- Anzeige -

Wir lieben den Sommer und brauchen die Sonne für unser Wohlbefinden und die Produktion wichtiger Vitamine. Steigt das Thermometer aber über die 30 Grad-Marke, wird es langsam anstrengend für Mensch, Tier und die Natur.

Bei uns Menschen klappt die Regulation über das Schwitzen, indem der Körper durch den Schweiß Wärme an die Luft abgibt, wo sie verdunstet und uns dadurch herunterkühlen soll. Unangenehm wird es daher erst richtig, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit dazu kommt, wie es auf Mallorca im Sommer oft der Fall ist. Dann wird die Thermoregulation des menschlichen Körpers behindert, weil die Luft um uns herum nicht mehr in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen. Die Schweißproduktion steigt zwar nicht an, aber der Schweiß kann nicht verdunsten, bleibt auf der Haut und bildet dort einen heißen klebrigen Film. Nun kann keine Wärme mehr abgegeben werden und die Körpertemperatur steigt. Parallel dazu wird der Kreislauf heruntergefahren, um die Wärmeproduktion zu reduzieren, was zu Erschöpfung führt. Auch die Aufnahme des Sauerstoffs beim Atmen reduziert sich und weniger Sauerstoff erreicht die Lunge. Wird dann zu wenig Flüssigkeit aufgenommen oder zu viel Alkohol konsumiert, kann es zu HerzRhythmusstörungen kommen. Je höher die Temperatur ist, je weniger Luftfeuchtigkeit ist nötig um Schwüle zu erzeugen. Bei 30 Grad reichen schon 40 % relativer Luftfeuchtigkeit, bei 35 Grad sind es 32 %, um Schwüle zu erzeugen. Hier unsere 5 hilfreichen Tipps, mit denen Sie auch bei schwülem Wetter einen klaren Kopf behalten:

Warm duschen
Warmes Wasser unterstützt die Wärmeableitung aus dem Körper. Bei einer kalten Dusche des gesamten Körpers kommt es zu einem unangenehmen Hitzestau, da die zugeführte Kälte die Wärmeproduktion anregt. Einzelne Körperteile wie Arme und Beine dagegen können auch kalt abgeduscht werden, da dies den Organismus nicht irritiert. Stattdessen profitieren die Venen davon und auch der wärmeableitende Effekt wird gesteigert. Selbst unterwegs oder im Arbeitsalltag ist es meistens möglich, sich kühles Wasser über die Pulsadern laufen zu lassen – das bewirkt eine Kontraktion der Blutgefäße und gaukelt dem Körper eine niedrigere Temperatur vor.

Richtig trinken
Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, dass eiskalte Getränke bei Hitze und Schwüle zu einer Abkühlung führen, dabei ist genau das Gegenteil der Fall, so wie bei einer kalten Dusche. Dem Organismus wird Kälte signalisiert, darum beginnt er Wärme zu produzieren und wir schwitzen mehr als zuvor. Optimale Getränke sind Wasser und ungesüßte Tee’s – von leicht gekühlt bis lauwarm. Kreislauf und Organe wollen mit Flüssigkeit versorgt werden, denn auch die Schleimhäute trocknen schneller aus, was zu einer unangenehmen Sommererkältung führen kann. Trotzdem gilt hier nicht das Motto „ viel hilft viel“, denn der Flüssigkeitsbedarf ist auch von der körperlichen Auslastung abhängig. Ein Angestellter im Büro mit Klimaanlage benötigt natürlich weniger als ein Bauarbeiter, der in der Sonne arbeitet. Zuviel Flüssigkeitsaufnahme senkt den Natriumspiegel und führt zu Kopfschmerzen und fehlender Energie. Natriumreiche Wassersorten mit einem Anteil von über 20 mg sind gut für Menschen, denen es zu aufwändig ist oder die vergessen genug zu trinken, denn es reicht schon eine geringere Menge Flüssigkeit aus. Für alle, die Trink-Erinnerung benötigen, gibt es sogar entsprechende Apps.

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.

Mark Twain (1835 – 1910)


Zuverlässige Hinweise auf die richtige Trinkmenge liefert uns die Farbe des Urins. Ist er hell und durchsichtig nehmen wir ausreichend Wasser zu uns, ist er gelb bis orange, sollte der Flüssigkeitshaushalt dringend aufgefüllt werden. Alkohol hingegen entzieht dem Körper Flüssigkeit, weitet die Gefäße und belastet das Herz, daher sollte bei Hitze darauf soweit wie möglich verzichtet werden. Als Richtlinie gilt: Bei Hitze sind circa anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit (dazu zählen nicht: Alkohol, Kaffee, süße Erfrischungsgetränke) täglich empfehlenswert. Tipp: Ideal für (insbesondere ältere) Menschen deren Durstempfinden gering ist, ist der Dehydrationstest: Nehmen Sie die Haut auf dem Handrücken zwischen zwei Finger und ziehen sie hoch. Geht sie nicht sofort wieder in die alte Position zurück, sondern bildet eine Falte, deutet dies auf Flüssigkeits-mangel hin.

Leichtes Essen
Je schwerer verdaulich das Essen ist, desto mehr müssen die Organe arbeiten. Das zieht Energie und regt zum Schwitzen an. Schweiß wiederum ist wie beschrieben bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht an die Luft abzugeben und führt zu starker Hitze im Körper. Daher ist klar, dass fettiges Essen an heißen Tagen eine große Belastung für den Körper darstellt und gemieden werden sollte. Statt Pommes mit Mayo oder schwerem Braten also lieber Salat und wasserhaltige Obst und Gemüsesorten vorziehen. Unser Gehirn kühlt interessanterweise schon beim Gedanken an eine saftige Wassermelone ein wenig herunter.

Die richtige Kleidung
Dies bedeutet nicht, weniger ist mehr, sondern die Auswahl der richtigen Stoffe hilft. Engsitzende Kleidung staut Körperwärme, dasselbe gilt für das Tragen von Polyester und anderen Kunstfasern. Sehr geeignet sind Stoffe wie Leinen und qualitativ hochwertiger Baumwolle, da sie überschüssigen Schweiß aufnehmen können und somit den Körper entlasten. Sitzt die Kleidung locker und luftig, wird zusätzliche Luft an die Haut gelassen, die Haut kann atmen und der Schweiß verdunsten.
Für eine leichte Brise sorgen
Auch wenn Ventilatoren die Luft nicht abkühlen, sorgen sie doch für Luftbewegung. Dies wiederum führt dazu, dass die Haut mehr Feuchtigkeit abgibt, was insbesondere an schwülen Tagen extrem sinnvoll ist.

- Anzeige -