Sozialistenpartei PSOE siegt bei Spanien-Wahl

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Die erhofften klaren Mehrheitsverhältnisse bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Spanien sind ausgeblieben. Auch dieses Mal kann keine Partei alleine regieren, für eine stabile Regierung müssten Bündnisse eingegangen werden. Mit 120 Sitzen wurde die Sozialistenpartei PSOE Wahlsieger, konnte aber die für die absolute Mehrheit nötigen 176 Sitze nicht erreichen. Zweiter wurde mit 88 Sitzen die konservative Volkspartei PP. Die rechte VOX konnte am meisten Stimmen dazugewinnen. Mit 52 Sitzen wurde sie Dritter, damit hat sie ihre Stimmen im Vergleich zur letzten Wahl mehr als verdoppelt. Damit konnte sie nicht nur die rechtsliberale Ciudadanos, sondern auch die linke Partei Unidas Podemos überholen.  Beide haben deutliche Verluste verzeichnet. Vor allem die Ciudadanos kam nur noch auf 10 Mandate, zuvor waren es 57.
Die Wahlbeteiligung in ganz Spanien war niedriger als noch im April. Bis 18:00 Uhr haben nach Angaben der Wahlbehörde in Madrid 56,86 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Damit sank die Beteiligung um vier Prozentpunkte. Auch auf den Balearen war die Beteiligung sieben Prozentpunkte geringer als noch im Frühjahr, aber mit 58,6 Prozent knapp über dem spanischen Durchschnitt. Es war die vierte Parlamentswahl in vier Jahren. In der Vergangenheit waren Versuche gescheitert, stabile Regierungsbündnisse einzugehen. Auch jetzt droht aufgrund der fehlenden absoluten Mehrheit erneut eine Pattsituation. Pedro Sánchez von den Sozialisten kündigte an, sich für die Entstehung einer Regierung einsetzen zu wollen.

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