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Das weite Meer, versteckte Buchten, leckeres Essen an der Promenade und ganz viel südlichleichtes Lebensgefühl: Viele Deutsche träumen davon, irgendwann einmal auf Mallorca zu leben. In Gedanken sehen sie sich schon zum Strand spazieren, in großen Fincas sitzen und die mallorquinische Sonne genießen. Aber wie ist eigentlich das wahre Leben auf der Insel? Wie wohnen Residenten, die Deutschland für kurz oder lang den Rücken zugekehrt haben? In unserer neuen Reihe wollen wir einen Blick durch die Schlüssellöcher und hinter die verschlossenen Türen wagen. Und fragen uns: Wie wohnen die anderen eigentlich so auf der (Traum-)Insel?

Das Paradies ertragen können Eigentlich wollte Doreen schon seit Langem auf das spanische Festland ziehen. Entschieden hat sie sich irgendwann für Mallorca. Die Insel fasziniert und inspiriert sie. Und hat sie mithilfe von alten Bilderrahmen zur Künstlerin gemacht.
Sant Agustí ist ein kleiner Bezirk im Südwesten von Palma. Nahe zur Hauptstadt mit ihrem unverwechselbaren Charme, mit schneller Anbindung an den Flughafen. Hier wohnt und arbeitet seit ein paar Wochen die 49-jährige Doreen. Sie ist gekommen, um zu bleiben. Den Wunsch nach Spanien auszuwandern hegte sie schon seit langer Zeit. An das Festland hatte sie gedacht, aus beruflichen Gründen. Sie arbeitet als Immobilienmaklerin. Aber dann ist es anders gekommen – und es hat sie auf die Insel verschlagen. Ihr Lieblingszitat über ihre neue Heimat: „Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca.“ Obwohl nicht klar ist, ob die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein diesen berühmten Satz tatsächlich jemals so zu Robert Graves gesagt hat. „Er sagt alles aus, was die Insel für mich ausmacht,“ so Doreen. Und es scheint so, als ob sie in Sant Agustí ihr ganz persönliches kleines Stück vom Paradies gefunden hat.

Die Küche im Garten
Ihr erstes Projekt im neuen Zuhause ist ein alter Traum. Kurz nach ihrer Ankunft auf Mallorca hat sie mit dem Bau einer Außenküche begonnen. Sie ist im Fincastil gehalten – offen und ideal für die vielen warmen Tage, um die es drinnen selbst beim Kochen zu schade wäre. An ihrem bisherigen Wohnort in einer Stadt wäre eine solche Küchenzeile nicht umzusetzen gewesen. „Aber jetzt fügt sie sich wunderbar ein,“ erklärt Doreen. Man sieht der Küche die Experimentierfreude ihrer Erbauerin an. Gearbeitet aus verschiedenen Materialien, vor allem natürliche Einrichtungen aus Holz und Naturfasern, aber auch fröhlich-bunte Farbtupfer und helle blau-weiß-Kombinationen, die daran erinnern, dass das Meer ganz nah ist. Und auch, wenn die Küche sehr dekorativ aussieht – alleine zur Deko ist sie nicht da. Sie scheint förmlich darauf zu warten, an langen Abenden Gäste bekochen zu können, die sich auf den gepolsterten Sitzplätzen niederlassen und die Sommerwärme bei Kerzenschein genießen.

Kunst aus alten Dingen
Die Insel inspiriert Doreen – und hat sie auch wieder näher zur Kunst gebracht. Alte Bilderrahmen, Spiegel und Kleinmöbel haben es ihr besonders angetan. Sie hat ein Herz für die Dinge, die niemand mehr braucht, die überflüssig geworden sind und weggeworfen werden. Mit viel Farbe und kreativer Malerei haucht sie ihnen neues Leben ein und verkauft sie später an Kunstliebhaber. Ihre bemalten Rahmen zeigen Clownsgesichter, sind von kleinen Figuren bewohnt oder von einer bunten Ansammlung an Meeresbewohnern bedeckt. Das ist ihre Kunst „DI art“. Damit will Doreen darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Wiederverwertung alter Dinge ist. „Immerhin befinden wir uns hier auf einer Insel“, sagt die 49-Jährige. „Da sollte meiner Meinung nach Recycling noch mehr Bedeutung beigemessen werden.“ Sie inszeniert die selbst gestalteten Stücke auf Fotos auch gerne mit mallorquinischem Hintergrund. „Todo en el marco“ – Alles im Rahmen. Das sind auch die Fotoausschnitte der Insel, auf der Doreen ihr kleines Paradies gefunden hat.

Mitmachen! Wir sind neugierig! Zeigen Sie uns, wie man auf Mallorca wohnt. Wenn es einige selbstgezimmerte oder gebastelte Stücke in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus gibt, auf die Sie stolz sind, umso besser! Machen Sie ein paar Fotos (geht auch mit dem Handy) und schicken diese gemeinsam mit einigen Zeilen, warum wir gerade Sie in EL AVISO vorstellen sollen, als Mail an: info@el-aviso.es oder lesermeinung@el-aviso.es

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