Es wird kälter. Der Winter naht – auch hier auf unserer Sonneninsel. Höchste Zeit, den Garten darauf vorzubereiten, damit Bäume, Sträucher, Gemüse und Rasen auch im nächsten Jahr wieder das Gärtnerherz erfreuen.

Dank der intensiven Wintersonne, die zumindest tagsüber das Pflanzwachstum begünstigt, und dank der Niederschläge kann man speziell im Herbst die Gartenbeete, aber auch Blumentöpfe für Terrassen bepflanzen. Auf den Märkten und im Fachhandel werden seit Mitte Oktober denn auch verstärkt Knollen und Blumenzwiebeln angeboten – auf Spanisch bulbos. Beliebt sind Narzissen, Krokusse, Hyazinthen, Tulpen und Freesien.

Die Kraft der Zwiebel

Sie enthalten bereits die ganze Kraft, die die Pflanze benötigt. Viele trockene und somit schützende Häute umschließen einen Kern samt fleischiger Blätter, die die wichtigen Nährstoffe enthalten. In die Erde gesetzt werden Zwiebeln etwa dreimal so tief wie sie hoch sind. Eine zweieinhalb Zentimeter hohe Krokus-Zwiebel sollte also etwa sieben Zentimeter leicht sandige Erde über sich haben, während eine fünf Zentimeter hohe Narzissen-Zwiebel etwa 15 Zentimeter Erde bedecken sollte. Generell gedeihen Pflanzen, die “wilde” Geschwister auf der Insel haben, besser als komplett inselfremde Pflanzen. Das gilt beispielsweise für Freesien, Iris oder Hyazinthen.

Sonne und Wasser

Ideal sind sonnige Standorte mit einer lockeren, gut gemischten organischen Erde. Lehmige Böden kann man mit Humus oder Torf anreichern. Wenn die Triebe herauskommen, kann man zusätzlich Nährstoffe anreichern. Staunässe ist zu vermeiden, das gilt besonders für Pflanzkübel oder Töpfe. Da helfen Drainagen aus Kunststoffkugeln etc.. Der Setzabstand sollte etwa 10 bis 20 Zentimeter betragen, richtet sich aber letztlich nach der Pflanze, die daraus erwächst. In Kübeln oder Blumenkästen können Zwiebeln durchaus enger aneinander gesetzt werden.

Sommerflucht

Manche Zwiebeln können Hitze nicht vertragen. Insofern sollten diese in der warmen Jahreszeit ausgegraben an einem kühlen Ort “übersommern”, bevor sie im Herbst wieder eingepflanzt werden. Das gilt beispielsweise für Tulpen, währenddessen Freesien, Anemonen und Ranunkeln auch ganzjährig in der Erde bleiben können.

Wurzelknollen

Knollen hingegen sind fleischige, verdickte Wurzeln, oft bedeckt mit faserigen Substanzen.Hier sitzen die Triebe nicht innen im Kern wie bei den Blumenzwiebeln, sondern an der Oberseite. Dahlien, Begonien, Anemonen und die sogenannte Liebesblume Agapanthus sind bekannte Beispiele für Knollenpflanzen. Aber auch der Safran. Schön für die Augen und gut für den Magen ist auch für diese Krokus-Art jetzt die beste Pflanzzeit. Im folgenden Herbst gibt’s dann die Blüte – und die berühmten und begehrten Safranfäden.

Gemüsebeete mit Kompost abdecken

Ist das letzte Gemüse geerntet, wird die Erde umgegraben und aufgelockert. Der Boden sollte im Herbst gut vorbereitet werden, damit in der nächsten Saison wieder reichlich wachsen kann. Darüber hinaus wird der Boden am besten durch Kompost verbessert. Die Gemüsebeete können mit einer Schicht des „Schwarzen Goldes“ des Gärtners abgedeckt werden, um ihm die Nährstoffe zurückzugeben, die ihm der Sommer entzogen hat. Das Düngen im Herbst sei laut der Experten auch außerhalb des Gemüsebeetes besonders wichtig, um die Pflanzen gut über den Winter zu bringen. Dabei nimmt man verschiedene Dünger (z.B. Granulat-Dünger), die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzen angepasst sind.

Pflege für Stauden und Bäume

Stauden und Bäume sollten zurückgeschnitten und gedüngt werden, um sie auf den Winter vorzubereiten. Man sollte auch das Unkraut in den Beeten und den Baumscheiben noch einmal gut jäten, damit es im Staudenbeet oder an Bäumen nicht zu einer Nährstoff-Konkurrenz für die gepflanzten Sträucher wird. Zitronenbäume brauchen eine besondere Behandlung: Vor dem Winter sollten sie vor Läusen wie Schild- oder Blattläusen geschützt werden, die den beliebten Pflanzen schwer zusetzen können. Dafür eignet sich neben Insektiziden (sollte man vermeiden, sofern möglich, da diese auch nützliche Insekten töten) eine Behandlung der Blätter mit Öl, welche die schädlichen Insekten abtötet.

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