Das weite Meer, versteckte Buchten, leckeres Essen an der Promenade und ganz viel südlichleichtes Lebensgefühl: Viele Deutsche träumen davon, irgendwann einmal auf Mallorca zu leben. In Gedanken sehen sie sich schon zum Strand spazieren, in großen Fincas sitzen und die mallorquinische Sonne genießen. Aber wie ist eigentlich das wahre Leben auf der Insel? Wie wohnen Residenten, die Deutschland für kurz oder lang den Rücken zugekehrt haben? In unserer neuen Reihe wollen wir einen Blick durch die Schlüssellöcher und hinter die verschlossenen Türen wagen. Und fragen uns: Wie wohnen die anderen eigentlich so auf der (Traum-)Insel?

Ort der Ruhe und des Wohlfühlens
Schon länger hatte Maggie den Wunsch, sich von ihrem deutschen Lebensstil abzuwenden, in einem Haus auf Mallorca zu leben und es mediterran zu gestalten. Inzwischen wohnt sie seit drei Jahren auf der Insel. Für sie ist ihr Zuhause der wichtigste Ort in ihrem Leben. Einer, an dem sie sich wohlfühlen muss – ein unverzichtbares Nest, um Ruhe zu finden in einem hektischen Alltag, um zu entspannen und glücklich zu sein.Maggie hat uns in ihre Finca in Capdepera eingeladen. Hier wohnt sie mit ihrer Familie, einem Hund und einer Katze.

Hell im Ibiza-Stil
Geht man in Richtung Terasse, bekommt man einen ersten Eindruck von dem Gebäude. Es ist offen, hell und im Ibiza-Stil gehalten. Die Terasse selbst ist groß und geräumig: Gut vorstellbar, dass die Bewohner des Hauses hier an lauen Sommerabenden ein paar Stündchen länger sitzen. Neben der Garage führt eine weiße Treppe zum Pool. Dahinter befindet sich ein kleiner Garten. Viel draußen sein – das ist hier auf der Insel ganz besonders wichtig.

Der mächtige Esstisch
Von der Terrasse aus gelangt man ins Wohnzimmer. Der Esstisch in der Mitte des Raumes zieht die Blicke auf sich. Ein rustikales Schmuckstück mit seinen beiden großen massiven Platten aus unbehandeltem Kiefernholz. Gibt es den so zu kaufen? Nein, sagt die Grafikdesignerin, der ist selbstgemacht. Die Holzplatten hat sie aus dem Baumarkt
Leroy Merlin in Palma, zwei Kiefernplatten „Pino Bruto“, absichtlich dick und unlackiert für einen rustikalen Charme. Sie stehen auf schlanken Metallfüßen, die dem Tisch etwas von seiner Schwere nehmen. Das besondere Extra: Da die beiden Platten zusammen nicht breit genug für einen großen Esstisch wären, gibt es in der Mitte eine Lücke. 20 Zentimeter breit – ideal, um noch einmal die Liebe zum mediterranen Wohnort aufzugreifen.
Und womit ginge das besser, als mit dem berühmten Marès-Stein. Das traditionelle balearische Gestein, das in Steinbrüchen auf der Insel abgebaut wird, wird normalerweise zum Bau von Hauswänden benutzt. Im Selfmade-Tisch findet er seine Verwendung als schöner Lückenfüller.

Mediterrane Einrichtung
Es ist eine muntere Mischung aus mediterraner Leichtigkeit und deutscher Pragmatik, die die hübsche Finca in Capdepera bestimmt. Neben dem traditionellen Fliesenboden im Bad, den RattanStühlen und den hell gewählten Farben finden sich auch Möbelstücke, die dem ein oder anderen bekannt vorkommen dürften: das Sofa im Wohnzimmer beispielsweise ist von Ikea. „Insgesamt versuche ich aber, mehr mediterran zu gestalten und weg von dem Deutschen zu gehen“, sagt die 49-Jährige zu ihrer Einrichtung. Dabei hat sie sich auch bei der Renovierung vor allem mit Weiß-Tönen gearbeitet, um sich weiter an dem Ibiza-Stil des Hauses orientieren.

Mitmachen!
Wir sind neugierig! Zeigen Sie uns, wie man auf Mallorca wohnt. Wenn es einige selbstgezimmerte oder gebastelte Stücke in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus gibt, auf die Sie stolz sind, umso besser! Machen Sie ein paar Fotos (geht auch mit dem Handy) und schicken diese gemeinsam mit einigen Zeilen, warum wir gerade Sie in EL AVISO vorstellen sollen, als Mail an: lesermeinung@el-aviso.es

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