Soziale Ungleichheit auf Mallorca wächst

Nirgendwo sonst in Spanien wird die Schere zwischen Arm und Reich so schnell größer wie auf den Balearen. Das geht aus den Statistiken hervor, die die von der spanischen Caritas gegründete FOESSA-Stiftung gestern vorstellte. Demnach hätten vor allem Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera sehr wenig vom Aufschwung seit der Weltwirtschaftskrise profitiert. Besonders die ärmere Bevölkerungsschicht ist betroffen. Während die Einkommen auf den Inseln im Durchschnitt um 11 Prozent gestiegen seien, liege die Steigerung bei Geringverdienern nur bei 0,6 Prozent, so Raúl Flores von FOESSA. Grund dafür sei die Entstehung von schlecht bezahlten Arbeitsplätzen auf den Balearen. So seien 243.000 Menschen auf den Balearen von gesellschaftlicher Ausgrenzung durch Armut bedroht, das ist ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Das seien zwar 34.000 Menschen weniger als während der Wirtschaftskrise, dennoch ist die statistische Prozentzahl die größte in Spanien hinter den Kanaren und der Extremadura.

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