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Mallorca ist ein Paradies – das wissen wir, besonders aber auch für Triathleten. Die Bedingungen für den Dreikampf sind zwischen April und November genial. Viele Top-Profi triathleten – unter anderem Jan Frodeno, Corinne Abrahams, die Brüder Michael und Andreas Raelert, Mario Mola und Marino Vanhoenacker – sind hier regelmäßig anzutreff en. Die Insel ist nicht nur ein beliebtes Trainingsrevier, sondern auch ein Hotspot für Wettkämpfe. Nachdem der Triathlon in Portocolom die Saison bereits eröff net hat, fi ndet am 11. Mai der Ironman 70.3 auf der Insel statt. Die Zahl steht für die Meilen, die zu absolvieren sind – die Hälfte der klassischen Hawaii-Distanz. Zu der enormen Ausdauerleistung wird etwas mehr Speed abverlangt.

Schwitzen in drei Disziplinen
Start und Ziel sind in Port d´Alcúdia. Am herrlichen Sandstrand geht es um ca. 8 Uhr ins blaue Nass auf einen 1,9 km-Schwimmkurs. Dann schwingen sich die Athleten aufs Rad zu einer 90 km-Runde durch die Tramuntana und zurück. Zu guter Letzt sind für die 21,1 km-Laufstrecke drei Runden entlang der Strandpromenade zu drehen, wo das Glitzern des Meeres und der Applaus der Zuschauer die letzten Kraftreserven der Athleten mobilisieren. Tipp: In der Wechselzone lassen sich die Athleten besonders gut beobachten. Auch wenn die Schwimmer mit dem ersten Schritt aus dem Wasser beginnen, sich den Neopren ungeduldig vom Leib zu reißen – die Umkleideprozedur hat jeder individuell ins Detail geplant und geübt. Mühsam herausgekraulte Sekunden könnten beim Wechsel aufs Rad verloren gehen. Auch beim Umstieg vom Rad in die Laufschuhe werden auf robuste Art und Weise einige Meter in Socken zurückgelegt. Nach insgesamt 4 bis 5 Stunden Wettkampfzeit sehen Sie den Freudentaumel der schnellsten Männer und Frauen über die Ziellinie.

Der Ironman-Mythos
Zur Ironman®-Serie gehörend sind die 70.3®-Events als sogenannte HalfIronmans wichtige Qualifi kationsrennen für die Weltmeisterschaft – sowohl für Amateure als auch für Profi s. Der Ironman, der ursprünglich 1978 auf einem anderen Inselparadies, Hawaii, erfunden wurde, setzte den Standard – die Langdistanz: 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und ein Marathonlauf über 42,195 km. „Wer auch immer zuerst ins Ziel kommt, wir werden ihn Ironman nennen“, wurde im Waikiki Swim Club verkündet als man beschloss, die drei herausfordernsten Ausdauerwettbewerbe der Insel zu vereinen und den „wahren Athleten“ siegen zu lassen. Damit wurde ein Mythos geschaff en, der schon bald nach Europa schwappte und ein ganzes LifestyleBusiness befeuerte. Inzwischen liefern sich nicht nur die Sportler, sondern auch die kommerziellen Veranstalter der Wettbewerbe harte Schlachten.
So gibt es neben den amerikanischen auch europäische Formate inklusive der olympischen Distanz und deren Mehrfaches. Trotz allem hat sich ein Startplatz für das Rennen auf Big Island Hawaii als Krönung und Triathletentraum erhalten. Deutschland, Schweiz und Österreich stellen dort zusammen nach den USA das größte Starterfeld.Und mi Falle von Deutschland durchaus mit Erfolg, denn bei den Männern blieb in den letzten Jahren der Eisenmann-Titel unter den deutschen Triathleten: Sebastian Kienle (2014), Jan Frodeno (2015 und 2016) sowie Patrick Lange (2017 und 2018).

Der Ironman und der schnöde Mammon
Der Ironman Mallorca mit 2.500 Startplätzen wurde als neuntes Rennen in der europäischen Rennserie erstmals im September 2014 in der Bucht von Alcúdia ausgetragen – vier Wochen vor dem Ironman Hawaii. Die Siegerprämie war mit 50.000 € dotiert, was im Triathlon keine Kleinigkeit ist und Profi s anzog. Die vorerst letzte Austragung war 2016, denn für 2017 verlangte der Veranstalter 350.000 € von der Gemeinde Alcúdia. Dies hatte auch schon an anderen Austragungs-Orten, bei denen in der Regel Tausende freiwillige Helfer mitwirken, zu Unmut, zur Aufgabe der Veranstaltung und zu Schlachten zwischen unterschiedlichen Veranstaltern geführt (beispielsweise bei dem in Deutschland sehr bekannten Roth-Triathlon).

