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Ein Trip an die Atlantikküste rund um Cádiz und mitten hinein ins Sherry-Dreieck

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Ziel der “Escapada” in diesem Monat ist die Region Spaniens, von wo aus Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan auf- brachen zu ihren großen Entdeckungsfahrten: Das Sherry-Dreieck in Andalusien mit den Orten Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María sowie die älteste Stadt Europas, Cádiz, samt der traum- haften Costa Gaditana.

Wein-Kathedralen
Die berühmten Seefahrer versorgten sich schon damals mit ordentlich Brandy und Sherry. Es heißt sogar, dass sie mehr Geld für diesen flüssigen Reiseproviant ausgegeben hätten als für Waffen. Wandeln Sie doch mal auf den Spuren dieser Herren und besichtigen sie die ein oder andere Bodega. Sie werden von den riesigen hohen Hallen mit ihren Säulen und Bögen begeistert sein. Man nennt sie nicht umsonst “Kathedralen”. Mächtig stapeln sich die Fässer in mehreren Reihen übereinander. Das hat vornehmlich praktische Gründe, denn Sherry wird im sogenannten Solera-Verfahren produziert. Dies zu erklären würde hier zu weit führen. Ausführliche Infos dazu – auch auf Deutsch finden Sie auf der Homepage der Kontrollbehörde Sherry: www.sherry.org
Das besondere Klima der küstennahen Städte und die besondere Beschaffenheit der kalkhaltigen Albariza-Böden sind die wichtigsten Faktoren für die Besonderheit der Weine. Sie liegen mit 60 Millionen jährlich verkauf- ten Flaschen an der Spitze der von Spanien exportierten Weine. Ihre vielfältige Palette reicht von den trockenen und hellen Finos und dem leicht salzigen Manzanilla, über die wohlriechenden Amontillados, Olorosos und Palos bis zu den besonders süßen und dunklen Weinen, wie dem Pedro Ximénez und den Muskat weinen.

Jerez de la Frontera
Dem großen Renommée dieser Weine entsprechend war Jerez de la Frontera sogar europä- ische Stadt des Weines 2014. Ein besonderer Leckerbissen für Musik- und vor allem Flamencoliebhaber bietet vom 22. Februar bis 9. März 2019 das Festival von Jerez mit Fla- menco in allen Varianten und vielen Workshops. Aber natürlich findet man auch ganzjährig viele Lokalitäten, wo man allabendlich Flamencomusik lauschen und den Tanz bewundern kann (www. jerez.es/festivaldejerez). Vom 11.-18. Mai folgt die Feria de Caballo (die Pfer- demesse), der berühmten Feria de Abril in Sevilla nicht unähnlich. Ihre Urspünge gehen auf das Jahr 1284 zurück. Während der Festtage gibt es mehrere Wettbewerbe und Präsentationen und andere Aktivitäten rund ums Pferd (www.jerez.es/ especiales/feria/). Süßweinfreunden würde sich ein Besuch Ende Mai empfehlen, aber nicht 2019, da die Weinmesse Vinoble nur alle zwei Jahre stattfindet, die nächste also 2020. Es ist die einzige internationale Weinmesse, die sich auf Likör-, Dessert- und Süßweine spezialisiert hat (www.vinoble.org). Sherry-Liebhaber treffen sich im Oktober auf der Internationalen Sherry Woche.
Rassige Pferde und weiße Dörfer
Traditionell spielt auch die Pferdezucht in der Region eine große Rolle. Einen Besuch in der Real Escula Andaluza del Arte Ecuestre in Jerez sollte man deshalb nicht ver- passen. „Wie die andalu- sischen Pferde tanzen“ (Cómo bailan los Caballos Andaluces) heißt das faszinierende ästhetische Spektakel (www. realescuela.org).Mehr als einen Abstecher wert sind die weißen Dörfer auf den Hügeln, so wie Arcos de la Frontera, Medina-Sidonia oder Vejer de la Frontera. Das letztere Dorf ist klein, romantisch und gerade mal 12-15 Kilometer entfernt vom Meer. Überragt wird der Ort von einer mittelalterlichen Burg aus dem 11. Jahrhundert, die den schneeweißen Bilderbuchort überragt. Beim Spaziergang wandelt man durch maurische Torbögen, enge gewundene Gassen, vorbei an gepflegten Häuschen und verweilt an der Plaza de España mit seinem pittoresken Brunnen.Tortillita de camarones Was wäre ein Urlaub im warmen Andalusien ohne Meer und leckeres Essen?

