Alljährlich im Februar findet in Frankfurt die Ambiente statt. Weltweit die wichtigste Fachmesse für Produkte rund um den gedeckten Tisch, Küche und Hausrat, Geschenkartikel, Schmuck, Fashionbedarf ebenso wie Dekorationsartikel, Wohnkonzepte und Einrichtungsaccessoires nach dem Motto “Dining, Living, Giving”. Rund 4.500 Aussteller aus 92 Ländern zeigten die Trends 134.600 Einkäufern aus 168 Ländern.
Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl an Events, Nachwuchsprogrammen, Trendinszenierungen und Preisverleihungen.

PuenteEl + Big El für Konstantin Slawinski

Ethical Style Guide
Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, daher gibt es seit vier Jahren den Ethical Style Guide. Mehr als 200 Neueinreichungen aus insgesamt 41 Nationen zählte das Ethical-Style-Expertengremium im Vorfeld der Ambiente 2019. 87 daraus schafften es neu in den Ethical Style Guide. Zusammen mit der Auswahl der Vorjahre ergibt das in der Summe 248 überzeugende Unternehmen, die sich im besonderen Maße für Aspekte der Nachhaltigkeit engagieren.
Die Jury
Welche Kriterien sind für die Jury entscheidend? „Wir suchen nach dem gewissen Extra, das die Unternehmen als Sustainable auszeichnet“, erklärt Jurymitglied Kees Bronk vom CBI – Center for the Promotion of Imports from developing countries. Nachdem sich die Gruppe einig war über die Auslegung von Eckpunkten wie der ressourcenschonen- den Herstellung, dem Erhalt von traditionellen Her- stellungstechniken oder Gesichtspunkten des sozialen und fairen Umgangs mit allen an der
Produktion Beteiligten, ging sie in die intensive Beratung.
Manchmal müsse man sehr genau hinsehen, ob es sich um echtes Engagement oder doch eher nur um Greenwashing handelt, heißt es in der Runde. Das Ergebnis ist ein Kanon aus namhaften und weniger bekannten Unternehmen, die in einer oder mehreren Kategorien überzeugen. Zu den Favoriten der Jury zählten unter anderem die thüringische Porzellanmanufaktur Kahla mit ihren Porzellanbechern cupit to go, das Leuchtenlabel It´s about RoMi aus Amsterdam mit der handgefertigten Lampe Yellowstone/H/W aus recycelter Papiermasse oder das niedersächsische Fair-Trade-Label El Puente mit ihren Keramikobjekten. So sagt Mimi Sewalski, Geschäftsführerin bei www.avocadostore.de, deren Liebling das Projekt Little Sun des dänischen und in Berlin beheimateten Künstlers Ólafur Elíasson ist: „Little Sun bringt Licht in Regionen ohne Strom und ermöglicht dort das, was für uns selbstverständlich ist: auch bei Dunkelheit zu lesen, Hausaufgaben zu machen oder zu arbeiten.“

El Puente

Weitere Beispiele der Ethical Style-Sektion
Die Keramik-Schälchen “Blue Silent“ von Stefanie Hering. Jedes Unikat wird nach überlieferten Methoden in Handarbeit gefertigt. “Manfred Upcycling“ von Saskia Stiehler. Ein bisschen Terrazzo, ein bisschen Marmor und ganz definitiv: Porzellan. Jede einzelne Schale wird aus Ausschuss- und Abfallporzellan gefertigt. Die Lampe “Wind” von Katharina Brand und Tzuriel Gottlieb für Studio Vayehi wird aus federndem Ahornfunier
handgefertigt. Das pulverbeschichtete und in Deutschland produzierte Stahlregal “El & Big El” von Knut Völzke für Konstantin Slawinski. Durch beliegende Neodym-Magnete können mehrere Elemente miteinander verbunden werden. Die Gläser “Finesse” von Irmgard Braun-Ditzen für Zwiesel-Kristallglas werden in einem öko-optimierten Prozess hergestellt, so dass man 30 Prozent weniger Strom verbraucht als üblich, und Wasser wird auch gespart.
Mehr Informationen unter: www.ambiente.messefrankfurt.com

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