Erfolge bei Mallorca 70.3
Die Querelen wirkten sich glücklicherweise nicht auf den Ironman 70.3 aus. Schließlich sorgt dieser Event allein durch die Startgebühr mit etwa 350 € pro Nase für einen schmeichelhaften Umsatz von deutlich über einer Million. Seit 2011 wird der 70.3 auf der Baleareninsel ausgetragen und hatte sich 2014 mit 3.800 Startern zu einem der weltweit größten Half-Ironmans gemausert. Der Profi Andreas Dreitz konnte das Rennen drei Mal in Folge (2013-2015) für sich entscheiden, Laura Phillipp zwei Mal (2016 und 2017). Die deutsche Triathletin wird als führende im Nationalkader auf der Ironman-Distanz gelistet. Auch der deutsche Meister Michael Raelert (2012) und der baskische Langdistanz-Spezialist Eneko Llanos (2013) schmückten bereits das oberste Treppchen. Zuletzt (2018) gingen der Belgier Tom Suetens (mit einer Zeit von 4:09:53) und die Niederländerin Marion Tuin (mit 4:53:38) als Sieger hervor. Streckenrekorde halten der Rostocker Andreas Raelert mit 3:49:49 Stunden (2011) und die Schweizer Ironwoman Daniela Ryf mit 4:17:25 Stunden (2015).

Schnelligkeit und Ausdauer
Übrigens gilt der Spanier Francisco Javier Gómez Noya, gebürtig 1984 in Basel, als einer der erfolgreichsten Triathleten aller Zeiten. Dieser ist zwar bisher noch kein Ironman geworden, war jedoch zwischen 2008 und 2015 fünf mal Weltmeister auf der olympischen Strecke. Inzwischen überfl ügelt ihn der jüngere Landsmann Mario Mola. Das schwimmlastige Rennen (1,5 km), 40 km Radfahren und 10 km Laufen wird auch als „Kurzdistanz“ bezeichnet und von den Topathleten eben mal schnell unter zwei Stunden abgerissen. Da mit fortschreitendem Sportleralter die Ausdauer reift, wechseln viele Sprintspezialisten in ihren Endzwanzigern auf die längeren Strecken. Tatsächlich erreichen die Frauen und Männer zwischen ihrem 25. und 45. Lebensjahr die besten Zeiten auf der Langdistanz. Doch es gibt keine Altersgrenze. Sogar die Gruppe 90+ (!) ist in der Ironman-Ergebnisliste vertreten.

Fitness für Jung und Alt
Neben der Veranstaltung für die Großen gibt es auch das Ironkids®Rennen: Am Vorabend (10. Mai) zwischen 18 und 19 Uhr zeigen die 3 bis 16-Jährigen an der Playa am Hafen von Alcúdia, was sie auf 250 bis 1.000 Laufmetern zu bieten haben. Wenn die Kids im Ziel der Topathleten einlaufen und eine Medaille überreicht bekommen, geht es rein um das Strahlen in den Gesichtern; Zeiten werden nicht genommen. Also, liebe Oldies, Youngtimer und Kids, hinein in die Fluten, auf’s Rad und in die Laufschuhe – es ist nie zu spät und nie zu früh für die Fitness.

Zusatzinformationen Ironkids
Registrierung Ironkids: online bis Sonntag, 5. Mai und vor Ort im Ironman-Infozelt am Donnerstag, 9. Mai, 10 – 18 Uhr und am Freitag, 10. Mai, 10 – 14 Uhr (Kosten: 5 €) Startzeiten und Distanzen für Ironkids nach Altersgruppen (Geburtsjahr):
18:00h (2003-2008) 1000 Meter
18:15h (2009-2010) 750 Meter
18:30h (2011-2012) 500 Meter
18:45h (2013-2016) 250 Meter
Ort: Ctra. Artà, Port d’Alcudia
Mehr Infos: www.ironman.com

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