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Aktiver Tierschutz von Deutschen auf Mallorca: Nach dem tragischen Tod seines geliebten Hundes, entschied sich der Autor spontan, einen hilfsbedürftigen Hund aufzunehmen.

Vier Tage kämpfte mein Tierarzt Gordon Schier aus Colònia de Sant Pére um das Leben meiner kleinen Cucca, eine liebe, treue und sehr intelligente Ratero Hündin. Vor 14 Jahren war sie wohl von ihren damaligen mallorquinischen Besitzern auf die Straße, zwischen Colònia de Sant Pere und Manacor, in ein ungewisses Schicksal verjagt worden. Cucca war der zweite “Findling”, der uns auf dieser Straße vor unser Auto gelaufen war! Es scheint bei den älteren Mallorquinern noch heute eine leider weit verbreitete Praxis zu sein, Tiere – egal ob Hund oder Katze – auf die Straße zu jagen wenn sie unbequem oder alt werden. 14 Jahre später ist Cucca keines natürlichen Todes gestorben, sondern sie ist vergiftet worden. Auch das ist noch immer eine Unsitte hier auf der Insel, ungeachtet der Gefährlichkeit für das Leben Anderer, einfach Gift auszulegen!

Die „Animal Police“ schreitet ein
Aber Cuccas Tod eröffnete für eine über die Maßen geschundene kleine Hundeseele eine Perspektive für das Weiterleben. Es war dieser Tage in Manacor, als deutschen Fahrrad-Touristen ein kleiner vernachlässigter, schwerkranker und halbverhungerter kleiner Ratero Rüde, der auf dem rechten Auge blind war, ihnen hilfesuchend hinterherlief.
Mehr als vier Stunden versuchte Edith Wild für den kleinen Kerl rettende Hilfe zu organisieren. Aber vergeblich. Alle angesprochenen Tierschützer inklusive der Polizei erklärten sich nicht für zuständig. Farah De Tomi vom Schweizer Tierschutzverein “Animal Police” erreichte schließlich der Notruf der Deutschen Edith Wild in Zürich, wo sie mit ihrer Event-Agentur das Geld verdient, das sie zu einem beträchtlichen Teil für die Rettung von Tieren auf Mallorca bereitstellt: Pro Monat sind das immerhin beachtliche 3.000 bis 5.000 Euro.

Engagierte Helferin für Tiere
Seit nunmehr über acht Jahren ist Farah auf der Insel mit ihren Mitstreitern Nadescha, und Marco täglich für kranke, geschundene und ausgesetzte Tiere unterwegs. Sie sagte Edith Wild sofortige Hilfe sowie die Übernahme aller Kosten zu, bis heute gut 700 Euro, und informierte ihre Kollegin von “Animal Police” Alessandra in Manacor. Jetzt ging alles sehr schnell. Innerhalb von 30 Minuten war der kleine, schwer an Leishmaniose leidende kleine Kerl in der Mon Veterinär Klinik in Manacor auf Station und am Tropf
(www.monveterinari.es).

