Die Herausforderung: 50 Kilometer, 12 Stunden Zeit, erlaubte Hilfsmittel nur die eigenen Füße. Der „Megamarsch“ kommt in diesem Jahr auch nach Mallorca. Dabei handelt es sich um ein sportliches Event, bei dem es darum geht, eine lange, festgelegte Strecke zu Fuß zurückzulegen. Die Erfinder des Spektakels, Frederick Hüpkes und Marco Kamischke, wollen die Teilnehmer an ihre Grenzen bringen. 50 Kilometer wandern in 12 Stunden – Eine Strecke, die nicht ohne ist und den Läufern einiges an Kondition und Willensstärke abverlangt. Noch mehr als „nur“ teilzunehmen und die Strecke zu schaffen haben sich allerdings Ingo Kolhoff und Jörg Friedrich aus Gronau in Nordrhein-Westfalen vorgenommen. Der Hauptbrandmeister und der Oberfeuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Gronau wollen den Lauf in Alcúdia bewältigen – aber nicht in Wandersachen, wie die übrigen Teilnehmer, sondern in der kompletten Schutzausrüstung der Feuerwehr.

Der Megamarsch in Alcúdia
Bei einem gemütlichen Grillabend hatten sich die beiden Cousins über ihre sportlichen Vorsätze für das Jahr 2020 unterhalten. Jörg Friedrich hatte bereits an mehreren Megamärschen in Hamburg, Köln, Wien auf Sylt und im Ruhrgebiet teilgenommen. So entstand die Idee, sich auch einmal zusammen der Herausforderung zu stellen und den ein oder anderen Marsch gemeinsam zu laufen. „Da wir wussten, dass im Februar 2020 ein Megamarsch auf Mallorca stattfinden soll, waren wir uns sofort einig, diesen ins Auge zu fassen“, so Friedrich. Die Balearen-Variante des Laufs findet am 08.02. in Alcúdia statt, startet und endet am Zafiro Tropic-Hotel an der Carrer d’Anselm Turmeda und führt in einer Rundstrecke über 50 Kilometer an der mallorquinischen Küste entlang. Friedrich und Kolhoff wollen die Strecke in HuPF (Feuerwehrschutzkleidung) und mit PA-Gerät (Pressluftatemgerät) bewältigen, also mit ca. 20 Kilogramm zusätzlichem Gewicht. Und die beiden Münsterländer wollen nicht alleine unterwegs sein: „Da wir Feuerwehrleute sind und den europäischen Gedanken leben, war auch gleich klar, dass wir den Lauf gerne mit zwei Kameraden der spanischen Feuerwehr gemeinsam meistern wollen.“ Aber die Aktion soll nicht nur eine persönliche Herausforderung sein, denn die beiden wollen auch Spenden sammeln, um mit dem Geld die Klinik-Clowns auf Mallorca zu unterstützen.

Teils Training, teils Kopfsache
Auf einen solchen Marsch muss man sich vorbereiten, denn es hängt von vielen Faktoren ab, ob man es als „Finisher“ über die Ziellinie schafft. „Eine gute und gesunde sportliche Fitness ist da schon mal die Grundvoraussetzung“, so Jörg Friedrich, der bereits einige „Megamärsche“ im In- und Ausland erfolgreich gemeistert hat. Darauf bereiten sich die Cousins mit mehreren 20- und 30-Kilometer-Wanderungen im Münsterland und in Niedersachsen vor, unternehmen Radtouren zwischen 50 und 80 Kilometern Länge und gehen unzählige kleine und größere Wege zu Fuß: „Wir waren auch selber überrascht, wie viele Wege man doch wirklich zu Fuß erledigen kann, ob zum Dienst, zur Arbeit oder auch bei kleineren Einkäufen.“ Neben der körperlichen Fitness sei der Hauptfaktor allerdings der eigene Wille. „Aus persönlichen Erfahrungen wissen wir, dass 80 Prozent reine Kopfsache ist, auch wenn der Körper sagt, es geht nicht mehr, der Kopf aber weiter möchte.“ Wer selbst einmal an einer so langen Wanderung teilnehmen möchte, dem raten die beiden Feuerwehrmänner, vorher mindestens einmal 70-80 Prozent der angestrebten Laufstrecke als Training zu bewältigen.  „Der ein oder andere überschätzt sich, wenn er das noch nie gemacht hat. So eine Entfernung legt man ja auch so gut wie nie zu Fuß zurück.“

Kranken Kindern ein Lachen schenken
Mit ihrem Lauf wollen Friedrich und Kolhoff Spenden für die Klinik-Clowns auf Mallorca sammeln. „Sie leisten dort eine wunderbare Arbeit und bringen viele Kinderherzen zum Lachen, die so zumindest für eine Zeit ihren Klinikalltag hinter sich lassen können.“ Die gemeinnützige Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranken Kindern mit Humor und Freude zu begegnen und ihnen in schwierigen Situationen ein paar unbeschwerte Momente zu ermöglichen. Die beiden Feuerwehrmänner hoffen, mit ihrer Aktion viele Leute auf die Arbeit der Helferinnen und Helfer mit Clownsnase aufmerksam zu machen. Wer die Klinik-Clowns auf der Insel unterstützen will, findet mehr Informationen über ihre Arbeit und das Spendenkonto auf der Internetseite der Sonrisa Médica.

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