Der beliebte Schauspieler setzt sich in neuer PETA-Kampagne für exotische Tiere ein und appelliert an die Menschen, diese Tierbörsen zu meiden

Tiere sind keine Ware: Gefangen hinter Glas und mit einem Bodypainting, das an die grüne, schuppige Haut eines Reptils erinnert, zeigt sich Christoph M. Ohrt auf seinem neuen Motiv für die Tierrechtsorganisation PETA. Der beliebte Schauspieler will auf das Leid der Exoten aufmerksam machen, die auf Reptilienbörsen verkauft werden. Anlass ist die Terraristika, eine der weltweit größten Veranstaltungen dieser Art, die viermal jährlich stattindet (die nächste ist am 8. Dezember) und bei der sich in den Zentralhallen in Hamm ca. 650 Händler treffen. Das Umfeld der Börse ist unter anderem für illegalen Handel und sogenannte verdeckte Parkplatzgeschäfte bekannt.

Christoph M. Ohrt

Sensible Wildtiere als Ramschware gehandelt!
Gemeinsam mit PETA appelliert Christoph M. Ohrt an die Bevölkerung, die Terraristika nicht zu besuchen, und fordert darüber hinaus ein generelles Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten.
„Auf Exotenbörsen werden sensible Wildtiere wie Ramschware verscherbelt. In den engen Behältern, in die sie eingesperrt sind, stehen die Reptilien zum Teil Todesängste aus“, so Christoph M. Ohrt. „Im Gegensatz zu domestizierten Tieren sind sie außerdem nicht an ein Leben mit dem Menschen angepasst und leiden grundsätzlich unter der Gefangenschaft.“
Der 58-jährige Christoph M. Ohrt ist aus zahlreichen deutschen und amerikanischen TV- und Kinoproduktionen oder vom Theater bekannt wie „Edel & Starck“, „Highlander“ oder zuletzt mi TV-Film “Ein Sommer auf Mallorca und in der Herzkino-Minifilmreihe “Frühling” im ZDF. Seine Schauspielausbildung absolvierte er in Hamburg und in New York. Nach Stationen in den USA lebt er inzwischen mit der Schauspielerin Dana Golombek in Berlin. In Szene gesetzt wurde Christoph M.Ohrts PETA-Motiv von Starfotografin GABO, die die Tierrechtsorganisation seit Jahren mit viel Herzblut unterstützt und teilweise auf Mallorca lebt.

Tierquälerei für Reptilienbörsen
Auf Exotenbörsen werden sensible Tiere in winzige Plastikboxen gesperrt und immensem Stress ausgesetzt. Die Reptilien werden oft- mals zu Billigpreisen angeboten und enden bei Abnehmern, die ihren hohen Ansprüchen an Temperatur, Lebensraum und Ernährung in keiner Weise gerecht werden können. Viele der nach Deutschland importierten Exoten sind zudem Wildfänge, die teilweise illegal aus der Natur entnommen wurden. Im Auftrag profitorientierter Händler werden die letzten artenreichen Gebiete regelrecht geplündert. Bis zu 70 Prozent der empfindlichen Tiere sterben bereits durch Stress, Unterversorgung oder transportbedingte Verletzungen, bevor sie überhaupt in den Handel kommen.
Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Ein Großteil der von Privatpersonen gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Bedürfnisse der Tiere nicht entsprechend erfüllt werden. Eine tierärztliche Fallstudie, bei der rund 150 verstorbene Reptilien untersucht wurden, kam zu dem Ergebnis, dass 51 Prozent der Tiere an durch Haltungsfehler verursachten Krankheiten litten. Im Koalitionsvertrag der vergangenen Bundesregierung war ein Verbot gewerblicher Tierbörsen für exotische Tiere bereits vorgesehen, wurde aber nicht umgesetzt.

Gesundheitsgefährdung
Studien zufolge übertragen die meisten Reptilien exotische Salmonellenarten: Schätzungsweise 90 Prozent der Tiere tragen die gesundheitsgefährdenden Erreger in sich. Auf den Menschen übertragene Salmonellen können schlimmstenfalls zu Hirnhautentzündungen oder gar zum Tod des Menschen führen – vor allem Kinder und immungeschwächte sowie ältere Menschen sind gefährdet. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts ist jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern auf den Umgang mit exotischen Tieren zurückzuführen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

Weitere Informationen: www.peta.de/christoph-m-ohrt-exotenboersen

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