Es wird grün in den Weinbergen

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Der Frühling ist in vollem Gange. Der Saft- und Energiefluss, der während der Vegetationspause zum Erliegen kam, stellt sich wieder ein. Aus den Knospen sprießen die jungen Triebe. Auf den jährlichen Vegetationszyklus der Rebstöcke ist Verlass. „Man freut sich jedes Jahr aufs Neue, wenn man sieht, dass die Reben aus ihrem Winterschlaf erwachen und das Grün in die Weinberge zurückkehrt“, sagt Henri Fink, Chefwinzer der Firma WeinWert auf Mallorca.

Traubenreduktion im Qualitätsweinbau
Wie viele Trauben jeder Weinstock hervorbringt, hängt maßgeblich vom Rebschnitt im Winter ab. Je weniger Knospen der Winzer am Stock belässt, desto weniger Triebe entwickeln sich im Frühjahr. „Reduzierte Traubenmengen mit umso höherer Saftkonzentration. Auf diese Weise lassen sich tiefgründige, konzentrierte und elegante Weine von hoher Qualität herstellen“, so Fink. Bereits bei der Neuanpflanzung eines Weinbergs ist es wichtig, die Voraussetzungen dafür zu schaffen daher wird möglichst viel Energie in die Ausbildung eines soliden Wurzelsystems gesteckt. „Daher lassen wir den Rebstock erst im dritten Jahr nach der Anpflanzung in die Höhe wachsen.“

Ein neuer Weinberg entsteht
Dafür müssen wichtige Vorbereitungen getroffen werden. „Im Sommer oder Herbst führen wir eine intensive Lockerung des trockenen Bodens durch. Oft wurde eine Finca jahrzehntelang nur oberflächlich oder gar nicht kultiviert. Wir sorgen dafür, dass wieder ausreichend Nährstoffe gebildet werden, und die jungen Reben zügig in die Tiefe wurzeln können“, erklärt Henri Fink. Das sei wichtig für die feste Verankerung des Rebstocks im Boden und auch entscheidend dafür, dass sich der Rebstock während der heißen Monate möglichst eigenständig mit Wasser versorgen kann. Gepflanzt wird in der Regel im Frühjahr, wenn die Böden nach wie vor Wasser aus den winterlichen Regenfällen gespeichert haben und noch milde Temperaturen herrschen. Welche Rebsorte gepflanzt wird, legt WeinWert zusammen mit dem Kunden fest. Je nach Größe der Anbaufläche können auch mehrere Sorten gepflanzt werden, wobei inseltypische Weine aus autochthonen, also nur hier wachsenden Traubensorten immer mehr im Trend liegen.

Blätter als Kraftwerke
Nach dem Setzen der Reben wird das Spalier, bestehend aus Pfählen und Drähten, installiert. Es dient den Reben als Unterstützungssystem, an dem sie sich mit ihren Ranken festhalten.
So entsteht im Sommer eine Laubwand, deren Blätter die Sonnenstrahlen einfangen und als wahre Kraftwerke dienen. Sie produzieren den Zucker, der in die Trauben eingelagert und später im Weinkeller von den Hefen in Alkohol umgewandelt wird. „Für viele Kunden geht ein Traum in Erfüllung, wenn der junge Weinberg auf ihrer Finca heranwächst und der eigene Wein in greifbare Nähe rückt.“

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