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Wir bewegen uns in einer Welt des Surrealismus, die traumhaft im Sinne von unwirklich entgegen dem Realismus steht. In einer Welt der Visionen, jenseits der Grenzen des Bewusstseins, revolutionierend, phantasiereich, archaisch, „ver-rückt“, mystisch, rituell. Der Geist, der das Physische belebt, der Künstler, der als Magier und Schamane sich der Kunst des Primitivismus hingibt, schwebt in allem was Mayte Bayón auf ästhetisch wundersame Weise kreiert.
Tief verbunden in ihrem Herzen drückt sich Mayte über die Metamorphose zugewendet zur Kunst des Primitivismus gegen die Modernisierung, Industrialisierung und Schnelllebigkeit der heutigen Zeit aus. Raus aus den Zivilisationskrankheiten der Zwanghaftigkeit, der Funktionalität, Isolation, Vereinsamung, durch die Erforschung der Grenzbereiche der Psyche begegnet die Schildkröte mit ihrer Langsamkeit der fruchtbaren Erde im Garten von Mayte.

In jungen Jahren
Mayte Bayón wurde 1952 in dem kleinem Dorf Frumales in der Provinz Segovia geboren. Sie liebte es zu lesen, und von einfacher Lektüre wandelte sie schnell über zu philosophischer Lektüre, hin zur Poesie und den großen Denkern. Ihr Vater, ein Konstrukteur, hatte ein großes Wissen über Architektur und prägte Mayte darin ihren Geist zu benutzen. Sie war eines von sechs Kindern und wurde mit ihrer Schwester in ein katholisches Mädcheninternat geschickt, denn die Mutter brauchte all ihre Kraft, um sich um die Jüngeren zu kümmern. Rebellierend, nach drei Jahren Internat, kehrte sie zurück in ihr Elternhaus. Sie verneinte die herkömmlichen Formen, wird auffällig. Sie verlässt die Eltern und geht mit 19 Jahren nach Paris.

Aufbruch
Sie lernt die französische Sprache und ist entzückt und überwältigt von der Vielfalt und dem reichen Kulturleben, dem „Pariser Flair“. Wöchentliche Museumsbesuche zu den großen Meistern der Kunst inspirierten sie und sie begann ihre ersten Zeichenkurse. Ende 1975 herrschte in Spanien Aufbruchstimmung. Francisco Franco ist tot, die Diktatur beendet und in ganz Spanien zog es die Menschen auf die Straßen, in eine neue Freiheit. Die Künstler konnten sich in Cafés treffen, philosophieren. Es herrschte ein reger Austausch unter ih
nen und neue Kunstformen, Projekte durften sichtbar werden. Genau zu dieser Zeit wechselte Mayte Bayón von Paris nach Barcelona und sie beschreibt diese Zeit als ein großes Fest der Befreiung. Langsam konnte die Kunst wieder zu ihrem Atem finden. Sie lernt ihren zukünftigen Mann kennen, der ebenfalls wie sie Künstler ist und sie in allem unterstützt und managt. Es folgten Kurse in Malerei, Zeichnung, Theater, Performance und sie kreierten und realisierten immer mehr Projekte. Nach einigen Jahren in Barcelona und Madrid entschieden sie sich 1992 für ihr Leben auf Mallorca.

Grenzenlos kreativ Das beschreibt Mayte Bayón. Nichts kann ihre Vision von Freiheit in ihrem Stil einschränken. Akribisch genau, punktuell, minutiös projiziert sie sich selbst, mal phosporisierend, mal skizziert, schemenhaft, maskiert, nackt. Ihre Performance ist experimentell, wild, poetisch-philosophisch, klug und außerordentlich. Sie spricht ihre eigenen Texte, produziert die Musik eigens dafür mit großartigen Komponisten und Musikern wie Toni Caimari, Gründer der Fundation ACA, mit Jeremy Clarke, der sie live musikalisch begleitet. Sie improvisiert und wird zu ihrem Werk in ihrer Kunst. Der Surrealismus, der Einzug hält in die Literatur und sich der Romantik ebenso bedient, wie auch der zeitgenössischen Wissenschaften über die Psyche und der Psychoanalyse, der als Medium für Weltveränderung und Selbsterkenntnis neu definiert wird, hat auf Mayte Bayón eine nachhaltige Wirkung und zeigt sich in ihren handgemalten Büchern, in ihrer Musik, Performance, Poesie, Filmen, Gemälden das Thema, das sie bis heute zu ihrem ganz eigenen Stil brachte. Es ist eine Reise in das Unterbewusste, das seine Wurzeln sucht und sie in der Spiritualität und Abstraktion findet und die Selbstfindung als dauerhaften Prozess beschreibt. Frei und mit sich selbst in der direkten Konfrontation mit dem Sein…. zurück an den Ursprung der Menschheit, im Gespräch mit großen Meistern, wünscht sich Mayte Bayón, das sich jeder selbst anerkennt als Individuum und nicht als ein zu manipulierendes Uhrwerk mit der perfekten Zeitangabe.
Wenn sie neugierig geworden sind kontaktieren Sie Mayte Bayón unter: maytebayon2018@gmail.com https://vimeo.com/111217387
Nermin Goenenc und Roman Hillmann Fotos: privat Mayte Bayón, Roman Hillmann

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