Es juckt, Bläschen und Rötungen bilden sich – wahrlich alles nicht angenehm für Betroffene, darunter auch jede Menge Kinder. Neurodermitis ist weltweit vertreten, und die Anzahl der Erkrankten nimmt kontinuierlich zu. Sie ist eine krankhafte, chronische Hautentzündung, die in Schüben auftritt. Babys können bereits mit dieser Hautveränderung zur Welt kommen. „Milchschorf“ auf dem Kopf ist das erste Anzeichen. Die Hautentzündung breitet sich über Wangen, Hals, Arme und Beine weiter aus und quält die Säuglinge mit starkem Juckreiz. Bei einigen Kindern verschwindet die Krankheit, bei anderen bleibt sie bis ins hohe Alter bestehen.
Vielfältige Ursachen, Stress & Umwelt Die Ursachen der Neurodermitis sind vielfältig. Als sicher gelten eine erbliche Anfälligkeit, eine gestörte Darmflora und Störungen des Immun- und des vegetativen Nervensystems. Auslöser der Neurodermitis können Unverträglichkeiten von Milchprodukten, Impfungen, Darmpilze und ihre Stoffwechselprodukt sowie devitale Zahnherde sein. Menschen mit Neurodermitis reagieren leicht auf Umweltreize, atmosphärische Störungen, Disharmonie und Stressfaktoren. Oft übertragen sich nervliche Anspannungen der Eltern auf das Kind und lösen einen Schub aus. Ein ständiges Beschäftigen mit der Krankheit wirkt sich nachteilig auf den Heilungsprozess aus.
Symptome ganzheitlich betrachten Die Symptome wie Juckreiz, Kratzen, Entzündungen und Infektionen lassen sich nur in einer Gesamtbetrachtung von Darmfunktion, Psyche und Hautpflege verbessern. Daher macht es keinen Sinn, nur äußerliche Salbenanwendungen vorzunehmen. Bei Kindern muss die Mutter unbedingt in die Therapie mit einbezogen werden. Im
Kleinkindalter zeigt sich das Erscheinungsbild der Neurodermitis durch Rötung, Schuppung, Nässen und Krustenbildung – hauptsächlich an den Wangen und am behaarten Kopf (Milchschorf). Nach dem 2. Lebensjahr entspricht das klinische Bild dem eines Erwachsenen.
BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN
Nahrungsumstellung Folgende Nahrungsmittel sollten gemieden werden: Produkte aus raffiniertem Zucker (insbesondere Limonaden, Cola, Eis, Schokolade), Weißmehl, Zitrusfrüchte, Nüsse, Milch und andere Molkereiprodukte, Schweine- und Rindfleisch, Eier, scharfe Gewürze, Zwiebel, Knoblauch, Alkohol und Fertigprodukte. Besonders empfehlenswert sind Kartoffeln, Möhren, Naturreis, Hartweizennudeln, Avocado, Dinkel, Distelöl, gekochtes und gedünstetes Gemüse, Äpfel (ohne Schale), Bananen, Mineralwasser.
Basische Vollbäder
Durch die Wasseranwendung mit Basischem Badesalz wird die natürliche Talgproduktion in der Epidermis angeregt und saure Ablagerungen aus dem Unterhautgewebe nach dem Osmose Prinzip abgebaut. Die Bäder sollten in der akuten Phase täglich durchgeführt werden (30-60 Minuten). Nach ca. einer Stunde wird dann basische Körpermilch aufgetragen.
Probiotika
Probiotika bieten einen wirksamen Schutz vor atopischen Erkrankungen im Kindesalter. Die Verabreichung von darmwirksamen Bakterienkulturen während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist eine sichere und effektive Möglichkeit, das immunprotektive Potential des Stillens zu verstärken und führt während der ersten beiden Lebensjahre zum besseren Immunschutz.


Dr. med. Thomas Kraft Facharzt für Kinderheilkunde und Allgemeinmedizin in der Clinica Avenida Paguera Avda. de Paguera, 26,
Paguera Tel.: 971 689 028
www.clinica-avenida-paguera.com

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