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Hygiene ist in diesen Zeiten unerlässlich. Dies gilt auch für die Wohnung. Was liegt also näher als ein gründlicher Frühjahrsputz? Zumal die Sonne alles an den Tag bringt: Verschmutzte Fenster, verstaubte Schränke, Fettablagerungen in der Küche oder Kal-kränder im Bad…

Vorbereitungen
Zunächst einmal sollte man sich klar machen, dass ein gründlicher Frühjahrsputz auch die ideale Gelegenheit ist, mal wieder zu entrümpeln und auszumisten. Weg-schmeißen fällt vielen nicht leicht, wirkt aber befrei-end, reinigend und erleichtert späteres Putzen, da es Platz schafft. Das können nicht mehr getragene Kla-motten ebenso sein wie alte Zeitungen oder der vor sich hin bröselnde Trockenblumenstrauß.Auch das Sortiment an Putzmitteln sollte auf den ak-tuellen Stand gebracht werden, denn auch da gibt es Haltbarkeitsdaten bzw. die Wirkung lässt entschei-dend nach. Wichtig sind Allzweckreiniger, spezielle Küchenreiniger gegen Fettschmutz, saure Reiniger auf Zitronenbasis gegen Kalk, Scheuermilch und eventu-ell Spezialprodukte, z.B. für unversiegeltes Holz. Auch kleine 5Š LiterŠ und große 10 ŠLiterŠ Eimer, Putzlappen, Staubtücher, Schwämme, Bürsten, Bodentuch und Schrubber oder Wischsystem sind erforderlich. Müllbeutel nicht zu vergessen.

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Putzen mit System
Damit keine versteckten Ecken vergessen werden, sollte man Raum für Raum vorgehen. Generell gilt dabei immer, von hinten nach vorne und von oben nach unten zu putzen. Auch schwer zugänglichen Ni-schen und Ecken in Haus oder Wohnung ist Beachtung zu schenken: Heizkörper abwischen oder Šsaugen, Ja-lousien abstauben, eventuell vorhandene Spinnweben entfernen und Fußleisten absaugen. Auch Türen und Zargen sollte man mit einem feuchten Tuch mit All-zweckreinigerlösung abwaschen und gut trocken rei-ben. Selbst wenn die Küche regelmäßig gereinigt wird, gibt es auch dort beim Frühjahrsputz einiges zu tun, z.B. die gründliche Innenreinigung aller Schränke, die man ausräumt, mit feuchten Lappen auswischt und vor dem Wiedereinräumen gut trocknen lässt. Gleiches gilt für die Oberseite der Küchenschränke. Hier sammelt sich über das Jahr hinweg so mancher Staub und auch Fett vom Kochdunst. Bewegliche Schränke und Blen-den sollten nach vorne gerückt werden, um dahinter gründlich sauber zu machen. Auch in Kleiderschrän-ken nistet sich Staub ein, zudem ist eine Reinigung auf Grund des vorangehenden notwendigen Ausräumens die ideale Gelegenheit von Winter- auf Sommerklei-dung umzuschichten. Achtung: Falls Sie Ihre Winter-kleidung in den Keller packen, sollten Sie sie zuvor waschen oder reinigen lassen. Denn saubere Kleidung ist besser vor Motten geschützt. Plastikkleidersäcke oder auch vakuumisierte Plastikbeutel sind dafür ideal (und platzsparend) für eine Langzeit-Lagerung.

