Kunstrasen kennen die meisten nur vom Fußballplatz. Und manch einer wird skeptisch sein, wenn er hört, dass Kunstrasen inzwischen auch im Garten als Trend angekommen ist. Denn für passionierte Rasenliebhaber ist eigentlich klar: Es geht nichts über ein natürlich gewachsenes, englisch getrimmtes, sattes Grün. Für alle anderen kann ein Kunstrasen allerdings eine pflegeleichte und schöne Alternative zur aufwändigen Graspflege sein – auch auf kleinen Flächen wie Balkonen.

Was sind die Vorteile?
Aber können Kunstfasern wirklich den prächtigen Anblick des natürlich gewachsenen Rasens ersetzen und sich gut und passend in die Optik des Gartens einfügen? Tatsächlich hat moderner Kunstrasen mit dem Bolzplatz-Rasen nicht mehr viel zu tun. Das Design der Fasern ist einem natürlichen Rasenwuchs nachempfunden, unterschiedliche Farbgebungen, aber auch Details in den verschiedenen Längen und Formen der „Grashalme“ unterstützen den Eindruck. Die Vorteile von Kunstrasen kommen insbesondere in der warmen Jahreszeit zum Tragen, in denen ein natürlicher Rasen teilweise mit großem Zeit- und Wasseraufwand gepflegt werden muss. Aber auch bei kühleren Temperaturen oder viel Niederschlag punkten sie mit einem deutlich geringeren Pflegeaufwand. Denn gemäht werden muss der Kunstrasen selbst
verständlich nicht, Gartenbesitzer können außerdem auf das Düngen oder Unkraut jäten verzichten und sparen je nach Größe der Fläche viel Zeit. Außerdem ist es leicht, ihn sauber zu halten: Bei Verschmutzungen reicht es oftmals aus, einen Eimer Wasser über dem Dreck auszuschütten. Alternativ kann man auch warten, bis der Regen den Dreck von selbst abgespült hat. Auch tobende Kinder und hohe Beanspruchung hält ein Premium-Rasen problemlos über längere Zeit hinweg aus.

Wie wird er verlegt?
Wer sich für einen Kunstrasen im Garten entschieden hat, der sollte das Verlegen in jedem Fall gut planen, denn die Fläche sollte im Idealfall möglichst eben sein. Es hilft, den Untergrund vorzubereiten und zu glätten, man sollte den Boden nicht auf eine alte Rasenfläche oder den blanken Boden verlegen. Experten empfehlen, den Rasen entweder auf eine Schicht von Füllsand zu verlegen oder auf einen Mix aus Sand und Zement. Letzteres ist zwar professioneller, aber auch teurer. Wichtig ist, darauf zu achten, dass Regenwasser ordnungsgemäß ablaufen kann, im Zweifelsfall sollte man eine Fachfirma mit der Verlegung beauftragen.

Wie teuer ist Kunstrasen?
Im Vergleich zu herkömmlichen Grassamen ist ein
Kunstrasen in der Anschaffung deutlich kostenintensiver. Zwar ist ein Quadratmeter Kunstrasen schon für rund 15 Euro zu haben, hochwertigere Produktionen schlagen allerdings schon mit bis zu 40 Euro zu Buche. Hinzu kommen die Kosten für den Sand, die Bodenvorbereitung und die eigentliche Verlegung. Damit ist Kunstrasen sogar teurer als herkömmlicher Rollrasen.

Ist er auch stabil genug?
Trotzdem kann sich die Anschaffung eines Kunstrasens lohnen. In der Praxis punkten die Fasern beispielsweise mit ihrer hohen Strapazierfähigkeit. Je nachdem, wie intensiv die künstliche Rasenfläche genutzt wird, sprechen die Hersteller von einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren. PremiumProdukte können sogar noch deutlich länger halten. Gewöhnen muss man sich nur an das Gefühl der Kunstfasern, die sich anders anfassen als echtes Gras. Wer damit kein Problem hat, für den kann Kunstrasen eine hochwertige und pflegeleichte Alternative zu echtem Gras sein, dass auch bei ungünstigem Wetter wie Trockenheit oder Nässe eine gute Figur im Garten macht und optisch kaum noch von echtem Grün zu unterscheiden ist.
Quelle: Deavita

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