Radabenteuer M312 und RoadBIKE Festival

Mallorca ist nicht nur als Ferieninsel beliebt, sondern auch als Sportdestination.Das betrifft auch und vor allem den (Renn-)Radsport. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich der MegaBikemarathon Mallorca 312 als erstes Highlight des Jahres im Rennkalender etabliert. Um auf der Strecke kämpfen zu dürfen, ist auch Schnelligkeit bei der Anmeldung gefragt: Die 8.000 Tickets für die 10. Auflage waren nach sieben Tagen vergriffen und gingen in der Überzahl an Briten, gefolgt von Spaniern und Deutschen

Von Sonnenauf- bis -untergang
Im Fall von M312 ist es nicht nur das mallorquinische Wetter, das Anziehungskraft ausübt, sondern auch die Kombination aus der für Augen und Waden reizvollen Strecke. Diese führt mit Start und Ziel ab der Platja de Muro nach einem entspannten Einrollen auf Meeresniveau entlang der nördlichen Küste in die Sierra de Tramuntana und auf den 1.445 m hohen Puig Major.Auf den weiteren Anstiegen wird noch einmal das Tempo angezogen. Für die Fahrer, denen nach dem Höllenritt durch die Tramuntana die Beine brennen, hat das Angebot einer Abkürzung etwas Teuflisches. In Banyalbufar lockt ein Abzweig auf eine 167 km-Strecke. Doch diejenigen, die sich nicht verführen lassen, radeln das Unesco-Weltkultur-Erbe bis zum südwestlichen Zipfel der Insel ab, machen in Andratx kehrt und nehmen schließlich den Weg zurück nach Norden durch die häufig windige Ebene. Dem Ziel bereits sehr nah, ist im Norden noch eine sadistische Schleife eingebaut – das letzte Drittel der Strecke. Wer hier dem Stallgeruch nicht widerstehen kann, ist immerhin Finisher auf der 225 km-Runde.

Für alle anderen ist die nach Osten führende Strecke mental eine enorme Herausforderung und die Biker sind in der Position „Kopf runter und beißen“ zu sehen. Tatsächlich gibt es nichts zu beißen, denn dafür ist auf der 9 bis 14 Stunden-Runde keine Zeit. Trotz Leckerlies and den sechs Verpflegungsstationen gönnen sich die Ehrgeizigen Energienachschub vorzugsweise in Form von Gel.
Der Veranstalter rückt mit dem nächsten Becher allerdings nur heraus, wenn der zuvor geleerte abgegeben wird. Und Getränke sollen generell nicht mehr in Einwegbechern ausgegeben werden, so Xisco Lliteras vom Organisationskomitee. Stattdessen sind wiederbefüllbare Trinkflaschen vorgesehen. Eine kleine Extra-Herausforderung für die gequäl
ten Radler, doch ein wichtiger Beitrag, um den Umweltproblemen bei derartigen Großveranstaltungen entgegen zu wirken. Im Ziel warten schließlich neben bissfester Verköstigung auch Massage und Physiotherapie auf die Radler, in deren strammen Schenkeln dann 312 km und 5050 Höhenmeter stecken.

Die Insel wird zum Velodrom
Die Wettkampf-Strecke ist abschnittsweise für den öffentlichen Verkehr voll gesperrt. In diesem Jahr versuchen die Organisatoren hier noch effizienter zu sein. Ob ahnungslose Autofahrer ihre Begeisterung für den Event spontan entdecken, sei dahin gestellt. Doch für die Akzeptanz des Events bei den Ansässigen spricht, dass sich etwa 2.000 Insulaner unter den Teilnehmern befinden.
Die Stimmung auf der Strecke passt ohnehin. Typischerweise ist das Teilnehmerfeld auch mit Prominenz gespickt. Dabei springt für das Publikum die Chance auf Autogramme heraus. In diesem Jahr fährt unter der Nummer 312 Alberto Contador, zweimaliger Sieger der Tour de France (2007 und 2009), ebenso des Giro d‘Italia (2008 und 2015) und dreifacher Sieger der Vuelta a España (2008, 2012 und 2014). Kurz und gut – save the date: Am 27.4. wird die Insel zum Velodrom. Und achten Sie auf die Nummer 312! Weitere Infos finden Sie auf der EventWebseite www.mallorca312.com

Vorab: Das RoadBIKE Festival
Einige Tage vor dem M312-Event bietet die Rennsportmeile an der Platja de Muro die passende Veranstaltung, um auf den Geschmack für die kommende Rad-Saison zu kommen. Das RoadBIKE Festival Mallorca powered by Krombacher o,0% stellt vom 10. bis 13.4. aktuelles Material namhafter Marken vor – es kann nach Herzenslust gefachsimpelt und kostenfrei getestet werden. Die 40, 60 und 90 km langen Teststrecken, die vom Strand bis ins Inselinnere reichen, laden zum Radfahren ein. Wer es ruhiger angehen lassen will, verweilt beim nachmittäglichen Bühnenprogramm und saugt in Workshops, Präsentationen und Interviews News aus dem Radsport auf.
Das Festival klingt am Samstag mit einer langen Musik-Nacht, begleitet von kulinarischen Genüssen und großer Tombola, aus. Mehr Infos: www.roadbike-festival.de

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