Tricks und Tipps
Ein wichtiges Accessoire ist eine alte Zahnbürste. Damit kommt man noch in die kleinsten Ecken, Rit-zen, Fugen und Abflüsse. Wer nicht unter Hausstau-ballergie leidet, kann sich beim Putzen der Heizkörper mit diesem Trick behelfen: ein feuchtes Tuch unter den Heizkörper legen und mit dem Föhn den Staub von oben nach unten föhnen. Saugen Sie in verbor-genen Winkeln, so kann es leicht passieren, dass ver-meintlich verloren gegangene kleine Schmuckstücke oder ähnliches mit aufgesaugt werden. Dies kann man verhindern, indem man einen Feinstrumpf über die Düse zieht, dann werden kleine Teile zwar angezo-gen, bleiben aber hängen. Kalkränder kann man leicht mit Zitronensäure oder Essig reinigen. Den berühmten gelblichen Gardinengilb kann man mit Backpulver entfernen. Im Hauptwaschgang inkludiert wirkt es wahre Weiß-Wunder. Die berühmten dunklen Streifen von den Schuhen auf dem Boden, speziell auf Parkett- oder Laminatböden zu sehen, sind mit etwas Fett (z.B. Margarine) oder ein paar Spritzern Spiritus, aufgelöst in Wasser, zu entfernen. “Zarte” Streifen lassen sich einfach wegradieren. Möbelpolitur lässt sich bei hellem Holz durch einen Mix aus Essig, Öl und Salz und bei dunklem Holz durch einen Mix aus Öl und Rotwein ersetzen. Türen werden mit einem Mix aus Backpulver und Pflanzenöl sowie einer Zahnbürste zum Glänzen gebracht. Backöfen kann man mit Salz oder Backpulver reinigen. Einfach damit bestreuen, Ofen auf 50° erhitzen und nach dem Abkühlen abwischen. Silberbesteck in eine Schüssel mit heißem Salzwasser legen und Alufolie dazu geben. Alternativ kann man Silber auch mit Zahnpasta reini-gen.Mineralwasser löst dank der Kohlensäure Flecken aus Teppichböden, die dann nach Einwirkzeit mit Lap-pen abgetupft werden können. Ein Wasser-Salz-Mix entfernt Schimmelansätze auf den Duschvorhängen. “Blind” gewordene Spiegel mit einer aufgeschnittenen Kartoffel einreiben, anschließend mit kaltem Wasser spülen und mit Papiertuch trocken reiben. Auch Rasierschaum (Einwirkzeit etwa 15 Minuten) reinigt Spiegel und hilft, dass sie – speziell für Bäder wichtig – mehrere Wochen lang nicht beschlagen. Anti-Beschlagtrick Nr. 2 ist Seife, mit der man über den Spiegel reibt.

Zum dpa-Themendienst-Bericht von Eva Neumann vom 15. November: Für den groben Schmutz im Alltag: Die Polsterdüse befreit Sofa und Sessel von Krümeln und Haaren. (Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) Foto: Kai Remmers/dpa/tmn

Was man falsch machen kann
Die Hinweise auf den Etiketten der Reinigungsmittel sollen unbedingt beachtet werden, z.B. in Bezug auf die Dosierung und auch auf den Anwendungsbereich: So lässt sich mit einem Küchenreiniger, der gegen Fett wirkt, Kalk nicht entfernen, und umgekehrt funktioniert es auch nicht gut. Darüber hinaus gibt es Oberflächen, die kein oder nur wenig Wasser abbekommen dürfen, z.B. Laminat, das nur nebelfeucht gewischt werden soll. Der Putzlappen muss dafür so gut wie möglich ausgedrückt werden.

Lieber keine Chemie
Bei allen Produkten sollte man auf das Umweltzeichen achten. Zudem sollte man Vorsicht walten lassen bei Desinfektionsmitteln und antibakteriellen Reinigern, denn diese können auch die nützlichen Bakterien der Hautflora schädigen und Allergien und Ekzeme aus-lösen. Zudem greifen einige die Abwehrkräfte an und ebnen somit Krankheiten den Weg. Darüberhinaus sind einige Desinfektionsmittel möglicherweise erb-gutverändernd oder krebserzeugend. Lesen Sie auf der Packung, welche Inhaltsstoffe verwendet wurden. So kann Triclosan in den Entgiftungsstoffwechsel der Leber eingreifen. Aus Natriumhypochlorid, einer Sub-stanz, die in vielen Reinigern zu finden ist, wird Chlor freigesetzt. Das wiederum kann Haut und Schleim-häute reizen. Solche Reiniger sollten nie mit anderen, etwa essighaltigen Putzmitteln gemischt werden, da es sonst zu schweren Vergiftungen kommen kann.Für die Umwelt können Desinfektionsmittel schäd-lich sein, weil sie Wasserorganismen abtöten und die Funktion von Kläranlagen stören können. Selbst für Kinder ist zuviel Hygiene garnicht gut. Der alte Spruch “Dreck reinigt den Magen” gilt im übertragenen Sinne auch hier, denn die Keime, mit denen sie in Berührung kommen, trainieren sogar das Immunsystem. Generell gilt: Kräftiges Scheuern kann viel Chemie einsparen. Zudem sollten Putzlappen häufiger gewechselt oder zumindest regelmäßig ausgekocht werden.
Quellen: livingpress.de, zuhause.de, feelgreen.de, haushaltsfee.org

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