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Es ist das grüne Helvetien unter dem Himmel von Kalabrien, mit der Feierlichkeit und der Stille des Orients.

George Sand aus ihrem Buch „Ein Winter auf Mallorca”
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„Nun, lieber Freund, ich erfreue mich etwas mehr am Leben, ich bin dem Schönsten der Welt sehr nah, ich bin ein besserer Mensch”, resümierte einst Frédéric Chopin über seinen Aufenthalt in der Cartoixa von Valldemossa. Der Bau der ursprünglichen, königlichen Residenz wurde 1309 von König Jaume II in Auftrag gegeben, und rund 90 Jahre später wurde aus dem Palast ein Kloster des Kartäuserordens. Im Laufe der Geschichte wurden die Mönche jedoch vertrieben, die Klosterzellen einzeln verkauft und neun von ihnen sind bis heute noch im Privatbesitz. Direkt am Eingang befindet sich die neoklassische Kirche, die einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes hat. Nach dem kleinen Dom gelangt
man in einen überraschend kargen, langen und kühlen Gang. Gleich links ist die historische Apotheke mit einer wichtigen Sammlung von katalanischen Krügen, mallorquinischen Gläsern, Waagen, Mörsern und Retorten. Nun kommt man zur absoluten Hauptattraktion: Die Zelle Nr. 4, die im Winter 1838/1839 Frédéric Chopin und George Sand zwei Monate bewohnten. Dies ist übrigens nach einem Rechtsstreit zwischen den Besitzern von Zelle 2 und Zelle 4 vor einigen Jahren entschieden worden. Zweifelsfrei waren die beiden seinerzeit das berühmteste Pariser Paar. Er, der erfolgreiche Komponist und sie, die gefeierte Schriftstellerin.

Interessante und vielfältige Kunstsammlungen
Auch das hat das ehemalige Kloster zu bieten. Die Sammlung der Druckerei Guasp, ein Kulturdenkmal, besteht aus 1.590 Druckermatritzen und ist eine der wichtigen und besterhaltenen Kollektionen in ganz Europa. Der Nachlass von Erzherzog Lluis Salvador, ein Cousin der österreicherischen Kaiserin Sisi, beinhaltet Kunstwerke, Dokumente, Bücher, Fotografien und diverse Andenken an seine Reisen. In der Bildergalerie der Kartause befindet sich eine beachtliche Kunstsammlung von Künstlern der Sierra de Tramuntana und zeitgenössischer Kunst, u.a. mit Gemälden von Joan Miró. Hinter dem Platz der Kartause befindet sich der Palast des Königs Sancho in dem die Elemente des antiken Klosters wie die Zugangstreppe, der Kreuzgang und der Verteidigungsturm präsentiert werden. Der nächste Raum ist dem nicaraguanischen Dichter, Journalisten und Diplomaten Rubén Dario, der auch Prinz der kastilischen Buchstaben genannt wurde, gewidmet. Während seines Aufenthaltes in Valldemossa verfasste er das Gedicht „La Cartuja“ und den Roman „El oro de Mallorca“. Im Herrschaftshaus befindet sich auch ein Konzertsaal in dem täglich die klassischen Melodien von Chopin zu hören sind. Die Begehung der ehemaligen königlichen Residenz wird mit der Besichtigung des antiken Gästehauses der Adligen abgeschlossen. In dem schräg gegenüber liegenden Klostergarten kann man das erlebte Revue passieren und sich von der vielfältigen Pflanzenwelt inspirieren lassen. Der Eintritt für den Besuch der Kartause kostet 9,50 Euro, für die Zelle von Chopin und Sand muss man weitere 4 Euro bezahlen.

Die Räume kann man mieten
Die Räumlichkeiten stehen für diverse Events, Konferenzen, Preisverleihungen, Geschäftstermine oder Vorlesungen und vieles mehr zur Verfügung. Das Kartäuserkloster ist nicht nur ein besonderer Ort für Kunstliebhaber, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel der Prominenz aus Film und Fernseher. Sogar der Weltadel, darunter Prinzessin Diana von Wales, Kaiser Akihito von Japan, Sophie von Habsburg-Lothringen und natürlich der heutige spanische König Felipe VI, begab sich beeindruckt auf die Spuren der Klostergeschichte. ,Die Liste der berühmten Besucher wird von Jahr zu Jahr länger und vielfältiger und wen wundert es, dass die Cartoixa de Valldemossa für viele zu einem festen Bestandteil eines Aufenthaltes auf Mallorca gehört. Mehr Informationen über das Kartäuserkloster, Ermäßigungen beim Eintrittspreis, Veranstaltungen und Vermietung der Räume finden Sie unter: www.cartoixadevalldemossa.com

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