Art has never been a neatly contained practice for illustrator Fern Choonet. From doodling on schoolbooks and bedroom walls to creating chaotic compositions inspired by various influences, her creative journey has been about embracing mess – literally and conceptually.
Choonet’s career has taken her from Bangkok to Toronto and now Tokyo, resulting in a playful collision of cultural influences in her work. We had the pleasure of discussing her journey from Bangkok to Japan, where she found her creative community.
Drawing outside the lines
Choonet’s love for illustration began in childhood, drawing on textbooks and walls despite getting in trouble. Encouraged by her eighth-grade art teacher, she pursued illustration despite hesitations about a creative career.
Expanding horizons in Toronto
Studying illustration at OCAD University in Toronto opened Choonet up to new perspectives and cultures, shaping her work. Advice from her professor about humility has influenced her creative approach.
Tokyo dreams and realities
Based in Tokyo, Choonet finds inspiration in the city’s rich culture but also navigates its intricate nuances. The creative community in Tokyo has been a source of support and collaboration.
A love affair with acrylic gouache
Choonet has found a perfect match in acrylic gouache, a medium that allows her to balance control and spontaneity in her work.
Finding beauty in the mess
Choonet’s latest series celebrates clutter, rooted in her experiences of embracing chaos in her physical space and creative process. Embracing the mess has become central to her creative identity.
In einer Designwelt, die immer noch weitgehend von schlichtem Minimalismus dominiert wird, vertritt Choonet stolz den Maximalismus. „Minimalismus hat sich für mich immer etwas zu perfekt und unerreichbar angefühlt“, sagt sie. „Ich bin im Herzen eine Maximalistin und möchte jeden Raum mit Farbe und Krimskrams füllen.“
Kulturelle Kollisionen und Inspirationen
Nachdem sie in Bangkok, Toronto und jetzt Tokio gelebt hat, ist Choonets Arbeit ein Schmelztiegel von Einflüssen. „Ich bekomme meine Farbinspirationen von der Lebendigkeit Bangkoks, meine Aufmerksamkeit für Details von den Feinheiten Tokios und meine soziale Analyse von dem, was ich in Toronto gelernt habe“, erklärt sie.
Diese Mischung kultureller Referenzen ist besonders in ihren neuen Arbeiten deutlich, wo traditionelle Stilllebenmotive mit Relikten der Popkultur, Internet-Trends und persönlichen Anekdoten verschmelzen. In ihrem Stück „High Fidelity“ zollt Choonet zum Beispiel der Musik der 90er Jahre Tribut, die ihre Adoleszenz geprägt hat, und füllt die Komposition mit Platten, Postern und Memorabilien.
Choonet ist auch fasziniert von der Art und Weise, wie das moderne Leben – und das Internet – seine eigenen einzigartigen Formen von Unordnung kultiviert. In „Pinteresting“ reflektiert sie die visuelle Überlastung von Pinterest-Boards, wo mittelalterliche Keramik und absichtlich zerbrochene Keramik um Aufmerksamkeit ringen. In „For Your Instagram Eyes Only“ entlarvt sie die kuratierte Perfektion von Influencer-Tischdekorationen und zeigt das Chaos auf, das sich gleich außerhalb des Rahmens verbirgt.
Ihr Sinn für Humor und Selbstbewusstsein kommen in diesen Werken zum Ausdruck und laden die Betrachter ein, Schönheit in ihren eigenen Unordnungen zu finden – sei es ein Stapel halbgelesener Bücher, eine Küchenspüle voller unpassender Geschirr oder ein chaotischer Gruppenchat, der überquillt vor Memes.
Kredit: Tokyodex
Im Laufe ihrer Karriere hat sich Choonet stark auf die kreative Gemeinschaft um sie herum gestützt – ein Wert, den sie gerne an aufstrebende Illustratoren weitergeben möchte. „Umgeben Sie sich mit Gleichgesinnten, die Sie inspirieren und unterstützen“, rät sie. „Vernetzen Sie sich mit Menschen, die Sie bewundern, und nehmen Sie an Veranstaltungen teil, um Ihre Arbeit zu präsentieren.“
Was als Nächstes kommt, hat Choonet ein arbeitsreiches Jahr vor sich. Sie bereitet sich auf eine bevorstehende Ausstellung im Mai vor, bei der sie ihre Zines, Aufkleber, Schlüsselanhänger und Postkarten präsentieren wird. Es gibt auch einige Auftragsprojekte in der Pipeline, neben einem persönlichen Ziel: die Erstellung eines Kinderbuchs mit einem starken narrativen Fokus – etwas, das seit Jahren in ihrem Hinterkopf brodelt.
Welche Form ihre zukünftigen Projekte auch annehmen mögen, sie werden unapologetisch Choonet bleiben – eine lebendige, unordentliche und freudige Feier all dessen, was das Leben (und die Kunst) schön unvollkommen macht.