Lösungen statt Angstmache

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Verheerende Unwetter mit Todesfällen auf Mallorca, in Andalusien und im Süden Frankreichs. Ein endloser Sommer und anhaltende Trockenheit in Deutschland. Die Erderwärmung wird immer wieder als Ursache genannt.

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Auf Mallorca herrscht nach wie vor Fassungslosigkeit ob der jüngsten Wetterkatastrophe und der Wassermassen, die sich ihren Weg bahnten und Bäume, Autos und Menschen mit sich rissen. Die enormen Schäden durch Regenfälle und der daraus entstandenen Flutwellen sind trotz umfangreicher Aufräumarbeiten teilweise noch sichtbar in Orten wie Sant Llorenç, Son Carrio, S ́Illot, Artà und Canyamel. Was ist los mit unserem Wetter?
Weltweit 320 Milliarden Euro Schäden durch Naturkatastrophen allein im vergangenen Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Erst vor einigen Wochen wurde der Sonderbericht SR1.5 über die globale Erderwärmungsbegrenzung von 1,5 Grad auf einer Pressekonferenz des Weltklimarates (IPCC) vorgestellt. Laut Prognose werden klimabedingte Risiken für Gesundheit, Existenzgrundlagen, Nahrungs- und Wasserversorgung, menschliche Sicherheit und Wirtschaftswachstum bereits bei einer Erwärmung um 1,5°C zunehmen und bei 2°C weiter ansteigen.

1,5°C als Ziel

Ziel der Bemühungen des Weltklimarates ist es, möglichst zeitnah die Erderwärmung auf maximal 1,5°C einzugrenzen. Derzeit haben wir 1°C plus auf unserer Erde erreicht  und damit die höchste Temperatur seit der letzten Eiszeit. Bei einem Anstieg auf 4 Grad wird für Europa eine permanente wüstenähnliche Dürre prognostiziert. Das gilt insbesondere für den Mittelmeerraum, der laut der Vorhersage als Region überdurchschnittlich auf die globale Erderwärmung reagiert. In dem Fall käme es dann in Zukunft immer häufiger zu Dürreperioden und Hitzewellen.

Dramen auf Mallorca

Die globale Erderwärmung soll ebenfalls Ursache gewesen sein als auf Mallorca Anfang Oktober Starkregen die Straßen rund um Sant Llorenc de Cardassar, Son Carrio, S ́Illot, Artà und Canyamel binnen kürzester Zeit in reißende Flüsse mit Flutwellen bis zu fünf Metern verwandelten. Dreizehn Menschen ließen dabei ihr Leben.
Zweifler an der Erderwärmungstheorie führen an, dass sich bereits vor 29 Jahren, im September 1989, ein ähnliches Unglück an gleicher Stelle ereignete. Die Torrentes traten über die Ufer, rissen drei Menschen in den Tod und richteten Schäden in Millionenhöhe an. Fest steht: Extreme Wetterphänomene hat es schon immer gegeben, nicht erst, seitdem sich das Bewusstsein vieler Menschen für die Umwelt verändert hat.

Hitze ohne Ende

Dabei ist dieses Jahr aller Voraussicht nach eines der seit Beginn der Wetteraufzeich- nungen heißesten Jahre auf unserer Erde, das zeigen die aktuellen Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO). Die Extremwetterereignisse häufen sich parallel dazu seit Jahren zusehends: Hurricanes in den USA, endlose Hitzeperioden in Nordeuropa, sint- flutartige Regenfälle in Südeuropa, Flammenmeer in Deutschlands, Italiens, Spaniens, Griechenlands und Kaliforniens Wäldern, Dürren in Ostafrika, Waldbrände in Grönland, dem ewigen Eis inmitten des Nordpolarmeeres, um nur einige der Umweltkatastrophen zu nennen. Extremszenarien in der Berichterstattung tragen dabei zur Angstmache bei, und vorherrschende Begriffe wie Desaster, Katastrophe oder Extremwetter verstärken das zu erwartende Ausmaß der Wetterkatastrophen. Das menschliche Umweltverhalten als eine Ursache der Erderwärmung vorausgesetzt, kann jeder Einzelne seinen Teil leisten, die Umweltverschmutzung zu vermeiden (siehe Infokasten), die als eine der Ursachen der Erderwärmung genannt wird.
Tina Engler

KLEINE TIPPS MIT GROSSER WIRKUNG!

  • Strom von unabhängigen Öko-Anbietern wählen. Ein Drei- bis Vier-Personen-Haus- halt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Ton- nen CO2 einsparen.
  • Vom Auto aufs Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigen.
  • Weniger Fleisch essen. Vegetarier/Veganer sparen rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr ein.
  • Bioanbau der Region fördern.
  • Heizung und Klimaanlage herunterdrehen.
  • Beim Kauf von Elektrogeräten auf Energie- Effizienz achten.
  • Den Standby-Modus ausschalten.
  • Vermehrt LED-Leuchtmittel nutzen.
  • Kreuzfahrtschiffe meiden. Ein Kreuzfahrt- schiff stößt pro Tag so viel CO2 aus wie rund 84.000 Autos.
  • Flugfrequenz minimieren. Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg-Palma verursacht 734 Kilogramm CO2 pro Person
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