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Blühende Schuhe und Küchenabfälle für Pflanzen…

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Sie trinken noch echten aufgebrühten Kaffee und nutzen nicht diese neumodischen “Pads” oder Kapseln? Dann tun sie damit nicht nur Ihrer Gourmet-und ihrer Umwelt-Seele etwas Gutes, sondern auch Ihrem Garten, denn der nach dem Kaffee-Aufbrühen übrig bleibende Kaffeesatz kann auch perfekt als Dünger eingesetzt werden. Und das gilt noch für andere “Reste”.

Kaffeedünger
Kaffeesatz enthält nämlich viele Nährstoffe und Mineralien, darunter Kalium, Stickstoff und Phosphor. Wenn man somit regelmäßig Kaffeesatz unter die Pflanzenerde mischt, kann man Stickstoffmangel (sieht man am Kümmerwuchs) oder Kaliummangel (sieht man an verblassenden, gelblichen Blättern) vermeiden. Phosphor wiederum regt den pflanzlichen Stoffwechsel an, also das Wachstum, die Samen- und die Blütenbildung. Vor dem Untermischen muss der Kaffeesatz trocken sein, dann arbeiten Sie ihn unter die Erde. Wenn Sie eigenen Kompost als Dünger verwenden, können sie den Kaffeesatz auch unter diesen mischen. Sie können den Kaffeesatz auch mit Wasser verdünnen, so einen Sud herstellen und diesen auf die Erde gießen. Aber Achtung: Nicht auf die Blätter geben! Besondere Kaffeetanten sind übrigens Rosen, Rhododendren, Hortensien, Geranien, Fuchsien und Kräuter. Sogar Regenwürmer lieben Kaffeekränzchen. Sie wühlen bevorzugt in mit Kaffeesatz angereicherter Erde und lockern diesen dadurch auf. Positiver Nebeneffekt: Kaffee hält Schädlinge ab.

Eierschalendünger
Warum teuren Dünger kaufen, wenn‘s auch einfacher – und billiger geht? Das tägliche Frühstücksei oder Spiegelei mundet dem Gaumen und die kalkhaltige Schale den Pflanzen. Auch hier säubern, trocknen, dann zerkleinern, zermahlen und unter die Blumenerde mischen oder selbige damit bedecken. Man kann auch aus zerkleinerten Eierschalen einen Sud kochen, diesen drei Wochen in einem verschlossenen Gefäß ziehen, bevor man damit die Pflanzen gießt. Und auch Eierschalen bieten einen Schutz vor Schädlingen.

Holzaschendünger
Grillen ist aktuell wieder angesagt. Doch wenn alle Mägen voll sind und es ans Aufräumen geht, kommt die Asche in den Müll. Doch auch damit lässt sich noch einiges Gutes tun – sofern es sich um umbehandeltes und nicht mit Kohle (enthält Schwermetalle) vermischtes Holz handelte. Und Sie zum anzünden normales Zeitungspapier und keine bunten Hochglanzprospekte verwendet haben. Denn darin ist Chemie enthalten. Asche ist mit seinem Kal i u m , Eisen, Kalk und Phosphat ideal für tendenziell saure Böden. Sie eignet sich zum einen für das Untermischen im Kompost oder Sie verteilen die Asche direkt auf das Beet oder bei Sträuchern und Obstbäumen. Weniger ist jedoch immer mehr: Mehr als 30 Gramm pro Quadratmeter sind des Guten zuviel.
Es gibt auch Asche-Gegner wie saure Böden liebende Pflanzen, darunter sind Orchideen, Pfingstrosen, Kamelien, Narzissen oder Azaleen. Und man sollte auch kein Gemüse damit düngen.

High Heel-Pflanzen
Witzige Ideen für Anpflanzungen sind Gummistiefel, High Heels oder Sportschuhe. Sie müssen lediglich in die Schuhsohle einige winzige Löcher bohren, damit das überschüssige Wasser abfließen kann. Man kann auch eine Folie einlegen, bevor man die Schuhe mit Blumenerde füllt. Sinnvoll sind nicht allzu schnell wachsende Pflanzen bzw. solche mit kurzen Wurzeln. Auch Schuh-Hängeregale aus Stoff, alte Jeans oder eine leere Zitronenschalenhälfte können Pflanzen gut beherbergen. Letztlich eignet sich nahezu jedes “Gefäß” – je ungewöhnlicher, desto besser.

Weitere Tipps
Zimt schmeckt auf Milchreis, aber gestreut auf Blumenerde hält er Schädlinge fern. Blumen- oder generell Pflanzensamen wachsen schneller und stärker, wenn Sie vor dem Einsetzen 24 Stunden in warmem Wasser liegen. Blumentöpfe müssen ja bekanntlich zwecks Verhinderung von Wasserstau ein Loch im Boden haben, dass man meist mit Steinchen oder Scherben ein wenig abdeckt. Effektiver wirkt eine (benutzte) Kaffeefiltertüte.
Wenn man Gemüse kocht, sollte man das Kochwasser abkühlen lassen und mit diesem nährstoffreichen Wasser die Pflanzen bewässern. Wenn Sie Gemüse schneiden, um es zuzubereiten, dann sollten Sie die Reste nicht wegschmeißen, denn eingesetzt in Erde können sich diese “Reste” regenerieren. Dies trifft beispielsweise auf Frühlingszwiebeln, Lauch, Knoblauch, Fenchel, Kohl, Pak Choi, Sellerie, Süßkartoffeln, Ingwer und Zitronengras zu. Der letzte Tipp gilt den Schnittblumen: Ihnen verhilft ein Schluck Wodka im Wasser zu mehr Frische.
Quellen: www.doctorplant.de, www.diply.com

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