Mir, dem der Tierarzt Gordon Schier nach dem Verlust meiner Cucca zu einer baldigen Anschaffung eines neuen Vierbeiners geraten hatte, machte man einen Kontakt zu Farah. Gemeinsam fuhr sie mit mir nach Calvià in die dortige Tierschutzstation, wo ich mir einen ersten Eindruck über zu rettende Hunde machen konnte. Noch während ich eine endgültige Entscheidung fällen konnte, erreichte mich Farahs Hilferuf zu diesem kleinen vierbeinigen “Invaliden”, der in den nächsten Tagen dringend ein neues Zuhause brauchte.
Erste Begegnung mit Maxi
Wir verabredeten gemeinsam nach Manacor in die Klinik zu fahren, um uns Maxi, wie der Kleine von Farah getauft worden war, anzuschauen. Es war ein kleines, am Tropf hängendes Häufchen Elend, dem ich gegenüber kniete und dem dringend geholfen werden musste. Farah erkannte meinen Zwiespalt, in dem ich mich in diesem Augenblick gegenüber diesem kranken Tier befand. Sie versuchte nicht mich zu überreden, sondern machte nur die notwendige, nötige Hilfe für diesen kleinen Hund deutlich. Schließlich begann ich mich in der Situation des Helfenden, des Rettenden wohl zu fühlen und nahm Maxi zu mir. Es war die richtige Entscheidung. Die Dankbarkeit des kleinen Hundes, dem wohl in seinen ganzen, geschätzten zehn Lebensjahren noch nie etwas Gutes widerfahren war, berührte mich. Nach einer nur kurzen Zeit der Eingewöhnung trottet er hinter mir her oder ist an meiner Seite. Auch führte er sich bei meinen beiden Katern, Garfield und Puhmuckel, bestens ein. Hatten sich doch die beiden auch mit Vorgängerin Cucca bestens verstanden, vorausgesetzt der gebührende Abstand zu ihrem Futternapf wurde gewahrt.
Heute in der zweiten Woche geht es Maxi dank der betreuenden Hilfe durch Farahs “Animal Police” bedeutend besser, und einem normalen, entspannten Leben steht nichts im Wege.
Kontaktadressen Animal Police: www.animalpoliceassociation.com Veterinär Klinik Mon: www.monveterinari.es
Tierarzt Dr. Gordon Schier: www.dr-schier.com
Ralph D. Wienrich

HITZETIPPS FÜR HUNDE
Hunde müssen bei großer Hitze genauso abgekühlt werden wie wir Menschen. Daher sollten wir unseren tierischen Mitbewohnern dabei helfen, im Sommer abzukühlen und die Hitze erträglicher zu machen. Hier einige Hitzetipps der Tierschutzorganisation PETA.
• Reichlich Flüssigkeit. Zuhause muss der Wassernapf stets gefüllt sein; für unterwegs können Hundehalter Wasser in einer Flasche mitnehmen, das sie ihrem Vierbeiner immer wieder anbieten sollten.
• Vorsicht bei hautempfindlichen, hellen Tieren: Hier ist das Eincremen mit Sonnencreme auf Nasenspitze und Ohren nötig, um den Hund vor Sonnenbrand zu schützen.
• Große Nahrungsportionen sind bei Hitze sehr schwer verdaulich. Besser: Kleine Portionen bereitstellen.
• Sportliche Anstrengungen, wie das Laufen am Fahrrad, bei großer Hitze vermeiden.
• Spaziergänge sollten während der kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden. Ein nasses Kinder-T-Shirt am Leib sorgt bei vielen Hunden für Begeisterung und kühlt den Körper beim Spaziergang.
• Bei manchen Hunden kann das Kürzen des Fells Erleichterung verschaffen. Achten Sie darauf, das Fell nicht zu stark zu kürzen, denn es dient gleichzeitig auch als Sonnenschutz.
• Hunde mit zuchtbedingt verkürzten Nasen wie zum Beispiel Mops & Co brauchen besondere Schonung, da sie in ihrer Thermoregulation ohnehin eingeschränkt sind. Starke Hitze bedeutet für diese Tiere schnell Lebensgefahr.
Vorsicht bei der Autofahrt mit offenem Fenster. Die Zugluft kann bei Hunden schmerzhafte Augenentzündungen verursachen.
• Auf keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden: Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand! Wenn Sie einen Hund sehen, der im Auto eingesperrt ist, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen – Sie könnten dem Tier damit das Leben retten!
• Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen, lassen darauf schließen, dass der Hund vermutlich bereits einen Hitzeschlag erlitten hat und in akuter Lebensgefahr schwebt.
• Erste-Hilfe-Maßnahmen: Das überhitzte Tier muss
sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Hundes sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt – auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.
• Eis selber machen: Auf Basis von Quark, Joghurt oder körnigem Frischkäse, angereichert mit Banane, Wassermelone, Thunfisch, Hackfleisch, Leberwurst oder Hähnchenfleisch ist das perfekte Leckerchen schnell selbst gemischt und wird portionsweise eingefroren.

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