Das weite Meer, versteckte Buchten, leckeres Essen an der Promenade und ganz viel südlichleichtes Lebensgefühl: Viele Deutsche träumen davon, irgendwann einmal auf Mallorca zu leben. In Gedanken sehen sie sich schon zum Strand spazieren, in großen Fincas sitzen und die mallorquinische Sonne genießen. Aber wie ist eigentlich das wahre Leben auf der Insel? Wie wohnen Residenten, die Deutschland für kurz oder lang den Rücken zugekehrt haben? In unserer neuen Reihe wollen wir einen Blick durch die Schlüssellöcher und hinter die verschlossenen Türen wagen. Und fragen uns: Wie wohnen die anderen eigentlich so auf der (Traum-)Insel?

Wohnen im Ferienparadies Schon als junge Frau zog die Enddreißigerin Julia mit ihren Eltern nach Mallorca und ist bis heute hier geblieben. Sie hat sich gut eingelebt, viele Freunde auf der Insel gefunden und hat sich auf der Ferienanlage ihrer Eltern auf eigene Faust ein gemütliches Paradies eingerichtet. An der Ostküste von Mallorca, in der Region Llevant, liegt der Küstenort Sa Coma. Und kein Wunder, dass er bei Urlaubern beliebt ist, denn das kleine Städtchen hat einiges zu bieten: In der Bucht lockt türkis-blaues, glasklares Wasser die Taucher an, die sich für die Fauna und Flora im Mittelmeer um die Balearen interessieren, Segler, Surfer und Gleitschirmflieger kommen auf ihre Kosten, die Strandpromenade lädt Besucher zum Flanieren ein und der fast 900 Meter lange Sandstrand bietet genug Platz, um gestressten Städtern ein paar unbeschwerte Stunden zu bescheren. Auf dem Grundstück einer Apartmentanlage im Villenviertel von Sa Coma hat es sich auch eine Residentin gemütlich gemacht. Hier wohnt Julia in ihrem kleinen Häuschen mit ihren Katzen zusammen, umgeben von einem mediterranen Garten mit vielen Palmen und dem sommerlichen Trubel der Ferienapartments im mallorquinischen Stil.

Inspiriert von Reisen und Märkten
Vor 26 Jahren kam Julia als junge Frau mit ihren Eltern nach Mallorca. Nun ist sie Ende 30, arbeitet im Familienbetrieb und fühlt sich heimisch auf der Insel. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie fließend Spanisch und Mallorquin spricht. Julia fühlt sich gut integriert. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist sie gerne unterwegs. Ihre Liebe zum Verreisen spiegelt sich auch in ihrer Einrichtung wieder: So fallen zum Beispiel die alten Koffer ins Auge, die sie an die Wand geschraubt hat, und die ihr nun als einklappbare Ablage dienen. Auch HolzPaletten, hochkant an der Wand befestigt, bieten im Treppenhaus zusätzliche Stellplätze, wo auch ihre liebevoll selbst gestaltete Dekoration einen Platz findet. Hingucker sind einige Bücherstapel, die quasi „frei schwebend“ die Wand schmücken. Julia kombiniert gerne Altes mit Neuem, holt sich ihre Inspiration auch von Märkten, die sie gerne besucht, und behält trotzdem einen mediterranen Touch bei. Vieles in ihrem Haus ist Marke Eigenbau. Zusammen mit ihren Freunden ist sie regelmäßig auf der Suche nach neuen Ideen, um ihre Wohnung noch weiter zu verschönern.

Freunde zu Gast in der Küche
Neben ihren mallorquinischen Freunden kommen auch oft Gäste aus Deutschland zu Besuch. Das der Kontakt in die ursprüngliche Heimat im Norden nicht abreißt, das ist Julia sehr wichtig. Und wer es auf ihre Gästeliste geschafft hat, der hat Glück. Denn die Wahl-Insulanerin ist eine leidenschaftliche Köchin, probiert auch gerne mal etwas aus und lädt ihre Freunde zu kulinarischen Abenden ein. Die Küche ist daher einer der wichtigsten Orte in ihrem Haus, ein Zentrum der Geselligkeit. Sie ist groß, geräumig und bietet Platz für alles, was man für eine ausgiebige Kochsession braucht. Nur im Sommer bleibt die Küche so manches mal kalt – dann nämlich, wenn der Grill als Kochplatten-Ersatz dient und die Gäste in den Garten lockt. Hier haben auch Julias Katzen genug Platz zum spielen – zwischen Palmen und anderen mediterranen Gewächsen besitzt die Residentin eine kleine Wohlfühl-Oase für Mensch und Tier.
Franziska Franken

Mitmachen!
Wir sind neugierig! Zeigen Sie uns, wie man auf Mallorca wohnt. Wenn es einige selbstgezimmerte oder gebastelte Stücke in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus gibt, auf die Sie stolz sind, umso besser! Machen Sie ein paar Fotos (geht auch mit dem Handy) und schicken diese gemeinsam mit einigen Zeilen, warum wir gerade Sie in EL AVISO vorstellen sollen, als Mail an: info@el-aviso.es

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