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Nicht jeder auf Mallorca kann ein Haus mit Garten sein eigen nennen. Es gibt auch viele, die “nur” einen Balkon haben, den aber ebenfalls schön bepflanzen wollen.

Nützliche Tipps für Hobby-Gärtner
Eigentlich werden die meisten Frühblüher bereits im Herbst gepflanzt. Für all diejenigen, die die Pflanzzeit im Oktober verpasst haben, bieten Gartencentren und Baumschulen vorgezogene Jungpflanzen. Damit Sie sich aber die ganze Gartensaison über an einem üppigen Balkongarten erfreuen können, müssen Sie bei der Bepflanzung einiges beachten. Der erste Schritt zur Blütenpracht ist es, passende Blumenkästen zu kaufen.

Der Balkonkasten
1. Der Blumenkasten sollte mindestens 30 cm breit und 25 cm hoch sein. Vergessen Sie nicht, einen Abstand zwischen den verschiedenen Sorten ein-zuplanen. So haben alle Blumen und Ziergräser ausreichend Wurzelraum.
2. Die Faustregel besagt: Je größer das Erdvolumen, desto besser. So haben Sie zum einen mehr Spiel-raum und können mehrere Blumensorten in einem Blumenkasten kombinieren, zum anderen verdun-stet so das Wasser deutlich langsamer.
3. Versuchen Sie, die Wasserverluste auf das Mini-mum zu halten. Wählen Sie Blumenkästen in hellen Farben aus Kunststoff. Sie heizen sich kaum auf, so dass das Wasser deutlich langsamer im Vergleich zu offenporigen Materialien wie Keramik oder Ton verdunstet. Wenn Sie auf einen natürlichen Look stehen, können Sie die Balkonkästen aus Kunst-stoff in Holzkästen stellen.
4. Wenn Sie die Blumenkästen neu bepflanzen, soll-ten Sie sie zuerst gründlich reinigen, um Krankheitskeime zu entfernen. Verwenden Sie immer neue, frische Blumenerde, die den Ansprüchen der Pflanzen entspricht. Erde, die Sie bereits mehrere Jahre gelagert haben, eignet sich wenig dazu. In der Regel lässt die Qualität der Erde mit der Zeit nach, deswegen kaufen die erfahrenen Hobby-Gärtner jedes Jahr eine neue Packung frischer Blumenerde.
5. Vergessen Sie nicht die Drainage! Falls notwendig, bohren Sie die vorgestanzten Löcher im Blumenkasten nach und verlegen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben auf dem Boden des Pflanzenkastens, um Staunässe zu verhindern und die Frühlingsblumen vor Fäulnis zu schützen.
6. Setzen Sie die Pflanzen mit einem Abstand von mindestens 5 cm voneinander.

Kräuter, Stauden und Frühblüher
Bereits ab Anfang April dürfen kältefeste Pflanzen in den Balkonkasten. Solche sind zum Beispiel me-diterrane Kräuter wie Lavendel, Minze oder Melisse. Sie geben dem Arrangement nicht nur Farbtupfer, sondern verströmen auch sanften Duft, der Bienen anlockt und im Sommer dann Mücken und Fliegen vertreibt. Der Kräutermix lässt sich prima mit Zier-lauch und essbaren Blumen wie Veilchen kombinieren. Ihre Blüten können nicht nur Farbakzente im Blumenkasten setzen, sondern Sie können damit auch Gerichte abschmecken oder als essbare Deko auf Torten verwenden. Weitere Kräutertipps:
• Die Muskat-Garbe mit ihren weißen Blüten. Sie er-reicht eine Wuchshöhe von 50 cm und lässt sich hervorragend in Balkonkästen ziehen. Perfekte Pflanzpartner sind der kleine Frauenmantel, die kleinblütige Bergminze und die Purpur-Witwenblume.
• Die Duftnessel hat eine Lavendel-Farbe, zieht son-nige Standorte vor und erreicht eine Wuchshöhe von 80 cm. Sie lockt Bienen an und lässt sich mit dem Weißen Ysop kombinieren.
• Der Purpur-Schnittlauch hat burgunderrote Blüten, erreicht eine Wuchshöhe von 35 cm und kann Lücken und leere Stellen im Balkonkasten perfekt ausfüllen. Kombi-Partner sind zum Beispiel der Reihe-Federgras und die Eberraute.Die Eberraute selbst ist für ihr würziges Aroma sehr beliebt. Das Kraut erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter und bildet mit Klassikern wie der Schwertlilie oder dem Lavendel ein reizvolles Ensemble.
• Auch mit Stauden können Sie winterfeste und zugleich attraktive Blumenkästen gestalten.

