Prozessbeginn sechs Jahre nach verheerendem Waldbrand

Am vergangenen Montag hat der Prozess gegen einen Mann begonnen, der im Juli 2013 einen der größten Waldbrände in der Geschichte der Balearen ausgelöst haben soll. Der Mann hat seine Schuld bereits gestanden, nun wird über das Strafmaß verhandelt. Von der Staatsanwaltschaft werden sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von 6,9 Millionen Euro gefordert. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch. Der Angeklagte habe eine geistige Behinderung und habe das Feuer nicht absichtlich, sondern aus Versehen gelegt. Er hatte am Abend zuvor eine Grillfeier mit seinen Freunden veranstaltet. Am nächsten Tag hatte er die Asche auf einem Gestrüpp entsorgt, ohne zu bemerken, dass sie noch glühte. Nachdem das Feuer ausgebrochen war, hatte der Angeklagte noch versucht, es zu löschen und die Feuerwehr alarmiert. Bei dem verheerenden Brand sind in der Gegend um Andratx vor sechs Jahren mehr als 2.400 Hektar Wald dem Feuer zum Opfer gefallen. 18 Tage lang wüteten die Flammen hauptsächlich im Gemeindegebiet von Andratx. Damals musste auch das Dorf Estellencs evakuiert werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Angeklagte entschuldigte sich vor Gericht und gab an, das Feuer nicht mit Absicht gelegt zu haben.

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