hat nachgefragt.

EA: Warum gerade Mallorca für einen ErnährungsWorkshop nach TCM?
Beatrice Trebuth: Das angenehm milde Klima im Frühling und im Herbst macht es zu einem Genuss hier auf die Märkte zu gehen und mit dieser Fülle an regional und frisch Geerntetem zu kochen. Auch spielt gutes mallorquinisches Olivenöl in unseren Kursen eine wichtige Rolle, da Olivenöl das Beste für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem ist.
EA: Wie würden Sie TCM beschreiben?
Franziska Trebuth: TCM ist eine ganzheitliche Therapiemethode, die vor ungefähr 5.000 Jahren in China begründet wurde. Sie beruht auf dem Grundsatz, dass die Lebensenergie, das Qi (Chi) durch Energiebahnen (Meridiane) im Körper fließt und so alle Organsysteme versorgt. Geschieht dies ohne Blockaden ist alles im Fluss und der Mensch ist gesund. Unser Schwerpunkt im Workshop liegt auf Qi Gong und der Ernährung nach TCM. Qi Gong ist eine Mischung aus Atem-übungen, Bewegung und Meditation. Wir konzentrieren uns auf langsam ausgeführte Bewegungsabläufe, die fast wie Zeitlupe anmuten und heilsam wirken bei Stress, Rückenbeschwerden, Kreislaufproblemen und vielem mehr.
EA: Welche Bedeutung hat Ihre Arbeit für Ihr Leben?
BT: Durch die Ausübung der chinesischen Bewegungsart Tai Chi, verspürte ich mit 20 Jahren den tiefen Wunsch die chinesische Medizin zu erlernen. Viele Ausbildungen folgten und Ende der 1980er Jahre kam dann mein erstes Buch dazu auf den Markt. Inzwischen habe ich einen sehr klaren Blick dafür, was ein Klient benötigt, um sich wohlzufühlen.
EA: Bedeutet diese Art der Ernährung eine Diät oder eine Umstellung auf asiatisches oder veganes Essen?
FT: Nein, denn diese Ernährung ist völlig undogmatisch und arbeitet ohne Verbote oder Labels. Das Essen soll Spaß machen und wohltuend sein. Die chinesische Medizin legt sehr großen Wert auf Balance. Einseitige Diäten oder Ernährungsformen, wie die kohlenhydratarme Ernährung „Low Carb“, werden als nicht stimmig erachtet. Denn eine gute Balance von Eiweiß, komplexen Kohlenhydraten und guten Fetten halten Körper und auch Psyche gesund.
EA: Wie sieht ein typischer Tag für die Teilnehmer aus?
FT: Der Tag beginnt mit einer Stunde Qi Gong bei Sonnenaufgang um einen freien Kopf zu bekommen, danach gibt es ein vielseitiges Frühstück nach der TCM Ernährungslehre. Jedem Teilnehmer steht es frei bei der Essenszubereitung zu helfen, praktische Tipps zu bekommen und uns Fragen zu stellen, oder aber sich einfach nur am liebevoll und vielfältig gedeckten Tisch von uns umsorgen zu lassen. Zwischen den HauptMahlzeiten gibt es täglich eine Stunde Theorie für mehr Hintergrundwissen über die Reaktionen des Körpers auf Ernährung, Zubereitung und Lebensführung nach TCM. Auch für eine typische TCM-Behandlung wie Akupunktur oder eine persönliche Beratung ist immer Zeit. Jeweils einmal pro Woche stehen der Besuch auf einem inseltypischen Wochenmarkt und eine Stunde Qi Gong am Strand bei Sonnenuntergang an.
EA: Wird es auch Tipps für zuhause geben, damit der Alltag das gesunde Essen nicht wieder vergessen lässt?
BT: Wichtig für die spätere Umsetzung im Alltag ist das Erleben der heilsamen Wirkung dieser Ernährung am eigenen Leib. Wir hatten einen vielbeschäftigten, sehr erschöpften Arzt im Kurs, der zum Mittagessen unsere stärkende Kraftsuppe bekam – die er danach unbedingt auch zu jedem Frühstück zu sich nehmen wollte. Seit diesem Workshop vor zwei Jahren trinkt er die klare Suppe täglich, denn er spürte sofort die Kraft darin, die sein Lebensgefühl seither positiv verändert hat. Ihre Besonderheit ist das lange Köcheln, durch das die Nährstoffe in die Flüssigkeit übergehen, um dort Spurenelemente und Mineralstoffe zu bilden. Dieses schnell eintretende Wohlbefinden und das erlernte Verständnis für die ganzheitlichen Zusammenhänge, sind der Grund, warum die Teilnehmer auch zuhause am Ball bleiben.
EA: Haben Sie speziell für unsere Leser ein Rezept, mit dem sie selbst ausprobieren können, wie wohltuend diese Art der Ernährung ist?
BT: Wir haben aus unserem neuen Kochbuch ein Rezept für Mangoldküchlein ausgesucht, das sehr gut in den Juli passt. Mangold ist ein äußerst vitaminreiches Sommergemüse und der erfrischende Joghurt-MinzeDip rundet eine sommerliche Mahlzeit perfekt ab. In der TCM wird sehr großer Wert auf den Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten gelegt, insbesondere was die Nahrung angeht. www.trebuth-trebuth.de
Das Gespräch führte Beate Huppertz

Rezept Mangoldküchlein
Zutaten 600 g Mangold, 1 EL Olivenöl, 40 g Pinienkerne, 1 Ei, 40 g Semmelbrösl (oder Flohsamenschalen), 1 Prise Pfeffer, 1 kräftige Prise Salz Für die Joghurt-Minz-Sauce: 250 g Natur-Joghurt, 1 Bio-Limette, 1 kleine Prise scharfes Paprikapulver, 1 Prise Vollrohrzucker, 1 Handvoll Minzeblätter, Salz
Zubereitung:
Mangold waschen und die Blätter von den festen Stielen trennen. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Die Stiele 4 Minuten darin köcheln lassen. Dann die Blätter zugeben, umrühren und weitere 3 Minuten köcheln lassen. Den Mangold in ein Sieb abgießen, und kurz abkühlen lassen. Soviel wie möglich mit den Händen Wasser herauspressen. Blätter und Stiele grob hacken. Pinienkerne in 1 EL Öl in Pfanne rösten. Vorsicht geht schnell! Pinienkerne mit dem Öl zum Mangold geben, Ei, Semmelbrösl, Pfeffer und Salz unterrühren. Sollte die Masse zu feucht und klebrig sein, mehr Semmelbrösl zufügen. In eine heiße große Pfanne Olivenöl geben. 8 Mangoldküchlein formen und 3 Minuten von jeder Seite goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Dazu passt eine Joghurt-Minz-Sauce: Dafür Minzeblätter hacken, Limettenschale fein reiben, Saft auspressen. Joghurt mit Limettensaft und Schale, Paprikapulver und Vollrohrzucker verrühren. Die Minze unterrühren und mit Salz abschmecken. Der erfrischende Dip passt zu allem Gebratenen und gleicht pikante Schärfe in Speisen aus.

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