Ab wann dürfen andere Balkonpflanzen ins Freie?
Falls Sie Jungpflanzen aus der Baumschule kaufen, wurden diese im Gewächshaus vorgezogen. Deshalb sollten Sie sie nicht gerade in einer kalten Periode anpflanzen oder sie in den ersten Tagen an einen windgeschützten, halbschattigen Ort setzen – zur Eingewöhnung. Nach einer Woche ist die Eingewöhnungsphase vorbei und Sie können die Pflanzen umtopfen und düngen.Untersuchen Sie sie allerdings zunächst auf Schädlinge wie Schnecken oder Blattläuse und entfernen Sie befallene Blätter, Triebe und Stiele. Wenn notwendig können Sie die Pflanzen anschließend um-topfen. Entfernen Sie vorsichtig die Wurzelbälle und tauchen Sie sie kurz in Wasser ein. Legen Sie inzwi-schen eine Drainageschicht und eine fingerdicke Schicht Erde in den neuen Blumenkasten. Setzen Sie die Pflanze auf die Erde und decken Sie die Wurzeln mit Pflanzensubstrat ab. Auf Dünger können Sie verzichten. Warten Sie lieber 2-3 Wochen damit ab und geben Sie dann Flüssigdünger ins Wasser, um die Balkonpflanzen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Tipps für Pflanzenkombinationen
Da die meisten Stauden starkwüchsig sind, sollten Sie einen Blumenkasten mit größerem Erdvolumen kaufen. Ansonsten können die Stauden mit den anderen Gewächsen verwurzeln oder die Blumen verdrängen. Mögliche Blumen und Stauden Kombinationen, geeignet für Blumenkästen mit einem Erdvolumen von mindestens vier Liter:
• Der Lanzen Günsel ist eine mediterrane Staude, die in Italien heimisch ist. Zusammen mit der Zwerg-Prachtspiere und der kleinen Gold Funkie ist sie perfekt für Bepflanzung im Frühjahr geeignet. Dazu passen prima vorgezogene Narzissen.
• Eine andere Blattschmuckstaude mit kompaktem Wuchs ist die Bergenie „Baby Doll“. Zusammen mit dem Storchschnabel und der Elfenblume bildet sie ein hübsches Ensemble in Weiß. Ein weiterer be-liebter Kombipartner ist die Zwerg-Segge. Zusätzlich können Sie mit gelben Primeln oder Ranunkeln Farbakzente setzen.
• Die Zwerg-Pfingst-Nelke kann viel Sonne vertragen, verströmt sanften Duft und lässt sich prima mit dem grauen Storchschnabel oder dem Stein-Thymian kombinieren. Dazu passen auch Veilchen.
• Der Polster-Phlox der Sorte „McDaniel’s Cushion“ begeistert mit großen pinken Blüten. Der Bodendecker lässt sich mit verschiedenen Bellis- und Sonnenröschen-Hybriden, sowie Gänsekresse kombinieren.

Tipps für schattige und halbschattige Standorte
• Der schwarze Schlangenbart ist eine anspruchslose Staude, die sich sowohl mit Klassikern wie lila Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht, als auch mit Exoten wie der Krötenlilie paaren lässt.
• Kronen-Anemonen können Sie bereits im März pflanzen. Zusammen mit Hybride-Sorten des Rittersporns, sowie mit Stauden wie der Blauen Schönaster bilden Sie ein farbenfrohes Ensemble.

Welche Blumen sind schöne “Solisten”?
Die Kronen-Anemonen der Sorte „De Caen“ blühen zum Beispiel in allen möglichen Farben. Der Mix ist sowohl dem Leben in der prallen Sonne, als auch dem an halbschattigen Standorten angepasst. Auch die paeonienblütigen Dahlien vermitteln eine harmo-nische Wirkung und lassen sich effektvoll als Solisten in Szene setzen. Ein Blumenkasten mit dem Fosteriana-Tulpenmix blüht in allen Farben der Sonne. Auch Narzissen in verschiedenen Varianten verbrei-ten mt ihren gelben Blüten eine fröhliche Stimmung.

Herbstblüher muss man jetzt pflanzen
Jeder Hobby-Gärtner weiß: Frühlingsblumen werden im Herbst und Herbstblumen im Frühling gepflanzt bzw. man kann im Frühling auch vorgezogene Jungpflanzen kaufen.
1. Die Schokoladenblume fasziniert mit ihren großen weinroten Blüten und ist ein echter Blickfang im Blumenkasten. Die lange Blütezeit von Juli bis Oktober garantiert, dass Sie den Eyecatcher lange bestaunen werden.
2. Die Blütezeit der Nerinen beginnt im September und endet im November. Das Amaryllisgewächs erreicht eine Höhe von 40 cm und begeistert mit einer Blütenpracht in Lila und Pink. Ab November wird die afrikanische Blume an einem warmen Ort überwintert.
3. Die mehrjährige Montbreite blüht vom Spätsommer bis hin zum Herbstanfang. Sie kann einen mil-den Winter problemlos draußen überstehen, wenn sie mit Laub bedeckt ist.
4. Die Wunderblume „Mirabilis Jalapa“ ist dafür bekannt, dass aus einer Knolle Blumen in verschiedenen Farben erscheinen. Doch sie kann noch mehr und verströmt sanften Duft, der Vögel und Bienen anlockt

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