Da gäbe es zum einen die Region bei Sanlúcar de Barrameda. Die Spezialität in der “Casa Balbino” im Zentrum sind frisch ausgebackene Tortillitas de Camarones (kleine dünne Pfannkuchenvariante ohne Eier, dafür mit Mini-Gambas). Lecker! (www.casabalbino.com). Auch den geschmorten Ochsenschwanz (Rabo de Buey) darf man nicht versäumen, oder die Thunfisch-Gerichte die hier auf Grund der altein- gesessenen traditionellen Almadraba-Fangmethode besonders zahlreich anzutreffen sind. Tipp: Pro- bieren Sie auch Mojama, den getrockneten Thunfisch. Bei Sanlúcar mündet der Guadalquivir in den Atlantik. Das Gebiet rund um seine Mündung ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen: Der Parque Nacional de Doñana gilt als Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet, er beher- bergt eine vielfältige Fauna und Flora und dient Tausenden Zugvögeln als Winterquartier.

Sternekoch im Hafen

Südlich davon liegt der kleine ruhige Ort Chipiona mit seinen langen schönen Stränden. Und wiederum einige Kilometer weiter kommt man nach Puerto de Santa María an der Mündung des Flusses Guadalete. Das hübsche trubelige Ha- fenstädtchen ist vor allem für seine zahlreichen, auf Fisch- und Meeresfrüchte- Spezialitäten ausgerichteten Restaurants bekannt. Einen Drei-Sternekoch gibt es auch, wenn man sich etwas Besonderes gönnen will: das “Aponiente” von Ángel León, der auch als “Chef del mar” bekannt ist – was nichts anderes bedeutet, als das er auf unvergleichliche Art die Bewohner des Meeres zubereitet (www.aponiente.com).

Cádiz, Historie und Handel
Mit dem Katamaran – wahlweise auch mit Zug oder Auto – geht es von Puerto de Santa María über die Bucht hinüber nach Cádiz, der Provinz-Die Stadt wurde vor rund 3000 Jahren von den Phöniziern gegründet und gilt als die älteste Stadt des Abendlands. Die bedeutende Handelsstadt mit der historischen Altstadt samt Kathedrale, dem mittelalterlichen Viertel El Pópulo, dem Fischer- viertel La Viña oder Santa María, dem Hort des Flamenco, liegt auf einer Halbinsel. Sie bietet viel Abwechslung, exquisite regionale Küche und hervorragende Stadtstrände. Am Altstadt-Strand liegt das hübsche nostalgische Badehaus “Balneario de la Palma y del Real”, wo sich die Bewohner von Cádiz treffen – nicht nur um zu schwimmen, sondern hier wird getafelt. Stühle und Tisch inklusive.

Paradiesische Strände

Von Cádiz aus zieht sich die traumhafte “Costa Gaditana” am Atlantik hinunter bis zur wind- reichen Surf- destination Tarifa, der südlichsten Spitze Spaniens. Paradie- sische Strände, kilometerlang, oft unberührt und mit feinem Sand be- stückt, findet man beispielsweise bei Conil de la Frontera, Caños de Meca und Zahara de los Atunes. Und wenn man dann einige Scheibchen Mojama, eine Tapa Rabo de buey und anschließend noch eine Fisch- und Mee- resfrüchteplatte verzehrt und dazu das ein oder andere Glas Sherry trinkt, wähnt man sich wahrlich im Paradies…
Weitere Informationen unter:

www.cadizturismo.com
www.jerez.es
www.spain.info
www.andalucia.org
www.turismojerez.com

 

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