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Lange führte Beton ein Dasein als praktischer, aber wenig schicker Baustoff, der möglichst schnell verkleidet und vor den Augen der Hausbewohner versteckt gehörte. Diese Zeiten sind vorbei. Denn aus Beton kann man mit wenig Aufwand schöne und einzigartige Gegenstände gießen, die mit einem klaren Look und einem dezenten Grau überzeugen – und das gelingt auch Anfängern, die ansonsten mit dem klassischen Baumaterial nichts zu tun haben.

Welcher Beton eignet sich?
Heutzutage wird in vielen Läden sogenannter BastelBeton angeboten. Dabei handelt es sich um eine Pulvermischung aus Zement, der nur noch Wasser beigemischt werden muss. Bastel-Beton ist viel feiner als der auf dem Bau verwendete, dem oft große Gesteinskörnungen zugemischt sind. Außerdem ist er schadstofffrei, was ihn ideal zum Basteln auch mit Kinder macht. Es gibt auch Feinbeton, der unter anderem zur Herstellung von Schmuck und anderen kleinen Details verwendet werden kann, das Ergebnis sind Basteleien mit glatter und ebener Oberfläche. Wer den Beton nicht gießen, sondern mit der Hand formen möchte, kann auf Knetbeton zurückgreifen. Er enthält Fasern und Kunststoff, die es ermöglichen, das Material jede Form zu bringen, die einem gefällt.

Zeitlos: Die Beton-Uhr
Diese Betonuhr findet man so oder so ähnlich sicherlich auch in dem ein oder anderen Designladen – dabei ist es so einfach, sie selber zu machen. Markieren Sie den Mittelpunkt eines Papptellers und kleben Sie dort mit Hilfe von Klebeband einen Strohhalm fest, der das Loch für die späteren Zeiger freihält. Mischen Sie danach die Betonmischung mit Wasser, das Mischverhältnis finden Sie auf der Packung. Gießen Sie den Beton dann vorsichtig in den Teller und verteilen Sie ihn mit Hilfe eines Stäbchens, Löffels oder einem anderen Hilfsmittel gleichmäßig. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, nehmen Sie ihn aus dem Teller und entfernen Sie den Strohhalm. Nun können Sie die Uhr beliebig gestalten, indem Sie sie mit Klebeband abkleben und bemalen. Dabei sind der Kreativität keine Grenze gesetzt. Sie können die Uhr allerdings auch in ihrer Rohform belassen. Lassen Sie die Farbe trocknen, entfernen Sie das Klebeband und bauen Sie ein Uhrenset ein. Stellen Sie die Uhrzeit ein, hängen Sie die Uhr an die Wand oder stellen Sie sie auf und lesen Sie die Zeit in Zukunft von Ihrer selbstgemachten Betondeko ab!

Das steinharte Kissen
Ganz besonders schnell lassen sich kleine Kissen als Kerzenhalter basteln. Dafür müssen Sie nur den Beton mischen und damit einen verschließbaren Plastikbeutel füllen. Der Beton sollte für dieses Projekt in etwa so dickflüssig wie Erdnussbutter sein und den Beutel zu 3/4 füllen. Verschließen Sie die Plastiktüte und schütteln und kneten Sie den Beton, um Bläschen im Material loszuwerden. Legen Sie einen Ball in die Mitte und drücken Sie ihn mit Hilfe eines Streifen Klebebands in den Beton, damit eine Kuhle entsteht. Dazu ist es wichtig, dass die Tüte nicht komplett gefüllt ist, damit sich der Beton verschieben lässt. Statt des Balls können Sie auch ein Teelicht verwenden. Lassen Sie den Beton trocknen und entfernen Sie zum Schluss den Beutel mit einer Schere. Wenn Sie möchten, können Sie den Kerzenhalter zusätzlich bemalen.

Ein Kegel für die Ringe
Ein selbstgemachter Ring-Halter ist auch ein schönes Geschenk für die beste Freundin, oder man macht sich mit diesem Design selbst eine Freude. Dazu brauchen Sie zunächst eine Kegelform, in die Sie den Bastelbeton füllen können. Besonders geeignet ist Chlorbromsilberpapier. Kleben Sie das Papier so zusammen, dass es einen spitz zulaufenden Kegel bildet, achten Sie aber darauf, dass die beiden Enden möglichst nicht überlappen oder auseinanderstehen, da dies sonst auch auf den fertigen Kegel übertragen wird. Mischen Sie dann den Beton an, bis er dickflüssig wie Pudding ist. Geben Sie ein wenig davon in den Kegel, schütteln und klopfen Sie, um Bläschen zu entfernen und damit der Beton bis in die Spitze läuft und füllen Sie dann den Kegel komplett auf, woraufhin Sie wieder schütteln und klopfen. Stecken Sie ihren fertigen Betonkegel in eine Halterung, die ihn möglichst gerade hält, sodass er nicht umkippt. Dafür eignet sich beispielsweise ein Pappteller mit einem Loch, in den der Kegel gesteckt wird, bis er getrocknet ist. Decken Sie die Oberseite des noch flüssigen Betons mit Frischhaltefolie ab, sodass sie möglichst glatt bleibt.Lassen Sie den Beton trocknen, entfernen Sie danach das Chlorbromsilberpapier und bemalen Sie den fertigen Ringhalter, wie es Ihnen gefällt.

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