Künstler Ai Weiwei wird aufgrund fehlenden Visums die Einreise in die Schweiz verweigert.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei wurde kürzlich daran gehindert, in die Schweiz einzureisen, nachdem er keinen Besucher-Visum vorweisen konnte. Laut einem Instagram-Beitrag von Ai verbrachte er den Abend des 10. Februar auf einer Bank am Flughafen Zürich.

Ais Instagram-Beitrag wurde mit folgendem Text versehen: „Sie sagten mir: ‚Das ist die Schweiz, nicht Portugal‘. Ich schlafe heute Nacht auf einer Bank mit einer Decke und warte darauf, morgen früh um 6:50 Uhr abgeschoben zu werden.“

Der Instagram-Beitrag enthielt mehrere Fotos und Videos vom Flughafen, seinem Reisepass und Dokumenten sowie dem Einreiseverweigerungsbescheid an der Grenze. Letzterer besagte, dass Ai kein Visum hatte.

Chinesische Reisepassinhaber müssen ein Schweizer Schengen-Visum beantragen, um das Land für Tourismus, Geschäftsbesuche, Besuche von Freunden und Familie sowie kurze Studienprogramme zu besuchen.

Der Künstler lebt seit 2013 in der portugiesischen Stadt Montemor-o-Novo, außerhalb von Lissabon.

In einem der Fotos, die Ai auf Instagram hochgeladen hat, hat er die Flugnummer BA709 hinzugefügt, einen British Airways-Flug, der für den 11. Februar um 6:50 Uhr von Zürich nach London geplant ist.

Ein Sprecher der Zürcher Kantonspolizei sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass Ai nicht über die erforderlichen Einreisedokumente verfügte, um die Schweiz zu besuchen. Der Polizeisprecher erwähnte auch, dass Ai nicht verhaftet wurde und sich frei im Transitbereich des Flughafens bewegen konnte, bis er in sein Herkunftsland zurückkehren musste.

Die Nachricht von der Einreiseverweigerung des chinesischen Künstlers in die Schweiz wurde erstmals von swissinfo.ch, einem Teil der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, gemeldet.

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