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Auch ohne einen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis glauben viele Gärtner daran, dass der Mond einen großen Einfluss auf den Pflanzen und ihren Wachstum hat.

Wie jeder feste Körper besitzt auch der einzige natürliche Satellit der Erde eine Anziehungskraft. Dies ist an der Meeresküste besonders anschaulich, denn eben sie ist die Ursache für die Gezeiten. Der Mond zieht nicht nur das Meereswasser bei Flut und Ebbe an, sondern hat auch einen großen Einfluss auf den Gezeitenunterschied – bei Vollmond (wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie zueinander stehen) ist dieser am stärksten (Springtide), währenddessen bei Neumond (wenn der Mond im 90-Grad-Winkel zur Erde und Sonne steht, fällt der Gezeitenunterschied sehr schwach aus (Nipptide). Viele Gärtner glauben daran, dass der Mond nicht nur große Wassermassen beeinflusst, sondern auch kleine, wie zum Beispiel die Pflanzensäfte.

Frucht, Wurzel, Blüte, Blatt
Je nachdem in welchem Sternbild der Mond gerade steht, werden sogenannte Fruchttage, Wurzel-Tage, Blüte-Tage oder Blatt-Tage festgelegt. Der Mondzyklus dauert 27,3 Tage und wird oft mit der Mondphase verwechselt. Dabei handelt es sich aber um keine Rotation des Mondes um die Erde (vom Neumond zum Vollmond), sondern um die gleichbleibende Höhe im Himmel, in der sich der Mond bewegt – vom tiefsten Punkt im Sternbild Schütze bis zum Sternbild Zwillinge und zurück.
Pflanzen und Tierkreiszeichen
Innerhalb eines Monats durchläuft der Mond alle Sternzeichen, die so wie die Mondphasen und Mondstände eine Beziehung zum Mondkalender haben. Nach dem genutzten Pflanzenteil lassen sich Gemüse und Kräuter in vier Gruppen unterteilen und dazu sind je drei Tierkreiszeichen zugeordnet.
• Blattpflanzen: Gehölze, Salate, Spinat, Kohl, Kräuter und alle Pflanzen, deren Blätter geerntet werden. Tierkreiszeichen: Fische, Krebs, Skorpion.
• Fruchtpflanzen: Obst, Erbsen, Kürbis, Paprika, Tomaten, Bohnen, Brokkoli und Kräuter für Samenernte. Tierkreiszeichen: Schütze, Widder, Löwe.
• Blütenpflanzen: Sommerblumen, Blumenkohl und Kräuter, die blühend geerntet werden. Tierkreiszeichen: Wassermann, Waage, Zwillinge.
• Wurzelpflanzen: Knollengemüse, wie Karotten, Kartoffeln, Rote Bete, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter, deren Wurzeln verwertet werden. Tierkreiszeichen: Jungfrau, Steinbock, Stier.

Gardeners hands planting flowers at back yard

Einatmen. Ausatmen
Symbolisch wird die Aufstiegsphase des Mondes auch als Ausatmen der Erde bezeichnet und die Abstiegsphase als Einatmen. Beim Ausatmen wird der Pflanzensaft vom Mond angezogen und strömt in die oberen Pflanzenteile. Deshalb sollte man zum Beispiel während des aufsteigenden Mondes Obst ernten: Wenn die Früchte gut im Saft stehen, sind sie besonders lange haltbar und weniger anfällig für Pilzbefall.
Während des Einatmens ziehen sich Wasser und Nährstoffe in die unteren Pflanzenteile zurück. Die Zeit des absteigenden Mondes eignet sich deshalb zum Beispiel besonders gut für den Heckenschnitt, da dann weniger Pflanzensaft austritt, für Aussaaten und Pflanzarbeiten aller Art oder für die Ernte von Wurzelpflanzen wie Möhren oder Zwiebeln. Kurz bevor der Mond seinen niedrigsten Stand erreicht hat, sollte man Rasen mähen und Unkraut jäten, danach wächst beides langsamer.

Konkrete Tipps
Steinbock: Bei abnehmendem Mond sollte man Unkraut jäten, da dadurch das Wurzelwachstum geschwächt wird.
Fische, Krebs, Skorpion: Bei abnehmendem Mond empfiehlt sich das Rasenmähen, denn der Nachwuchs erfolgt dann langsamer, aber dichter. Bei zunehmendem Mond kann man Obst ernten und bei Neumand Hecken, Bäume und Sträucher zurückschneiden, da dies die Regeneration der Pflanzen fördert.
Jungfrau: Bei zunehmendem Mond sollte man Pflanzen umtopfen, da dies den Wurzelwuchs anregt und Lagerfrüchte ernten. Bei Vollmond kann man Pflanzen düngen oder mulchen, da dann die Nährstoffe besser aufgenommen werden.
Auch empfiehlt sich dann das Zurückschneiden der Rosen. Bei abnehmendem Mond hingegen kann man Blumenzwiebeln setzen, dies fördert dann das Wurzelwachstum. Auch Staudenanpflanzungen sind dann aus dem gleichen Grund ratsam.
Weine mit Mondgefühl
Auch die Hege und Pflege der Weinstöcke beziehungsweise die Lese der Weintrauben kann man in Bezug zum Mondeinfluss vornehmen. Auf Mallorca ist der Winzer Toni Gelabert bei Manacor sozusagen “mondsüchtig”. Dies geht vom Setzen der Rebstöcke bis zur Flaschenabfüllung und umfasst die Weinberg-Bewirtschaftung wie Rebschnitt, Bodenpflege, Dungung und Weinlese sowie auch die kellertechnischen Maßnahmen (www.vinstonigelabert.com).
Und im Zuge der Lese lädt die Bodega Can Majoral in Algaida alljährlich Freunde und Bekannte zur Lese bei Vollmond ein, verbunden mit einem Fest für die Helfer. (www.canmajoral.com)
Quelle: u.a. Deavita

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