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Haya Molcho über ihr Restaurant Neni in Port de Sóller, ihre Familie und ihre Passion für gute Küche


Eine erstaunliche Frau, ein faszinierender Postkarten-Blick auf die Bucht von Port de Sóller, ein ungewöhnliches, aufregend dekoriertes Restaurant, wo es jede Menge zu entdecken gibt in einem farbenfrohen Hotel und schließlich: exzellentes kosmopolitisches Essen. Das ist in Kürze die Beschreibung von Neni, dem Restaurant im neuen Bikini Hotel, kreiert von der Israelin Haya Molcho. Essen heißt bei den Molchos immer auch Teilen, jeder isst alles, kreuz und quer. “Das nennt man ein sympathisches Chaos, Balagan halt wie wir in Israel sagen.”

Lebhaft und temperamentvoll

Sie ist so lebhaft, lebendig und erzählt so fantastisch, dass man fast vergisst, dass sie auch noch eine exzellente Köchin ist und man sie eigentlich interviewt. Doch Haya Molcho ist nicht nur die jüngste 62-Jährige, die man sich vorstellen kann, sondern sie braucht quasi keine Fragen, lediglich kleine Anstöße und es sprudelt aus ihr heraus. Die Themen: Ihr kochendes Leben, dass professionell erst mit 48 angefangen hat, ihr Erfolg bei großen Discountern wie Spar (Österreich), Edeka (Deutschland) und Globus (Schweiz), ihre Neni-Restaurants, vor allem aber ihre Familie, das eigentlich Wichtige in ihrem Leben: Ehemann Samy Molcho, früher ein weltbekannter Pantomime, jetzt Professor am Max Reinhard-Seminar in Wien und Körpersprachen-Experte, sowie ihre gemeinsamen vier Söhne Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan, auf die eine Mutter nicht stolzer sein könnte. Deren Anfangsbuchstaben ergeben Neni. Drei ihrer Söhne arbeiten mit in der Firma.

Wie alles begann

Mit 17 lernte sie ihren späteren Mann kennen, Samy Molcho, und reiste mit ihm nach der Hochzeit quer durch die Welt zu seinen Engagements. “Ich habe meinen Mann bewundert und seine Vorstellungen geliebt, aber das kann man ja nicht 24 Stunden machen. Also habe ich gekocht.” Dies wiederum in Restaurants vor Ort, die sie auf Grund der guten Beziehungen  meist wurden die Veranstaltungen über die jeweiligen Botschaften organisiert  kennenlernte. “Ich habe dabei viel gelernt und vor allem die Küchen der Welt kennengelernt. Etwas, das bis heute meine Gerichte beeinflusst.”

Kosmopolitisches Menü

Da gibt es etwa Sakuska („das Rezept habe ich aus Rumänien“) aus Paprika, Aubergine und Walnüssen, orientalische Frühlingsrollen im Zigarren-Look, gefüllt mit Rinderhack, Pinienkernen und Tahini-Paste, Quinoasalat mit grünem Spargel, Joghurt, Tomaten und Oliven, Focaccia mit Ochsenschwanz, karamellisierten Schalotten und Chili-Korian der Aioli oder Lammkebab in Pitabrot. Aber es gibt auch viele vegetarische oder vegane Gerichte.Zum großen Teil sind dies Gerichte, die es auch in ihren anderen Neni-Restaurants gibt wie in Wien am Naschmarkt, dem Stammhaus aus dem Jahr 2009, ebenfalls in Wien an der Donau im Tel Aviv Beach oder in Zürich, Berlin, Hamburg, München und demnächst in Köln, Amsterdam und Paris.

Doch Haya Molcho denkt auch lokal und nutzt Bioprodukte. So hat sie speziell für die Insel Kreationen entwickelt, denn “wir nutzen immer auch die vorhandenen Produkte”, erzählt Molcho. “Kennst du eins, kennst du keins” lautet denn auch ein Motto der Molchos, was besagt, dass sie jedes Lokal individuell ausrichten.

Parallel dazu…

Parallel schrieb sie mit der Hilfe ihrer Söhne erfolgreiche Bücher, sie führen eine Kochschule, treten im Fernsehen auf und haben vor allem mit ihrem Kicherbsenmousse Hummus (links oben im Kreis) einen erstaunlichen Erfolg. Nicht nur in ihren Restaurants (natürlich auch im Neni Mallorca), sondern darüber hinaus gibt es Neni-Hummus in 1.600 Filialen der Spar-Supermarktkette in Österreich, vielen Edeka-Filialen in Deutschland und in den Globus- Supermärkten in der Schweiz, gemeinsam mit etwa 30 anderen Hummus-, Falafel-Varianten und Salaten. Die Ge- samtproduktion allein von Hummus für die Restaurants und die Supermärkte beträgt mittlerweile 22 Tonnen pro Monat. Die dafür genutzte Tahini-Sesampaste wiederum stammt aus Har Bracha, dem Dorf der Samaritaner, das auf der Westbank (Westjordanland) in Israel liegt. “Dort wird die beste Tahini gemacht. Mein Auftrag finanziert mittlerweile quasi das ganze Dorf.”

Neni im Bikini Island & Mountain Hotel, C/. Migjorn, 2 Port de Sóller.
Tel.: 971 638 370, FB: Neni Mallorca,
www.neni.at